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Falkenrehder Seniorenverein wird 10 Jahre

Feiern, Fahrten, Fröhlichkeit Falkenrehder Seniorenverein wird 10 Jahre

Im Februar 2006 wurde der Seniorenverein Falkenrehde ins Leben gerufen. Bis heute hat sich die Mitgliederzahl fast verdoppelt.

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Der Vereinsvorstand: Gisela Drehmel, Christine Naumann, Barbara Ehrhardt, Thea Hoedt und Ilse Leske.(v.l.)

Quelle: Jens Wegener

Falkenrehde. Mittwochs ist Seniorentag im Falkenrehder Dorfgemeinschaftshaus – seit zehn Jahren. An 330 Nachmittagen haben sich die rüstigen Rentner dort getroffen, haben gespielt, erzählt, haben sich Vorträge angehört, Fasching gefeiert, Lesungen mitgemacht und sich Reiseberichte angehört. „Wenn ich die Liste sehe, kann ich eigentlich gar nicht glauben, was wir alles gemacht haben“, sagt Thea Hoedt. Sie führt den Seniorenverein Falkenrehde, der genau am 8. Februar 2006 gegründet wurde.

Aus den damals 20 Mitgliedern sind inzwischen 36 geworden. Die Frauen sind in der Überzahl, aber auch sieben Männer gehören dazu. Die Leute kommen nicht nur aus Falkenrehde, auch aus Paretz, Buchow-Karpzow, Paaren und Potsdam. „Das liegt daran, dass die alle mal hier in die Schule gegangen sind“, weiß Thea Hoedt.

Seinen Ursprung hatte der Seniorenverein in den 90er-Jahren, als sich im Turnraum des alten Schulgebäudes in der damals noch eigenständigen Gemeinde eine Gruppe älterer Menschen traf, um Sport zu machen. „Kurz zuvor gab es für Falkenrehde eine ABM-Stelle für Seniorenarbeit. Daraus entstand bei den Gemeindevertretern die Idee, einen regelmäßigen Kaffeenachmittag zu etablieren“, erinnert sich Gisela Drehmel, die dem Vereinsvorstand angehört und inzwischen Ortsvorsteherin ist.

Was aus dieser Idee geworden ist, beschreibt Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) so: „Dass dieser Verein zehn Jahre besteht ist ein untrügliches Zeichen für seine Lebendigkeit.“ Hier in Falkenrehde würden Menschen zusammenkommen, die auch im hohen Alter noch aufgeschlossen und lebensbejahend seien. „Sie wollen nicht nur unterhalten werden, sondern selber agieren und ihr Programm mitgestalten“, so Lück.

Das fünfköpfige Vorstands-Frauenteam mit Gisela Drehmel, Ilse Leske, Christine Naumann, Barbara Ehrhardt und Thea Hoedt kümmert sich um alles, was die Falkenrehder Senioren wünschen: sie organisieren die Ausflugsfahrten mit Bussen und per Schiff, die Auftritte mit Ständen beim Weihnachts- oder beim Trödelmarkt, die vielen Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus. Das gemeinsame Singen und die Kaffeekränzchen gehören dazu. „Aber wir sind dabei nicht allein“, weiß Thea Hoedt und zählt auf: „Manfred Waskow und Gerd Schulz fotografieren für die Chronik, Wolfgang Krellner ist da, wenn handwerkliches Geschick gefragt ist, Renate Ertel leitet die Bibliothek im Haus, Marie Müller hat die Bingo-Spiele eingeführt und Silvia Rehwinkel sorgt dafür, dass 13 Seniorinnen regelmäßig Gymnastik machen können.“ Nicht zu vergessen die unzähligen freiwilligen Kuchenbäckerinnen, die den Saal im Dorfgemeinschaftshaus jedes Mal zu einer großen Probierstube für alle möglichen Torten werden lassen. Zum zehnten Geburtstag des Seniorenvereins hatte der ortsansässige Bäcker Schulze ein spezielle Torte spendiert.

„Wir sind stolz darauf, den Verein seit zehn Jahren am Laufen zu halten“, sagt die Vorsitzende. Man müsse immer bedenken, dass die Mitglieder älter werden und deshalb auch die Bereitschaft, etwas zu unternehmen, abnehme. Umso wichtiger ist für die Falkenrehder die kostenlose Nutzung des Gemeinschaftshauses. Die Stadt Ketzin/Havel trägt die Betriebskosten. Dazu bekomme der Verein noch kleinere finanzielle Zuschüsse von der Stadt für Veranstaltungen.

Apropos Finanzen. Die Vereinskasse, die sich aus den Mitgliedsbeiträgen von einem Euro pro Monat, aus Spenden und aus den Erlösen von diversen Verkaufsständen füllt, verwaltet von Anfang an Ilse Leske. „Manchemal schlucken wir, wenn sie wieder mahnt, dass irgendwer noch nicht bezahlt habe. Aber sie hat ja immer recht“, sagt Thea Hoedt und lacht. „Noch nie hat in der Kasse auch nur ein Cent gefehlt oder eine Abrechnung nicht gestimmt. Da merkt man, dass Ilse früher Buchhalterin war.“

Von Jens Wegener

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