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Erster Spatenstich für Seniorenresidenz

Brieselang Erster Spatenstich für Seniorenresidenz

Für eine weitere Seniorenunterkunft erfolgte am Mittwoch im Brieselanger Forstweg der symbolische erste Spatenstich. Ab Frühjahr nächsten Jahres sollen in das zweigeschossige Gebäude zwei Wohngruppen mit insgesamt 21 Menschen einziehen, die zwar noch mobil sind, jedoch nicht mehr allein im Alltag zurecht kommen. Betreiber sind die Johanniter.

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Mit dem symbolischen Ersten Spatenstich beginnt der Bau der Brieselanger Seniorenresidenz im Forstweg (v.l.): Bauherr Hanno Kahmann, Angelika Steckler-Meltendorf, Regionalvorstand der Johanniter, Bürgermeister Wilhelm Garn und Thomas Blümel, Leiter Soziale Dienste der Johanniter.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. „Wir freuen uns riesig, dass es jetzt losgeht“, sagte am Mittwoch Angelika Steckler-Meltendorf von den Johannitern beim ersten Spatenstich für die Seniorenresidenz. Denn obwohl noch keine Werbung gemacht worden ist, gibt es schon mehr als 20 Interessenten. Die Johanniter werden das Objekt, das im März nächsten Jahres fertiggestellt sein soll, betreiben.

Bauherr im Forstweg 45 ist Hanno Kahmann, Geschäftsführer der Rekon GmbH. „Hier sind künftig zwei Wohngruppen zu Hause als alternative Wohnform zur stationären Pflege“, sagte er. Insgesamt 21 Senioren werden dort künftig betreut, so Kahmann, der die gute Lage des Objektes in der Nähe des Marktplatzes und des Bahnhofs hervor hob. Ursprünglich wollte er dort seniorengerechte Wohnungen errichten, ließ sich dann aber von einem Projekt in Kremmen zur Betreuung von älteren Menschen begeistern, das er nun in Brieselang umsetzt.

Die Erdarbeiten auf dem 1750 Quadratmeter großen Gelände sind mittlerweile abgeschlossen. Eigentlich wollte man jetzt schon weiter sein. Doch archäologische Untersuchungen haben das Projekt um etwa zwei Monate verzögert, heißt es. Denn das Grundstück am Forstweg ist ein Bodendenkmal, befindet sich auf einem Gräberfeld aus der Bronzezeit. Und dementsprechend wurden auch einige Gräber entdeckt, wie Kahmann sagt.

Die HMG Bau GmbH als Generalunternehmer wird ein zweigeschossiges Gebäude errichten, in dem im Erdgeschoss elf Ein-Zimmer-Appartements mit jeweils 20 Quadratmeter angeordnet sind. Im Obergeschoss werden es indes zehn Appartements sein. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume und Küchen sowie eine Terrasse, von der aus die Bewohner auf die 500 Quadratmeter große Gartenfläche gelangen. Auch ein Lift wird eingebaut. Ein weiteres, baugleiches Gebäude soll ab nächstem Jahr gespiegelt auf dem gleich großen Nachbargrundstück Forstweg 46 entstehen, kündigt Bauherr Kahmann an.

„Das Ziel besteht darin, dass hier ältere und auch demenziell erkrankte Menschen, die im Alltag nicht mehr allein zurecht kommen, Unterstützung erhalten“, erklärt Angelika Steckler. „Es soll ein Haus sein, wo noch alle mobil sind. Die Wohngemeinschaften werden ein selbstbestimmtes Leben führen.“ Geplant ist, dass Bewohner und Angehörige einen Beirat wählen, der gegebenenfalls auch auf Probleme hinweist. Die Johanniter selber sehen sich in dem Haus nur als Gast. Aber es soll rund um die Uhr einen Ansprechpartner für die Bewohner der Seniorenresidenz geben.

„In den Gemeinschaftsräumen werden die Bewohner ihre Mahlzeiten einnehmen und auch zu anderen Anlässen zusammen kommen“, sagt Angelika Steckler. Zwar habe man auch die Absicht, einen Koch zu engagieren, allerdings sollen die Bewohner bei der Essenszubereitung mithelfen. „Es ist schließlich kein Hotel.“ Zudem hofft sie, dass sich generell auch die Angehörigen in den Alltag der Seniorenresidenz einbringen.

Dass das Objekt bald fertiggestellt ist, darüber freut sich auch Anneliese Eis. „Es gibt hier viele Menschen, die im Ort alt geworden sind und hier bleiben möchten“, meint die Vorsitzende des Seniorenbeirates. So sollte es ihrer Ansicht nach künftig mindestens noch zwei weitere solcher Projekte im Ort geben.

Für Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) war der Spatenstich der Auftakt für „ein Jahr des Hochbaus“ in der Gemeinde. Er hätte es gern gesehen, dass auch der Kita-Neubau am Forstweg schon angeschoben worden wäre. Ende des Jahres soll aber auf jeden Fall aus dem Alten Rathaus ein Bürgerhaus geworden sein und auch der Hortanbau in Nord ist für 2017 fest eingeplant.

Von Andreas Kaatz

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