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Erzbistum Berlin schaltet sich ein

Gemeinde St. Marien Brieselang Erzbistum Berlin schaltet sich ein

Seit geraumer Zeit gibt es Unstimmigkeiten zwischen Mitgliedern der katholischen Gemeinde Sankt Marien in Brieselang und Pfarrer Franklin Zea. Aufgrund von eingegangenen Beschwerden und eines offenen Briefes weiß auch das Erzbistum Berlin Bescheid und versucht jetzt in dem Konflikt zu vermitteln.

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Detail an der katholischen Kirche in Brieselang.

Quelle: Konrad Radon

Brieselang. In der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Brieselang gibt es seit geraumer Zeit Unstimmigkeiten. Ein großer Teil der Gemeindemitglieder ist offenbar mit der Amtsführung von Pfarrer Franklin Zea nicht einverstanden. Somit haben sich nach MAZ-Informationen einige von ihnen abgewendet und besuchen stattdessen die katholischen Gottesdienste im Nachbarort Falkensee. Auch beim Erzbistum Berlin liegen mittlerweile mehrere Beschwerden dazu vor. Das bestätigte dessen Pressesprecher Stefan Förner. „Das Erzbistum weiß von den Problemen und nimmt sie auch ernst“, sagte Förner.

Öffentlich wurden die Schwierigkeiten innerhalb der Gemeinde dadurch, dass Günter F. Janßen, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, einen offenen Brief geschrieben hat. Darin kritisierte er unter anderem das Vorgehen des Pfarrers wegen Janßens Kandidatur für den Vorsitz im Pfarrgemeinderat. Wie es heißt, habe Franklin Zea sich dagegen ausgesprochen. Der Grund ist moralischer Natur: Janßen hat sich von seiner Frau scheiden lassen.

Daneben gab es laut Janßen auch zahlreiche weitere Dinge, die den Unwillen von Gemeindemitgliedern hervorgerufen haben. „Als ich 2009/10 in die Gemeinde gekommen bin, habe ich die Schönheit der Heiligen Messe erlebt“, sagt Janßen. Doch er bedauert, dass mittlerweile „viele Leute wegbleiben. Die einstmals aktive Gemeinde wurde kaputt gemacht“. Er spricht sich zudem für eine Öffnung der Kirche nach außen aus.

Der Pfarrer selbst, der seit 2014 in der Gemeinde tätig ist, war am Mittwoch nicht zu erreichen. Wie zu erfahren war, soll er nach mehrwöchiger Abwesenheit voraussichtlich Anfang Juli wiederkehren.

Derweil bemüht man sich im Erzbistum um Schadensbegrenzung. „Auch der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin, gewissermaßen der ’Dachverband’ der Pfarrgemeinderäte, kennt den Vorgang. Das Erzbistum Berlin, konkret die Personalverantwortlichen, sind im Gespräch auch mit dem Pfarrer“, sagt Förner. Für eine Lösung des Konflikts wäre eine Art Mediation möglich. Dies funktioniere aber nur, wenn beide Seiten das wollen, „was mir nicht bekannt ist“. Denkbar sei auch ein Wechsel des Pfarrers. „Dies wäre auch eine Lösung, wozu es aber keine Entscheidung gibt“, macht Förner deutlich.

Am Freitag soll es nun zu einem Vorgespräch zwischen Vertretern der Personalabteilung des Erzbistums sowie Gemeindemitgliedern kommen, um die Konflikte zu besprechen.“

Von Andreas Kaatz

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