Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Lessing-Grundschule muss saniert werden
Lokales Havelland Lessing-Grundschule muss saniert werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:31 10.01.2014
Die Lessing-Grundschule ist nach der Europaschule am Gutspark die zweitgrößte Grundschule in Falkensee. Quelle: dpa
Anzeige
Falkensee

Der Rundgang hatte Eindruck hinterlassen. "Ich bin erschrocken, so schlimm hatte ich mir das hier nicht vorgestellt", raunte eine Stadtverordnete Cornelia Kremer zu, der Schulleiterin der Lessing-Grundschule. Dort hatte am Mittwochabend der Falkenseer Bildungsausschuss getagt. Cornelia Kremer und ihre Stellvertreterin Kristina Scheibe nutzten die Gelegenheit, um auf die Probleme ihrer Schule aufmerksam zu machen: die Raumnot und den zunehmenden Sanierungsbedarf.

Letzterer war der Schulleitung bei der jüngsten Visitation noch einmal vor Augen geführt worden. "Man schämt sich", meinte Cornelia Kremer. In den Fluren blättert der Putz, Heizkörper rosten vor sich hin. "Wenn wir wenigstens etwas davor hängen könnten, um es zu kaschieren. Aber das ist nach den neuesten Brandschutzbestimmungen nicht mehr erlaubt", sagte Kristina Scheibe. In einigen Räumen hat sich der Boden abgesenkt und musste vom Hausmeister notdürftig geflickt werden. "Ob das gefährlich ist oder nicht - es sieht einfach nicht schön aus", meinte Cornelia Kremer. Es müsse dringend etwas getan werden.

Die Lessing-Grundschule ist nach der Europaschule am Gutspark die zweitgrößte Grundschule in Falkensee. Derzeit besuchen 523 Schüler die Einrichtung in Finkenkrug. Als nach der Wende die Zahl der Schüler stieg und eine schnelle Lösung gefragt war, hatte man sich für einen Container-Anbau entschieden, auf den später noch eine zweite Etage aufgesetzt wurde. Seitdem nagt an den Containern der Zahn der Zeit. Eine Sanierung war immer wieder verschoben worden, weil andere Dinge dazwischen kamen. Zuletzt wurde auf Weisung des Landkreises am Brandschutz gearbeitet.

In diesem Jahr aber könnte nun endlich etwas passieren. 110 000 Euro sind im Falkenseer Haushalt 2014 für die Instandsetzung der Lessing-Grundschule vorgesehen. Für was genau die Mittel verwendet werden - die Reparatur der kaputten Elektrik, eine Sanierung der Flure oder womöglich sogar beides - steht noch nicht fest. In der kommenden Woche wollen sich Falkensees Baudezernent Thomas Zylla und die Beigeordnete Ines Jesse noch einmal mit der Schulleitung zusammensetzen. "Wir müssen objektiv schauen, was am wichtigsten ist", sagte Ines Jesse und schränkte gleich ein: "Alle Wünsche werden wir nicht erfüllen können. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche." Zu dem Treffen ist auch ein Vertreter des Fördervereins eingeladen. Dieser hat 15 000 Euro gesammelt und will sich außerdem um weitere Fördermittel für die Baumaßnahmen bemühen.

Eigentlich müsste man alles abreißen und neu bauen, kommentierte der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Michael Simon. Doch ein Abriss ist keine Lösung, weil es vor Ort keinen Platz gibt, um die Schüler unterzubringen. Die Kapazitäten an der Lessing-Grundschule sind beschränkt. Die Schule kämpft seit Jahren gegen Raumnot, weil Hort- und Schulräume doppelt genutzt werden müssen. Fachräume wurden in Klassenzimmer umgewandelt, die drei Sonderpädagogen teilen sich einen einzigen Raum. Mancherorts ist der Platz derart beengt, dass erst Tische beiseite geschoben werden müssen, ehe ein Projektor benutzt werden kann.

Schulleiterin Cornelia Kremer drängt daher darauf, dass im Sommer nur drei statt wie im vergangenen Sommer vier erste Klassen eröffnet werden. Das wären 84 Schüler. Derzeit liegen allerdings schon 104 Anmeldungen für die Lessing-Grundschule vor. Einige werden womöglich auf eine andere Schule gehen müssen. Die Beigeordnete Ines Jesse beruhigte jedoch: "Wir haben fünf tolle Grundschulen. Niemand muss Angst haben, dass sein Kind keinen Platz bekommt."

Von Philip Häfner

Havelland 20-Jähriger hat Feuer vor künftigem Asylbewerberheim gelegt - Fremdenfeindlicher Brandanschlag aufgeklärt

Die Polizei hat nach einem vor vier Monaten verübten Brandanschlag auf ein geplantes Asylbewerberheim in Premnitz (Havelland) zwei Verdächtige gefasst. Ein 20-Jähriger habe die Tat gestanden und fremdenfeindliche Motive angegeben. Beschuldigt hat er dabei auch einen 17-jährigen Bekannten, der die Tat jedoch abstreitet.

10.01.2014
Havelland Stadtentwicklungsgesellschaft würde zahlen - Lärmschutz für Neu Döberitz

Die Einwohner von Neu Döberitz sind neben dem Fluglärm vor allem vom Verkehrslärm der nahen B 5 genervt. Vielleicht nicht mehr lange: Die Stadtentwicklungsgesellschaft will einen Schutzwall entlang der alten Hamburger Chaussee bauen lassen - und den Bau zur Not auch selbst bezahlen.

11.01.2014
Havelland Fläche an der Lake wird 2014 auf Eidechsen untersucht - Semmelhaack-Siedlung nimmt Gestalt an

Für die Stadtplaner ist es der Bebauungsplan "F 25 l", für die Falkenseer ist es die Eidechsenbaustelle. Es ist unübersehbar: Das Bauvorhaben der Firma Semmelhaack auf dem 25000 Quadratmeter großen Areal zwischen Spandauer Straße und An der Lake nimmt Gestalt an.

11.01.2014
Anzeige