Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Es gibt wieder Störche in Mützlitz

Adebar nistet Es gibt wieder Störche in Mützlitz

Nach über 30 Jahren hat 2016 erstmals wieder ein Storchenpaar in Mützlitz genistet. Allerdings blieben die Vögel ohne Junge. Mittlerweile haben sie das Nest wieder verlassen und befinden sich auf dem Weg gen Süden. Die Chancen stehen aber gut, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen.

Voriger Artikel
Indonesien-Hühner sind Stars der Züchterschau
Nächster Artikel
Junge Inder zu Gast im Havelland

Elke Schulze führt in Mützlitz eine Storchenchronik. 2016 ließen sich erstmals seit langer Zeit wieder Vögel nieder. Die Störche haben das Nest, das im Hintergrund zu sehen ist, inzwischen wieder verlassen.

Mützlitz. Nach über 30 Jahren hat 2016 erstmals wieder ein Storchenpaar in Mützlitz genistet. Ende März kam der erste Storch in das Dorf. Es war vermutlich das männliche Tier. Bei den Störchen kommen zumeist die Männer als erste aus den Winterquartier in Afrika zurück ins Havelland. Anfang Mai kam auch seine Partnerin nach Mützlitz und gemeinsam ließen sie keine Zeit verstreichen. Auf dem ausgedienten Schornstein eines Stalls auf dem Grundstück von Elke und Fredi Schulze in der Brandenburger Landstraße 28 baute das Storchenpaar ein Nest.

„Die Störche waren eifrig. Für den Nestbau haben sie viele Zweige herangeschafft“, berichtet Elke Schulze vom Tagesgeschäft auf dem Stalldach und erzählt von einer Vorgeschichte. Bereits vor zwei Jahren war ein Storch auf dem Dach. Er blieb aber nur ein paar Wochen.2015 waren dann zwei Störche für kurze Zeit im Dorf. Es dürften vermutlich die selben sein, die nun in diesem Jahr wieder Mützlitz mit ihrem Besuch beglückten. Elke Schulze hat alle Ereignisse rund um die Mützlitzer Adebars, wie die Störche auch genannt werden, aufgeschrieben für eine Chronik rund um das gefiederte Geschehen auf dem Stall.

Jeden Morgen so gegen 5 Uhr klapperten die Störche auf dem Dach das erste mal mit ihren Schnäbeln. „Es war ein schöner Weckruf“, sagt Elke Schulze. Täglich mehrmals schauten sie und ihr Mann hinauf auf das Dach. Ihre Hoffnung, dass das Storchenpaar Nachwuchs bekommt, erfüllte sich nicht. Ob die Störchin überhaupt Eier gelegt hat oder sich Tiere an dem mit Efeu berankten Schornstein ins Nest hangelten und ausraubten, kann Elke Schulze nicht sagen. Bemerkt hat sie keinen Waschbär oder ein anderes Raubtier. Dennoch wird ihr Mann in den Wintermonaten den Efeu zur Vorkehrung abschneiden.

Geklappert wird auf dem Dach nicht mehr. Am 4. August hat das Storchenpaar das Nest verlassen und wurde seither nicht mehr gesichtet im Dorf. Auf den Wiesen um Mützlitz waren in den letzten Wochen jedoch Störche. Vielleicht gehörten auch die Adebars vom Dach in der Brandenburger Landstraße dazu. Möglich wäre es.

Das die Störche das Nest verlassen haben weil sie in der Umgebung nicht mehr genügend Nahrung hatten, hält Tino Wachowiak für unwahrscheinlich. Störche ohne Junge verlassen oft schon nach einigen Wochen wieder das Nest, erklärt der Vorsitzende des Nabu-Regionalverbandes Westhavelland . „Wenn sie bis August im Nest bleiben ist das sogar ein gutes Zeichen dafür, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen“ , so Wachowiak weiter, der als Experte schon seit vielen Jahren Jungstörche beringt im Westhavelland. Mützlitz ist 2016 kein Einzelfall für ausgebliebenen Nachwuchs bei den Adebars.Auch in den Storchennestern in Buckow (Nennhausen), Nennhausen, Albertsheim und Strodehne gab es in diesem Jahr keine Bruten. Hauptursache dafür dürfte Tino Wachowiak zufolge das kalte Frühjahr sein. Anfang September werden die Störche das Westhavelland wieder verlassen und nach Afrika ziehen.

Von Norbert Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg