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Falkensee: Asylbewerberunterkunft fertiggestellt

Unterkünfte für 67 Flüchtlinge Falkensee: Asylbewerberunterkunft fertiggestellt

19 Wohnungen für 67 Asylbewerber wurden gestern vom Bauherren feierlich übergeben. Schon am 15. Juni ziehen die ersten Personen in die beiden Gebäude in der Kremmener Straße.

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Die feierliche Bauübergabe mit Landrat Burkhard Schröder (2.v.l.) und Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (r.)

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Die Bauübergabe der ersten Asylbewerberunterkunft in Falkensee fand gestern in der Kremmener Straße 16 statt. „Wir sind froh, hier für 67 Personen in zwei Gebäuden Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen zu haben“, sagte Landrat Burkhard Schröder (SPD). Beide Häuser sind mittels eines Durchgangs miteinander verbunden. Einzugstermin ist der 15. Juni, doch es ist noch unklar, ob dann vorwiegend Einzelpersonen oder Familien die Wohnungen beziehen. In dem dreigeschossigen Gebäude gibt es 19 Appartements mit einer kleinen Küchenzeile sowie einer Nasszelle. Die einzelnen Wohnungen sind jeweils für drei bis vier Personen ausgerichtet. Das 1200 Quadratmeter große Gebäude wurde nach neun Monaten Bauzeit und einer Investitionssumme von rund 1,85 Millionen Euro fertiggestellt. Im Außenbereich wird es eine Videoüberwachung geben, ein Wachschutz ist rund um die Uhr im Einsatz.

„Es sollen keine Schlafsäale, sondern richtige Wohnungen sein“, erklärte der Architekt Uwe Leonhardt das Konzept des Hauses. Nach dem Unterbringungsschlüssel hat jeder Flüchtling und Asylsuchende acht Quadratmeter zur Verfügung, zwei Quadratmeter mehr als bisher vorgeschrieben. „Wir gehen aber davon aus, dass sich die Anforderungen verschieben“, fügte er hinzu.

Das Gebäude beinhaltet neben den Wohnungen einen Waschmaschinenraum, Aufenthaltsraum sowie Büros für das Personal. Im Eingangsbereich werden auch Briefkästen vorhanden sein.

Generell hat sich die Flüchtlingssituation dramatisch zugespitzt. „Es ist nur wenige Wochen her, dass sich das Aufnahmesoll des Landkreises um ein Drittel erhöht hat. Darauf waren wir nicht vorbereitet“, sagte Landrat Schröder. 900 Flüchtlinge muss der Landkreis in diesem Jahr unterbringen, 300 mehr als gedacht. Ab Juli werden die Mittel für den Asylbereich aufgestockt, auch um die Container, die ab Herbst am Artilleriepark in Dallgow-Döberitz entstehen sollen, zu ermöglichen. „Es geht um praktische Lösungen und Menschlichkeit, aber auch um eine vernünftige Begleitung der Flüchtlinge“, fügte Burkhard Schröder hinzu. Auf Notszenarien wie Zelte und Turnhallen wolle er verzichten. Er sei froh über die Willkommensinitiative, denn es komme darauf an, den Menschen, die auf eine Entscheidung warten, eine Integration zu ermöglichen. Für den Landrat war es auch wichtig, mit der gestrigen feierlichen Bauübergabe Flagge zu zeigen und eine solche Fertigstellung nicht im stillen Kämmerlein zu vollziehen.

Auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) freut sich, dass die Willkommensinitiative die Stimmung hier so positiv verändert habe. Er habe Respekt vor dem Bauvorhaben, das von havelländischen Unternehmen „in einer bemerkenswerten Zeitschiene“ umgesetzt wurde, so Müller. Wer die Heimleitung übernimmt, ist noch unklar. Die Stellenausschreibung ist heute abgelaufen, sagte Havellands Sozialdezernent Wolfgang Gall (CDU). Es sei möglich, dass ein Angestellter der Kreisverwaltung den Posten übernimmt.

Von Melanie Höhn

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