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Extra-Plan für neue Kunsthalle

Großprojekt in Premnitz Extra-Plan für neue Kunsthalle

Das Kunstzentrum "Villa am See" allein ist zu klein: Nebenan plant die Stadt Premnitz ein Großprojekt, das brandenburgweit einzigartig ist. Auf einer Fläche von 900 Quadratmetern soll eine Kunsthalle entstehen. Dafür will die Stadtpolitik am Dienstag den Weg ebnen.

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Stahlplastiken von Michael Morgner zieren jetzt die Fläche vor der "Villa am See". Rechts unter den Bäumen soll die Kunsthalle sentstehen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die "Villa am See" in Premnitz entwickelt sich zu einem Kunstzentrum mit Alleinstellungsmerkmalen im ganzen Land Brandenburg ‒ wohl sogar in der Bundesrepublik. Die Sammler Stefan und Ulrike Behrens haben zahlreiche Werke der deutschen Kunst des 19. und 20.Jahrhunderts zusammengetragen, die sie dort der Allgemeinheit zeigen. Die Familie Hopkins hat begonnen, in der Villa Konzerte, Musikabende, Literaturlesungen, Vorträge und andere Veranstaltungen zu organisieren. Barbel Hopkins ist die Schwester von Stefan Behrens.

Schon bald wurde klar, dass die Villa allein zu klein ist, um die Besucher, die an manchen Tagen in großer Zahl kommen, aufzunehmen. Von Anfang an gehörte es zum Konzept von Stefan Behrens, auf dem großen Freigelände der Villa eine Kunsthalle von fast 900 Quadratmetern zu errichten. Dort sollen weitere Kunstgegenstände gezeigt werden und größere Veranstaltungen stattfinden.

Doch bei dem Bau der Halle gibt es ein Problem. Denn erstens gibt es seit vielen Jahren für das Gebiet eine Erhaltungssatzung der Stadt Premnitz, deren strengen Vorgaben der Neubau ganz gewiss nicht entsprechen würde. Zweitens hat der Landkreis den vor einiger Zeit gestellten Bauantrag bislang nicht genehmigt mit der Begründung, die Halle füge sich nicht in die Umgebungsbebauung ein. Die Stadt Premnitz will nun in ihrer nächsten Sitzungsrunde, die am Dienstag beginnt, die Weichen stellen, damit die Kunsthalle doch gebaut werden kann. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung wird deshalb am Dienstag ab 17 Uhr im Rathaus eine Vorlage auf dem Tisch haben, mit der die Verwaltung die Aufhebung des Sanierungsgebietes Beethoven-/Liebigstraße ermöglichen will.

Die Satzung von 1995 sei einst die Grundlage für die Aufnahme in das Förderprogramm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" gewesen, lautet die Begründung. Die entsprechenden Maßnahmen seien weitgehend abgeschlossen, Fördermittel gebe es nicht mehr. Der Feststellung des Landkreises, die neue Halle füge sich nicht in die Umgebung ein, soll mit einer anderen Maßnahme begegnet werden. Nachgereicht worden ist eine Vorlage, mit der die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen werden kann für das Grundstück Mozartstraße 1, auf dem die Kunsthalle entstehen soll. In Abstimmung mit dem Kreis, so heißt es in der Vorlage, sei der Bebauungsplan die einzige Möglichkeit, um noch eine Baugenehmigung für die Kunsthalle zu erhalten.

Bisher als "Wohnfläche" deklariert, soll das 8.700 Quadratmeter große Grundstück der Villa durch den neuen B-Plan als "Allgemeines Wohngebiet" ausgewiesen werden. Dort seien unter anderem Anlagen für kulturelle Zwecke zulässig, auch eine Kunsthalle.

Von Bernd Geske

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