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Falkenrehde: Ein Lift für mehr Eigenständigkeit

Feuerwehr Falkenrehde: Ein Lift für mehr Eigenständigkeit

Seit einem Badeunfall vor einigen Jahren ist René Keßler querschnittsgelähmt, auf Hilfe und seinen Rollstuhl angewiesen.Mit einem neuen Hublift, der am Wochenende eingeweiht wurde, kann er jetzt wieder am Falkenrehder Feuerwehrleben teilnehmen.

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Ein Hublift für mehr Eigenständigkeit.

Quelle: Wolfgang Balzer

Falkenrehde. Es war ein bewegender Augenblick für die Angehörigen der Falkenrehder Feuerwehr und ganz speziell für René Keßler. Erstmals konnte er mit einem eigens für ihn gebauten Hublift am örtlichen Feuerwehrhaus in den Raum zurückkehren, in dem er viele Jahre mit viel Leidenschaft und erfolgreich den Feuerwehrnachwuchs des Ortes theoretisch ausgebildet hat. Seit einem Badeunfall vor einigen Jahren ist Keßler querschnittsgelähmt, auf Hilfe und seinen Rollstuhl angewiesen. Als der Unfall passierte, hatte er gerade ein altes Haus erworben und entkernt. Weitere Arbeiten schienen unmöglich. Es mutet eher wie ein Wunder an, aber als René Keßler nach rund neun Monaten aus der Reha kam, war das Haus rollstuhlgerecht und bezugsfertig. Geschafft hatten das seine Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr, Freunde, Nachbarn und Bekannte in unzähligen Arbeitsstunden.

Erster Stock war unerreichbar

Am geselligen Leben seiner Feuerwehrkameraden im ersten Stock des Feuerwehrhauses konnte René Keßler jedoch nicht teilnehmen. Der Raum war für ihn schlichtweg unerreichbar. Ein Hublift sollte Abhilfe schaffen. Am Sonnabend wurde er nun eingeweiht. Für andere da zu sein, für sie im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer zu gehen, sei typisch für die Angehörigen der Feuerwehr, lobte auch Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter.

Das Aufbringen der benötigten rund 22 000 Euro war ein Kraftakt. Neben der Lottogesellschaft steuerten die Stadt Ketzin/Havel, örtliche Betriebe, die Sparkasse und der Förderverein der Falkenrehder Feuerwehr Gelder bei. Was die Feuerwehr hier leiste, habe ihn emotional sehr bewegt, so der amtierende Landrat Roger Lewandowski und steuerte vom Landkreis auch eine kleine Summe bei.

Hubi-Lift

Einen Namen werde der Lift wohl auch bald bekommen, meinte Ortsvorsteherin Gisela Drehmel. Alle nennen René nur Hubi, ein Spitzname, der in der Familie seit mehreren Generationen weiter vererbt wird. So gibt es nun wohl auch einen Hubi-Lift für René. „Wir freuen uns, ihn wieder in unserer Mitte zu haben“, meinte Fördervereinsvorsitzender der Feuerwehr Detlef Edeling, als René per Lift im Gemeinschaftsraum eintraf. So bekäme er ein Stück Lebensqualität zurück. „Es ist sehr schön, wieder dabei sein zu können“, so René Keßler bewegt.

„Ich weiß nicht, ob ich das alles so verkraftet hätte, Hut ab vor Hubi“, meinte Sylvia Rehwinkel. Sie ist stellvertretende Ortswehrführerin und erzählt, wie Kameraden und Freunde sich mehrmals in der Woche um René kümmern, gemeinsam mit ihm essen, ihn zu allen Veranstaltungen der Feuerwehr begleiten. „An die 300 Stunden haben wir wohl als Eigenleistung am Hublift gebaut“, bilanzierte Ortswehrführer Peter Drehmel. Detlef Edeling ist froh, dass es geschafft ist. „Ich hätte nie gedacht, welche Schwierigkeiten so ein kleines Bauvorhaben hierzulande bereiten könne“, sagte er sichtlich erleichtert.

Von Wolfgang Balzer

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