Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Logistik-Firma baut Hauptsitz im Binnenhafen
Lokales Havelland Logistik-Firma baut Hauptsitz im Binnenhafen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:47 12.03.2018
Das künftige Verwaltungsgebäude von Colossus im Hafen Wustermark. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Der Binnenhafen im Güterverkehrszentrum Wustermark boomt. „Erstmals haben wir im vergangenen Jahr mehr als 10000 Lkw abgefertigt, sprich ent- oder beladen. Damit lagen wir sieben Prozent über dem Wert aus 2016“, sagt Klaus Pietack. Dem Brieselanger gehören gemeinsam mit seiner Frau Tanja derzeit 95 Prozent des Unternehmens Havel Port Berlin, das mit sieben Mitarbeitern den Hafen betreibt.

Parallel dazu hat sich auf dem Areal am Havelkanal jetzt das Logistikunternehmen Colossus angesiedelt (7500 Quadratmeter), das ebenfalls in Besitz von Familie Pietack ist. Colossus beschäftigt derzeit 45 Mitarbeiter, die meisten aus dem Havelland und Berlin.

„Unser Firmengebäude ist noch im Bau, soll Ende Mai eingeweiht werden“, weiß Geschäftsführer Klaus Pietack. 1,1 Millionen Euro investiert Colossus. Beide Unternehmen sind eng verbandelt : die 2013 gegründete Havel Port GmbH ist ein Joint Venture, zu dem Colossus gehört.

Frachtverkehr hat zugenommen

Vor allem Großbauteile, zum Beispiel für Windkraftanlagen, und Schüttgut wie Splitt für den Straßenbau sowie saisonal Dünger und Getreide werden im Hafen Wustermark umgeschlagen. Das meiste wird per Lkw transportiert. „Der Frachtschiffverkehr hatte bis 2016 kontinuierlich zugenommen, ist aber 2017 leider etwas zurückgegangen“, so der Havelport-Geschäftsführer. Wurden 2016 noch 161 Schiffe abgefertigt, waren es im Vorjahr nur 78.

Klaus Pietack nennt Gründe: „Ein wasserseitig beliefertes Biomassekraftwerk in Berlin ist weggefallen. Aufgrund ökonomischer Marktverschiebungen brach der Handel mit Schlacke ein und dann hatten wir im Februar 2017 viele Eistage, wo kein Schiffsverkehr möglich war.“ Die Tendenz in diesem Jahr zeige wieder nach oben. Im Januar und Februar lagen schon 15 Schiffe mit Schwergut am Kai in Wustermark.

Vierter Liegeplatz wird geplant

Havel Port hat sich seit der Ansiedlung in Wustermark stetig vergrößert. Von den 27 000 Quadratmetern Fläche sind 16 000 Quadratmeter von der Gemeinde Wustermark gepachtet, „11 000 Quadratmeter werden wir jetzt kaufen“, sagt Pietack. Doch damit nicht genug.

Längst gehen die Pläne weit voraus. Weitere 17000 Quadratmeter im Norden als Lagerfläche habe man im Auge, auch die Erweiterung der Kaianlage sei denkbar. Im Moment bietet der 390 Meter lange Kai Platz für drei Schiffe, ein vierter Liegeplatz ist möglich.

Kein Betrieb am KV-Terminal

Sehnsüchtig wartet man auf den Lückenschluss auf dem Havelkanal zwischen dem Abzweig vom Sacrow-Paretzer Kanal bis zu Havel Port, weil damit größere Schiffe den Hafen Wustermark anfahren können. Außerdem bedauert Klaus Pietack, dass die im Güterverkehrszentrum Wustermark vorhandene Bahnanbindung nicht genutzt werden kann.

Das 2014 nach einer längeren Ruhephase wieder eröffnete Bahnterminal für den kombinierten Verkehr ist inzwischen wieder geschlossen. Die Betreibergesellschaft MTB, zu der die Havelländische Eisenbahn gehörte, wurde aufgelöst. Havel Port oder Colossus als Betreiber des KV-Terminals kommen nicht infrage, so Pietack. „Wir haben mit unseren Lkw und den Schiffen genug zu tun.“

Seit wenigen Tagen werden die Bürocontainer bei Havel Port und Colossus mit einer Hackschnitzelheizung gewärmt. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Pietack und erklärt: „Wir verwenden Reste von Transport- und Verladehölzern, die wir bisher kostenpflichtig entsorgen mussten.“

Von Jens Wegener

Claudia Kunert aus Falkensee (Havelland) zaubert aus Porzellan- und Glasstückchen farbenfrohe Mosaike. Damit gestaltete die gebürtige Berlinerin bereits zwei U-Bahn-Stationen. Noch heute schwärmt sie von der leuchtenden Keramik Südamerikas, was man in ihrem Atelier sehen kann.

12.03.2018

Im Süden der Stadt Rathenow und in Grütz leben die treuesten Fans von Bürgermeister Ronald Seeger. Dort holte er bei der Stichwahl am Sonntag die meisten Stimmen. Seeger hatte in 22 von 26 Wahlbezirken die Nase vorn. Sein Herausforderer Daniel Golze holte sein stärkstes Ergebnis im Wahllokal Schollschule.

12.03.2018

Hundekot ist ärgerlich, aber eine DNA-Profildatenbank für Hunde wollen die Menschen in Falkensee (Havelland) trotzdem nicht anlegen. Die Abgeordneten sprachen sich in der Sache gegen die Petition eines genervten Finkenkruger Bürgers aus. Der Kampf der Falkenseer gegen die tierischen Hinterlassenschaften geht nun aber weiter.

14.03.2018