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Fährt die S-Bahn bald bis Nauen?

Neues Verkehrskonzept Fährt die S-Bahn bald bis Nauen?

Sollte die S-Bahn über Spandau hinaus ins Osthavelland verlängert werden? „Nein“, meinten vergangenes Jahr die MAZ-Leser. Bei einer Umfrage sprach sich nur ein Drittel für einen Ausbau der S-Bahn aus, zwei Drittel befürworten eine verbesserte Regionalbahnanbindung. Dessen ungeachtet stellt die S-Bahn am 14. März ein Konzept für eine Streckenerweiterung bis Nauen vor.

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Am 14. März will die S-Bahn ihr Konzept für das Osthavelland vorstellen.

Quelle: dpa

Havelland. Sollte die Berliner S-Bahn über Spandau hinaus bis nach Nauen verlängert werden? Die meisten MAZ-Leser stimmten im vergangenen Jahr mit „Nein“; bei einer Umfrage unter 1500 Havelländern sprach sich nur ein Drittel für einen Ausbau der S-Bahn aus, zwei Drittel befürworten eher eine verbesserte Regionalbahnanbindung. Dessen ungeachtet hat die S-Bahn in den vergangenen Monaten ein alternatives Bedienkonzept einer Express-S-Bahn für das Osthavelland ausgearbeitet. Am Montag, dem 14. März, um 18 Uhr wird es in der Aula der Musikschule Havelland in Falkensee, Poststraße 15, erstmals öffentlich vorgestellt.

Eingeladen zu der Veranstaltung hat der Landkreis Havelland. „Bei aller Wertschätzung stößt das über die Jahre fortentwickelte, etablierte Regionalbahnangebot an Grenzen und wird den Herausforderungen der Zukunft nicht gerecht werden können“, sagt Kreissprecher Oliver Kratzsch. Bislang habe man vor allem über den Bau eines dritten Regionalbahngleises nachgedacht, doch dessen Umsetzung sei fraglich. „Mit dem Bedienkonzept einer Express-S-Bahn liege jetzt eine ganzheitlich erfassbare Alternative für den Verkehrsraum vor, die es wert ist, öffentlich vorgestellt und diskutiert zu werden“, so Kratzsch. „Nicht mehr und nicht weniger soll die geplante Veranstaltung erreichen.“ Für interessierte Bürger sind in der Musikschulaula rund 50 Plätze vorhanden.

Details zum Konzept verrät die S-Bahn vorab nicht. Sprecher Ingo Priegnitz sagt lediglich, es gehe um eine konkrete Lösung der Verkehrsprobleme, mit denen man die Verbindungen im Nahverkehr attraktiver gestalten könne. „Mehr möchte ich noch nicht sagen.“

Die Debatte, wie der Schienennahverkehr im Havelland verbessert werden kann, läuft seit vielen Jahren. S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner hatte im vergangenen Jahr eine S-Bahn-Verlängerung bis Nauen ins Spiel gebracht. „Wir sehen das Osthavelland als Wachstumsregion, da werden künftig steigende Fahrgastzahlen zu erwarten sein“, sagte sein Sprecher Ingo Priegnitz damals.

Von einer Express-S-Bahn war im Sommer 2015 allerdings noch nicht die Rede gewesen. Was genau sich dahinter verbirgt, wollte Priegnitz auf Nachfrage nicht sagen. Möglicherweise fallen die Halte an bestimmten Bahnhöfen weg. So wird es auch bei Hertha-Heimspielen gehandhabt: Wenn im Berliner Olympiastadion gekickt wird, setzt die S-Bahn zusätzliche Züge ein, die zwischen der Arena und Westkreuz beziehungsweise Charlottenburg nicht halten.

Von Philip Häfner

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