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Europaschule feiert Jubiläum

Falkensee Europaschule feiert Jubiläum

Schulfeste, Auszeichnungen, Verschönerungsaktionen, Einbrüche und Geschichten aus dem Schulalltag – in diesen Tagen arbeiten sich Falkenseer Europaschüler in Vorbereitung auf das große Sommerfest am Sonnabend durch rund 120 Zeitungsartikel und lassen passend zum 25. Schuljubiläum eine Chronik entstehen.

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Emsig arbeiten sich die Grundschüler durch das Zeitungsarchiv der Grundschule.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Schulfeste, Auszeichnungen, Verschönerungsaktionen, Einbrüche und Geschichten aus dem ganz normalen Schulalltag – emsig arbeiten sich in diesen Tagen Falkenseer Europaschüler in Vorbereitung auf das große Sommerfest am Sonnabend durch rund 120 Zeitungsartikel über ihre Schule. Jeden Tag die Zeitung nach Neuigkeiten durchforstet, hat 25 Jahre lang Schulleiterin Regina Beyer. „Fünf dicke Ordner sind so zusammengekommen. Aus diesem Archiv und vielen anderen Materialien stellen die Schüler passend zu unserem 25. Jubiläum eine Schulchronik zusammen“, sagt die Rektorin, deren Leben tief mit der Geschichte des zentralen Schulstandortes verwoben ist.

Seit 1992 Grundschule „Am Gutspark“

Von 1974 bis 1978 hat die Falkenseerin hier selber die Schulbank gedrückt – damals noch an der Erweiterten Oberschule „Georgi Dimitroff“. Nachdem sie ihr Studium absolviert hatte, lehrte Regina Beyer in Strausberg, Schönwalde und Nauen, bevor die Mathe- und Physiklehrerin 1991 als Schulleiterin an der damaligen Ernst-Thälmann-Grundschule anfing. „Wieder an den Ort zurückzukehren, an dem ich selber zur Schule gegangen bin, war schon etwas Besonderes. Als ich in meiner Anfangszeit alle eingelagerten Klassenbücher ins Archiv nach Nauen schickte, fand ich sogar meine eigenen“, lacht die Falkenseerin, die damals mit 18 Kollegen 13 Klassen mit insgesamt 285 Schülern unterrichtete. „Die Klassen waren kleiner und der Schulalltag ganz anders als heute. Niemand sprach von Stress, selbst wenn es mal anstrengend wurde. Man konnte sich um jedes Wehwehchen eines jeden Schülers kümmern“, so Beyer.

Die beiden Bronzepelikane, die der Brieselanger Bildhauer Hans Klakow 1963 entwarf, wurden 2003 fast gänzlich zerstört

Die beiden Bronzepelikane, die der Brieselanger Bildhauer Hans Klakow 1963 entwarf, wurden 2003 fast gänzlich zerstört.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Die Kinder stehen im Mittelpunkt

Doch trotz der Tatsache, dass die Schule mittlerweile 23 Klassen stark ist, aktuell 590 Schüler über die Flure flitzen und es viel mehr Papierkram zu erledigen gilt, stehen die Kinder bei der Schulleiterin und ihren 35 Kollegen immer an erster Stelle. „Wir sind ein sehr homogenes Team und funktionieren gut zusammen. Vier Kollegen begleiten mich seit meinem ersten Tag hier“, sagt die Schulleiterin, die 1992 den Schulförderverein gegründet hat. „Damals bin ich von Firma zu Firma gegangen und habe Spenden für Feste oder die Gestaltung des Schulhofes gesammelt. Als Anfang der 1990er-Jahre Geld für die Sanierung fehlte, habe ich Fördermittel für ein Kunstprojekt beantragt und die Wände wurden unter künstlerischer Anleitung von den Schülern gestaltet“, erinnert sich die Falkenseerin mit einem Augenzwinkern. „Als wir unsere erste aus Spendengeldern finanzierte Spielanlage gemeinsam mit einigen Eltern einbetoniert haben, verbrachte ich die Nacht in der Schule auf einer Saniliege – ich wollte verhindern, dass unsere Arbeit gleich wieder zerstört wird.“ Denn an die regelmäßigen Sachbeschädigungen musste sich die Schulleiterin erst gewöhnen.

Randale auf dem Schulgelände

Glassplitter, eingeworfene Scheiben, Beschädigungen an den Spielgeräten – in einer Nacht hatten es Randalierer sogar fertiggebracht die beiden Pelikane aus Bronze, die der Brieselanger Bildhauer Hans Klakow der Schule spendete, aus dem Fundament zu heben und fast vollständig zu zerstören. Erst drei Jahre nach dem Vorfall – im Zuge der Sanierung der Schule und ihrer Außenanlagen im Jahr 2006 – konnte die restaurierte Plastik wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren. „Der Gutspark ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche – vor allem im Sommer. Unsere Schule liegt halt mittendrin“, so Regina Beyer, die trotzdem jeden Tag gerne an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt. „Für den Lehrerberuf muss man geschaffen sein. Ich gebe auch heute noch leidenschaftlich gerne Physikunterricht und freue mich auf die Zeit mit den Schülern immer besonders“, sagt die Falkenseerin.

Sprachen stehen im Vordergrund

Im Mittelpunkt stehen an der Falkenseer Grundschule Sprachen, die Begegnung mit anderen Kulturen und der Besuch anderer Länder.

Ab der 1. Klasse lernen die Grundschüler Englisch, eine Klasse hat bis einschließlich des 4. Schuljahres ihren gesamten Unterricht auf Englisch.

Zusätzlich können die Schüler die Begegnungssprache Spanisch sowie Englisch und Französisch in Arbeitsgemeinschaften lernen.

Seit vielen Jahren findet ein regelmäßiger Schüleraustausch mit den europäischen Partnerschulen statt.

Ganz Falkensee ist herzlich eingeladen

Zum Jubiläumssommerfest am Sonnabend hat die Europaschule über 2000 ehemalige Schüler eingeladen. Zusätzlich freut sich das Schulteam über jeden Falkenseer, der Lust hat, die Grundschule zwischen 10 und 14 Uhr zu erkunden. „Es ist so toll zu sehen, dass viele Schüler von damals ihre eigenen Kinder zu uns bringen. Natürlich haben sie sich in den letzten 25 Jahren verändert, die meisten erkenne ich trotzdem wieder – und zwar an ihren Augen“, sagt Schulleiterin Regina Beyer.

Von Laura Sander

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