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Es ist angebaggert

Umgestaltung des Weinbergs hat begonnen Es ist angebaggert

So hat man den Bismarckturm noch nicht gesehen. Oder genauer gesagt: So hat man das Gelände, auf dem der Bismarckturm steht, noch nicht gesehen. An der Südseite wurde der Hügel abgetragen. Und zum Vorschein gekommen ist eine helle Wand.

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Freigelegt: Die Außenwand des Wasserreservoirs am Fuße des Bismarckturmes.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Diese Wand gehört zu einem riesigen Wasserreservoir, das einst angelegt wurde, um die Stadt zu versorgen. Wie bei einem Wasserturm wäre das Wasser aus dem hoch liegenden Behälter durch die Schwerkraft in das städtische Leitungsnetz gedrückt worden. Nach Auskunft von Bauingenieur Michael Arndt wurde die Anlage, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurde, aber nie in Betrieb genommen.

Dass die eine Seite des Behälters nun frei liegt hat, man ahnt es schon, mit dem Umbau des Weinbergs zu tun. Bis zur Bundesgartenschau im Jahr 2015 soll das Gelände umgestaltet werden. Und der Bismarckturm spielt in diesen Umbauplänen eine entscheidende Rolle.

Das denkmalgeschütze Gebäude wird freilich nicht angetastet. Aber das Gelände, auf dem der Turm steht, wird ummodelliert. Vor allem auf der Südseite stehen große Veränderungen an. So werden dort, wo jetzt die Wand des Wasserbehälters zu sehen ist, in gut anderthalb Jahren Besucher eine Brunnenanlage mit Wasserkaskaden bewundern können. Noch weiter in südliche Richtung wird eine große Sonnenterrasse angelegt, die wie ein Balkon in die derzeitige Sandgrube hineinragen soll. Allerdings wird man diese Sandgrube in anderthalb Jahren nicht mehr wiedererkennen. Das Gelände wird in eine aufwändige Kinderspiellandschaft umgestaltet. Während die Eltern auf der Terrasse in der Sonne sitzen, haben sie die Kinder ständig im Blick ‒ so der Plan.

Ein Großteil der angesprochenen Umgestaltung wird nach Auskunft von Michael Arndt, der die Arbeiten auf dem Weinberg koodiniert, noch in diesem Jahr beginnen. Eines der größten Vorhaben ist neben dem Bau der Spiellandschaft, für den knapp eine Million Euro ausgegeben wird, die Neugestaltung der Wege auf dem Weinberg. Die Wegeführung soll klarer und übersichtlicher werden. Zu diesem Zweck werden rund 800Meter Wege zurückgebaut, 170 Meter werden neu angelegt. Die Wege erhalten eine Asphaltschicht. Auch dafür wird rund eine Million Euro ausgegeben.

Mit all diesen Vorhaben ist man laut Arndt im Plan. Was derzeit allerdings hängt, ist der Bau des rund zwei Kilometer langen Zaunes, der das rund 15 Hektar große Weinberggelände umfassen soll. Eigentlich sollte der Bau des Zaunes längst begonnen haben, aber die baurechtliche Genehmigung lässt noch auf sich warten.

Von Markus Kniebeler

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