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Havelland Extremisten drohen mit weiteren Anschlägen
Lokales Havelland Extremisten drohen mit weiteren Anschlägen
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09:22 02.02.2016
Bei Dallgow-Döberitz ist an der Bahnstrecke Berlin – Hannover ein Brandsatz gefunden worden. Quelle: Stähle
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Dallgow-Döberitz

Die ICE-Strecke Berlin – Hannover ist nach dem Fund eines Brandsatzes wieder freigegeben. Die Züge waren bereits am Montagabend ab etwa 21 Uhr wieder planmäßig auf der Strecke unterwegs, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte. Durch Umleitungen kam es lediglich zu Verspätungen zwischen fünf und 20 Minuten.

„Festung Europa erschüttern“

Die Behörden waren durch eine Selbstbezichtigung auf einer Webseite, die dem linksextremen Spektrum zugeordnet wird, auf den versuchten Anschlag aufmerksam geworden. In dem Bekennerschreiben beschreiben die Täter, wie und wo sie den Anschlag verüben – um „eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen“.

Die Verfasser rufen unter anderem zur aktiven Fluchthilfe und „Unterbringung illegalisierter Geflüchteter“ und zur „Sabotage aller Formen militärischer Ausrüstung“ auf. Außerdem wird in dem Schreiben zu weiteren Anschlägen und Manipulationen aufgerufen, zum Beispiel auf „Infrastruktureinrichtungen aller Art, die Mittel und Zweck sind, die Normalität und Ordnung aufrecht zu erhalten“ und auf „Nazis und deren Strukturen“. Man wolle „die Festung Europa in ihrer wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit erschüttern und sabotieren“.

Selbstbausatz im Kabelschacht

Die Bundespolizei hatte den nicht gezündeten Selbstbausatz in einem Kabelschacht bei Dallgow-Döberitz (Havelland) entdeckt, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Warum der Brandsatz nicht zündete, war zunächst unklar. Spezialisten von Bundespolizei und Brandenburger Landeskriminalamt (LKA) hatten den Tatort untersucht. Der Bahnverkehr auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover war dafür unterbrochen worden. Auch im Regionalverkehr kam es zu Verzögerungen.

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1. Februar 2016: Unbekannte haben einen Brandanschlag auf die Bahnstrecke Hannover-Berlin verübt. Im Havelland ist am Mittag der Brandsatz gefunden worden. Er zündete nicht. Aber es kam zu erheblichen Verzögerungen und Ausfällen im Zugverkehr. Experten der Polizei untersuchten am frühen Abend den Tatort.

Spezialisten der Polizei haben den Tatort am frühen Abend untersucht

Vor Ort waren kurz nach 18 Uhr jede Menge Einsatzkräfte: Spezialisten der Bundespolizei, Feuerwehr, Fachleute zur Bombenentschärfung.

Für Reisende im Abendverkehr brachte der Vorfall erhebliche Verzögerungen mit sich. So endete der Regionalexpress RE4, der kurz nach 18 Uhr aus Richtung Rathenow nach Berlin unterwegs war, wegen des Fundes in Elstal. Reisenden wurde empfohlen, schon in Wustermark auszusteigen und dort die RB21 nach Potsdam zu nehmen und von dort nach Berlin weiterzufahren.

Nicht der erste Brandanschlag

In den letzten Jahren hatte es im Berliner Raum mehrfach Brandanschläge auf Bahnanlagen gegeben. Besonders folgenschwer war ein Anschlag im August 2014 auf einen Kabelschacht zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Ostkreuz. Am Ostkreuz dauerten die Reparaturarbeiten damals mehrere Tage. Mehrere Bahnlinien konnten deshalb nur eingeschränkt verkehren. Zu dem Anschlag bekannten sich linksradikale autonome Gruppen. Täter wurden bisher nicht gefasst.

Von MAZonline

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