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Havelland Falkensee: Parkplatzkrimi in der Poststraße
Lokales Havelland Falkensee: Parkplatzkrimi in der Poststraße
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00:17 14.02.2016
Die Anwohner der Poststraße wollen eine bessere Regelung vor ihrer Haustür.  Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

 Vormittags herrscht am westlichen Ende der Falkenseer Poststraße Ausnahmezustand. Tag für Tag. Das wollen die Anwohner nicht hinnehmen. Arztpraxen, Apotheke, Bekleidungsgeschäft, Büros, Fitnesscenter – die Parkplätze reichen nicht aus. Ein Parkplatzkrimi spielt sich jeden Tag ab, um freie Lücken wird gekämpft. Kein Wunder, dass sich die Fahrzeughalter Ausweichflächen suchen. Und die liegen erst einmal am westlichen Ende der Straße. Die Autos stehen auf Bürgersteigen, auf Randstreifen, sie parken Einfahrten zu, sie stehen in der ohnehin schon engen Kurve. Und sammeln Strafzettel.

Mit den Politessen sind die Anwohner teilweise schon per du. „Die kriegen viel ab“, hat Marion Kreutzmann beobachtet. Sie und die anderen Anwohner kennen das auch: Ihnen wird ein Vogel gezeigt, sie werden beschimpft, und bekommen zu hören: wo solle man denn sonst stehen, außerdem: Es stehe ja kein Parkverbotsschild. „Das ärgert uns ja besonders“, sagt Karl-Heinz Schäfer. Der 70-Jährige kämpft seit Jahren um Parkverbotsschilder. Bekommt aber nur ablehnende Bescheide.

„Das Aufstellen von Parkverbotsschildern hält die Verwaltung in dieser Straße nicht für sinnvoll“ , hatte Falkensees Baudezernent Thomas Zylla (CDU) im Dezember auf Anfragen öffentlich geantwortet. „Diese Antwort ist inkompetent“, schimpft Marion Kreutzmann, „sie zeugt davon, dass sich Herr Zylla mit der Situation vor Ort nicht auseinandergesetzt hat.“ Dabei hat der Baudezernent die Aussage der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises stützend im Rücken. Auch auf MAZ-Nachfrage erklärt diese: „In den Straßen besteht eine Halteverbotsregelung.“ Das Halten in solche engen Straßen ist laut Straßenverkehrsordnung unzulässig, deshalb dürfe kein zusätzliches Verkehrszeichen (Halteverbot) angeordnet werden.

Auch einen Einbahnstraßenring hält die Straßenverkehrsbehörde für „nicht erforderlich“. Nicht nur das wilde Parken bereitet den Poststraßen-Bewohnern Sorgen. Auch die Verkehrsführung irritiert. Die Poststraße ist in diesem Abschnitt in zwei Fahrbahnen geteilt, in der Mitte fließt der Schlagraben. Die Südseite ist eine schmale Fahrbahn, die als Einbahnstraße ausgewiesen ist, die Nordseite hat einen dieser roten Angebotsstreifen, ist aber in beide Richtungen befahrbar. Fast 1000 Fahrzeuge werden hier pro Tag gezählt. Bei etwa 20 Anwohnern. „Das ist ein Teil des Radweges der Sympathie, hier fahren viele Kinder mit dem Rad zur Schule, es ist eng, unübersichtlich und gefährlich“, kritisiert Ute Hille. Deshalb wollen die Bürger einen Einbahnstraßenring und sich mit der Ablehnung auch weiterhin nicht zufrieden geben.

Im Bauamt prüft man derweil, ob die Südseite durch aufgestellte Poller von Falschparkern befreit werden kann. „Der Schlaggraben ist ein Landesgewässer, das müssen wir uns mit dem Wasser-und Bodenverband abstimmen. Eine Anfrage haben wir gestellt“, erklärt Thomas Zylla. Er kenne den großen Parkdruck in der Straße sehr wohl und hoffe, dass die Gespräche der Geschäftsinhaber mit dem Eigentümer einer möglichen Fläche zu einem guten Ende führen. Da wären dann weitere rund 30 Parkplätze möglich.

Von Marlies Schnaibel

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