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Falkensee: Appartements ohne Stufen

Wohnungen für Senioren Falkensee: Appartements ohne Stufen

23 Wohnungen lässt die Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst bis Herbst 2016 im Wohngebiet Falkenhorst bauen. Das Haus ist komplett stufenfrei und soll mit Fahrstühlen ausgestattet sein. Schon jetzt gibt es etwa 50 Bewerbungen für den neuen Bau.

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Maurer Tobias Panitz (l.) und Einschaler Olaf Gartz von der Firma Templiner Hausbau.

Quelle: Foto: Tanja m. Marotzke

Falkensee. Ihr Häuschen im Grünen ist seit über 40 Jahren ein kleines Paradies. „Da wachsen Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren, 100 Gläser Marmelade habe ich gerade wieder gemacht“, sagt eine 79-jährige Falkenseerin. Doch ihre Beine werden schwächer, die Kraft lässt nach. Lange können sie und ihr Mann (83) Haus und Garten nicht mehr in Schuss halten. Deshalb hat sich das Paar für eine der 23 seniorengerechten Wohnungen beworben, die in der Coburger Straße 20 in Falkensee entstehen sollen. Das Ehepaar war am Mittwoch bei der Grundsteinlegung dabei, genau wie Vertreter des Bauherren von der Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst (WGF), Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) oder Wolfgang Schönfelder, der Landesgeschäftsstellenleiter des Verbandes Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen (BBU)

„Schon jetzt haben wir etwa 50 Bewerber für die Wohnungen. Das zeigt, dass der Bedarf groß ist“, erklärte Doris Werner, Aufsichtsratsvorsitzende der WGF. Das Haus ist der zweite Bauabschnitt des „Seniorenwohnparks“. Bereits Mitte August 2014 konnte die WGF ihr erstes seniorengerechtes Wohnhaus übergeben, drei Millionen Euro investierte die Genossenschaft damals. Für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich die Investitionen nun auf rund 2,7 Millionen Euro. Im Herbst 2016 soll das zweite Gebäude fertig sein.

Das Haus, das Wohnungen zwischen 39 und 63 Quadratmetern bieten soll, wird mit Fahrstühlen ausgestattet, so dass ältere Leute sich bequem fortbewegen können. Auch die Wohnungen selbst, 18 Zweiraum- und fünf Eineinhalbraum-Appartements, sollen barrierefrei sein, erklärte Doris Werner von der WGF. Das hat seinen Preis. Die Miete dürfte – wie beim schon fertiggestellten Haus nebenan – pro Quadratmeter etwa um die zehn Euro liegen. Genau festlegen wollte sich Doris Werner aber noch nicht. „Das sind gängige Preise auf dem Wohnungsmarkt, und Bauen wird nicht ja auch nicht billiger.“

Der Bedarf an kleinen Wohnungen, die für ältere und jüngere Menschen geeignet sind, sei in Falkensee nach wie vor groß, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Es sei zudem nicht selbstverständlich, dass Plattenbauten und neue mehrgeschossige Häuser sich optisch so gut zusammenfügen würden wie im Falkenhorst. Die Leute müssten sich auch außerhalb der Wohnung wohlfühlen. Denn eines der größten Probleme, mit denen Falkensee in den nächsten Jahren zu kämpfen habe, sei die Vereinsamung von älteren Leuten. „Da sind solche Gebäude mit einem Gemeinschaftsraum eine gute Voraussetzung, genauso wie das Familiencafé, das durch die Wohnungsunternehmen auf den Weg gebracht worden ist“, sagte Heiko Müller.

In den kommenden Jahren könne noch ein Eckhaus direkt neben dem neuen Gebäude entstehen, das ebenfalls vor allem für Senioren interessant sein könnte. „Der Bedarf ist nach wie vor da“, sagt Doris Werner.

Von Marco Paetzel

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