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Havelland Europa-Union Havelland vor dem Wahlkampf
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18:08 13.01.2019
Wolfgang Balint ist Vorsitzender der Europa-Union Brandenburg. Quelle: Vivien Tharun
Elstal

Hinter Karls Erlebnis-Dorf in Elstal steht ein 100 Millionen Euro umfassendes Programm. Ohne die Europäische Union wäre diese Freizeitattraktion, die jährlich mehr als eine Million Besucher anzieht, nicht möglich gewesen. Für die Havelländer Vertreter der Europa-Union liegt es darum nahe, ihren Neujahrsempfang genau dort abzuhalten. In Karls „Pfannkuchenschmiede“ trafen sich Sonntagmittag Mitglieder von CDU, SPD, den Grünen und der Linken, um dort über die anstehenden Europaparlamentswahlen am 26. Mai zu sprechen.

Rechtspopulismus nimmt zu

Die Stimmung sei gut, doch der zunehmende Rechtspopulismus gebe zu denken, hieß es: „Die AfD spricht von einem Austritt Deutschlands aus der EU und möchte deren vollständige Auflösung“, sagt Hans-Peter Pohl, der Vorsitzende der Europa-Union Kreis Havelland. Noch sei eine Mehrheit der Deutschen (79 Prozent) für die EU. Doch müsse alles dafür getan werden, dass dies auch so bleibe.

In Brandenburg ist der Kreisverband Havelland der Europa-Union mit 62 Mitgliedern der größte. Pohl hofft, in diesem Jahr auf 75 Mitglieder zu kommen.

Wustermark hat von der EU profitiert

Beim Neujahrsempfang unterstützten weitere Redner Pohls Pläne für den Wahlkampf. Laut Christian Moos, Vorsitzender des Beirats und Generalsekretär der Europa Union Deutschlands, dürfen Brandenburg und das Havelland nicht Extremisten überlassen werden. Harald Petzold, der sich als Kandidat der Linken für die EU-Wahl aufstellen lassen möchte, sagte, dass wichtige Gleichberechtigungsschritte wie die Ehe für alle ohne die EU gar nicht zustande gekommen wären. „Man muss den Menschen klarmachen, dass Politik nicht mit einfachen Sprüche zu erledigen ist“, so Petzold.

Weitere Sprecher waren der Vorsitzende der Europa-Union Brandenburg, Wolfgang Balint, der EU-Kandidat für die SPD, Simon Vaut, und für die Grünen Günter Chodzinski. Abschließend appellierte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) dafür, dass „jeder jemanden motivieren sollte, zur EU-Parlamentswahl zu gehen“. Seine Gemeinde habe viel Unterstützung von der EU erhalten, die aufgrund des starken Einwohnerzuzugs auch weiter nötig sei. Auch die Arbeitsplätze in den Gewerbegebieten gebe es ohne EU so nicht.

Stammtisch ist regelmäßig in Falkensee

Bei Karls in Elstal stünde noch einiges an. Wenn alles gut gehe, könne im Sommer vielleicht mit dem Bau der Hotelanlage „Erdbeerhotel Mieze Schindler“ begonnen werden. Die zehn Hektar, die für das Erlebnis-Dorf erschlossen sind, seien noch lange nicht die letzten. 74 Hektar sollen es insgesamt werden, – auch mit Geld aus EU-Mitteln.

Hans-Peter Pohl betonte: Die Mitgliedschaft in der Europa-Union sei nicht an Partei, Alter oder Beruf gebunden. Der Kreisverband Havelland hat seinen Sitz in Falkensee. Pohl ist Ansprechpartner. Der zweimonatliche Stammtisch ist am jeweils dritten Donnerstag um 19 Uhr im Restaurant „Karyatis“ an der Bahnhofstraße 61 in Falkensee.

Von Vivien Tharun

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