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Fahrstuhl entsteht am Rathaus

Nauen investiert in Barrierefreiheit Fahrstuhl entsteht am Rathaus

Voraussichtlich ab April/Mai dieses Jahres wird es Rollstuhlfahrern, aber auch Eltern mit Kinderwagen möglich sein, ohne fremde Hilfe ins erste Obergeschoss des historischen Rathauses zu gelangen. Möglich machen wird dies ein Fahrstuhl, der gerade entsteht.

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Der Aufzug entsteht zwischen dem Rathaus (r.) und dem Verwaltungsgebäude 2.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Nur mit fremder Hilfe können derzeit Rollstuhlfahrer in die erste Etage des historischen Rathauses gelangen. Die Treppen stellen ein unüberwindbares Hindernis dar. Ab April/Mai dieses Jahres wird sich dies aber ändern. Bis dahin soll der neue Fahrstuhl fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. „Mit dem Aufzug können beide Etagen im Gebäude Schützenstraße und das erste Obergeschoss des Rathauses und damit der Rathaussitzungssaal für mobilitätseingeschränkte Personen erschlossen werden“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Grigoleit.

Der Aufzug entsteht zwischen dem Verwaltungsgebäude in der Schützenstraße und dem historischen Backsteingebäude. In Höhe der ersten Etage wird es einen Verbindungsgang geben. Momentan sind die Bauarbeiter dabei, den Rohbau herzustellen, für den die Arbeiten im Herbst begonnen haben. „In 14 Tagen wird der Rohbau fertig, wenn sich das Wetter so hält. Danach beginnt der Innenausbau“, sagt Marion Grigoleit.

Ursprünglich war geplant, den Aufzug schon im vergangenen Jahr zu errichten. Dafür stand Geld zur Verfügung, das der Landkreis Havelland an die Kommunen zum Zwecke von Investitionen zurückgezahlt hat. Insgesamt handelte es sich um 2,8 Millionen Euro, Nauen erhielt davon 301 000 Euro. Doch bald stand fest, dass das Geld nicht ausreichen wird. Die Ausschreibung ergab bei einigen Gewerken deutlich höhere Preise als die Stadt zu zahlen bereit war. Teilweise lagen sie 30 Prozent über den üblichen Angeboten, somit musste erneut ausgeschrieben werden. Trotzdem wird es teurer als eigentlich geplant. Die Baukosten liegen um rund zehn Prozent höher, etwa bei 335 000 Euro. Rund 300 000 Euro kommen vom Landkreis, die Differenz wird über Eigenmittel der Stadt Nauen aufgebracht.

„Künftig können Personen mit Rollstuhl, Rollator aber auch Kinderwagen den Aufzug während der Öffnungszeiten des Rathauses und zum Besuch der Sitzungen von Stadtverordnetenversammlung und Ausschüssen nutzen“, sagt Marion Grigoleit. Ein weiterer Fahrstuhl soll in diesem Jahr zudem am Familien- und Generationenzentrum entstehen, um auch dort die Barrierefreiheit zu sichern. Die Baugenehmigung dafür liegt mittlerweile vor. Die stellvertretende Bürgermeisterin rechnet damit, dass der Aufzug – abhängig von der Witterung – bis spätestens Ende Mai fertiggestellt werden kann.

Eigentlich sollte der Aufzug am Rathaus schon im Zusammenhang mit der Sanierung des Verwaltungsgebäudes in der Schützenstraße entstehen – in den Jahren 2009/10. Doch wie Bürgermeister Detlef Fleischmann damals sagte, hatte das Geld dafür nicht mehr gereicht. Zu diesem Zeitpunkt ging man noch von rund 250 000 Euro aus, die das Projekt kosten könnte.

Von Andreas Kaatz

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