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Havelland Etwa 20 Kita-Plätze fehlen
Lokales Havelland Etwa 20 Kita-Plätze fehlen
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00:18 31.12.2017
Der kleine Kindergarten in Etzin wird vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben. Alle Plätze sind belegt. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

In wenigen Tagen tritt die neue Kitasatzung in Ketzin in Kraft. Angepasst wurden die Gebührentabellen – einfach gesagt ändert sich für einige Eltern die Höhe der Beiträge, die sie für die Betreuung ihres Kindes im Hort, in der Kita oder Krippe, bezahlen müssen. Wesentlichster Punkt: Bis zu einem jährlichen Einkommen von 14000 Euro, bisher waren es 9000 Euro, wird ein Mindestbeitrag erhoben. Der liegt bei Kindern im Krippen- und Kindergartenalter bei 29 Euro (mit Kosten für Frühstück oder Vesper), im Hortalter bei 16 Euro. „Weil dadurch weniger Einnahmen zu erwarten sind, werden wir unterm Strich aus der Stadtkasse einen höheren Zuschuss für die Unterhaltung der Kitas leisten müssen“, schätzt Bürgermeister Bernd Lück ein.

Diese Änderung gehe auf einen Hinweis des Jugendamtes des Landkreises Havelland zurück, so Ilona Thiele von der Ketziner Stadtverwaltung. Die Kitasatzung, die alle zwei Jahre überarbeitet werden soll, müsse immer mit der kreislichen Behörde abgestimmt werden.

Nicht berücksichtigt in der neuen Ketziner Kita-Satzung ist ein mögliches beitragsfreies Jahr für Eltern, was derzeit in Brandenburg in der Prüfphase ist. „Sollte das im Landtag noch 2018 beschlossen werden, muss man uns auch sagen, wie das zu finanzieren ist“, erklärt der Bürgermeister.

Aber Bernd Lück drückt noch ein anderer Schuh im Bereich Kitas: es fehlen ab Januar Plätze. Alle vier kommunalen Einrichtungen sind voll, ebenso der kirchliche Kindergarten in Ketzin und die vom ASB betriebene Kita in Etzin. Und eine neue Kita ist nicht in Sicht. Ilona Thiele: „Wir werden wohl etwa 20 Elternanträge auf Kinderbetreuung ablehnen müssen“. Ein Elterteil habe schon angekündigt, die Stadt verklagen zu wollen, weil es einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz gibt.“

Seit mehr als einem Jahr ruhen die Hoffnungen der Stadtverwaltung im Wesentlichen darauf, das Obergeschoss der jetzigen Kita in Zachow umbauen und dort etwa 20 Kita-Plätze schaffen zu können.

Belegung der Kitas

Im Moment werden in den vier kommunalen Einrichtungen in Zachow (24), Tremmen (55), Falkenrehde (53) und Paretz (52) sowie in der ASB-Kita Etzin (23) und im evangelischen Kindergarten in Ketzin (40) Kinder betreut.

Sechs zusätzliche Betreuungsplätze in Falkenrehde und Zachow wurden per Ausnahmegenehmigung erlaubt, zwei für Tremmen wurden beantragt.

Es wurde Geld für den Umbau der Räume, die derzeit als Wohnung genutzt werden, bereitgestellt. Nur passiert ist nichts. Der Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem Wohnungsmieter über die Rechtmäßigkeit der Kündigung dauert noch an.

Eine schnelle Lösung gibt es auch was den Neubau von Kitas anbelangt nicht. Eine private Kita soll Ende 2018 in Falkenrehde öffnen, gebaut wird noch nicht. Der vom Landesausschuss für Innere Mission (Lafim) angekündigte Neubau eines multifunktionalen Gebäudes auf dem Areal des evangelischen Seniorenzentrums in Ketzin ist zwar auf dem Weg, allerdings ist offen, ob dort eine Kita etabliert wird. Es könnte am zu hohen Kostenzuschussbedarf des Lafim scheitern.

Bleibt die vom Investor des künftigen Wohngebietes Baumschulwiese in Ketzin zugesagte neue Kita. Nur baut der Investor diese Einrichtung sicher nicht als erstes, sondern zunächst die Wohnhäuser. Also steht ein Datum für die Kita noch in den Sternen.

Die Lage verschärft sich noch, wenn im kommenden Jahr die 16 Wohngrundstücke im Lilienweg bebaut und bewohnt werden, es also weiteren Zuzug von Familien mit Kindern gibt. „Im Moment“, so Ilona Thiele, „können wir nur mit Ausnahmeregelungen etwas ausgleichen. Das Bildungsministerium hat zusätzliche zwei Plätze in den Kitas in Zachow und vier in Falkenrehde genehmigt. Für Tremmen wurde zwei Plätze beantragt. Entscheidung ist noch offen.“

Von Jens Wegener

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