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Havelland Falkensee bekommt einen neuen Hausarzt
Lokales Havelland Falkensee bekommt einen neuen Hausarzt
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00:16 14.03.2017
Falk Lippitz hat jahrelange Erfahrung in der Anästhesie und Intensivmedizin gesammelt.  Quelle: Laura Sander
Falkensee

 Luftpolsterfolie flattert herum, Fachliteratur wartet darauf in die hohen Regale geräumt zu werden, eingeschweißte Patientenliegen stehen bereit für ihren Einsatz. Auf dem Empfangstresen stapeln sich Kartons, es riecht nach frischer Farbe. Letzte Vorbereitungen werden in den Räumen der Bahnhofstraße 44 getroffen, bevor sich am Montag um 8 Uhr erstmals die Praxistür öffnet. Falkensee bekommt einen neuen Hausarzt.

Falk Lippitz lebt mit seiner Familie in Potsdam, hat jahrelange Erfahrung in Berliner Kliniken gesammelt und möchte nun mit seiner eigenen Praxis in Falkensee Fuß fassen. „Mit Patienten zu sprechen ist so schön, kommt im Klinikalltag jedoch oftmals zu kurz. Das war ein ausschlaggebender Punkt für meinen Schritt in die Selbstständigkeit“, so der 44-Jährige.

Nach seinem Studium, das er 2001 an der Humboldt Universität abschloss, und seiner Facharztausbildung arbeitete Lippitz sieben Jahre lang als Aushilfsarzt in verschiedenen Berliner Kliniken. Unter anderem in der Charité sprang er als Anästhesist überall dort ein, wo er gebraucht wurde. „Die Arbeit in der Klinik ist definitiv anders, als in einer Praxis. Es ist ein anderer Stress, dem man ausgesetzt ist“, so der 44-Jährige. „Für mich war es einfach Zeit für Veränderung.“

Eine weitere Facharztausbildung folgte. In anderthalb Jahren machte Falk Lippitz Station in Praxen in Berlin und Brandenburg und arbeitete weitere sechs Monate in einem Berliner Krankenhaus. Im vergangenen Jahr schloss er seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ab und machte sich auf die Suche nach geeigneten Praxisräumen. Die fand der Vater von drei Kindern schließlich in der Falkenseer Bahnhofstraße. Dass die Praxis zuvor ein Büro gewesen ist, lässt sich so kurz vor der Eröffnung kaum mehr erahnen. Frische Farben, eine moderne Einrichtung und ein helles Wartezimmer sind hier in den vergangenen Wochen entstanden.

Auf rund 120 barrierefreien Quadratmetern wird der Hausarzt seine Patienten künftig in drei Behandlungszimmern empfangen, zwei medizinische Fachangestellte unterstützen Falk Lippitz bei seiner Arbeit. Dass er mit einer komplett leeren Patientenkartei in die Selbstständigkeit startet, sieht der 44-Jährige gelassen. „Es gibt bestimmte Kriterien dafür, wie viele Ärzte sich in einer Region niederlassen dürfen. Für das Gebiet rund um Falkensee gab es noch einen Bedarf an Hausärzten, der selbst mit mir noch nicht vollständig gedeckt ist“, so der Potsdamer.

Aufgrund des Patientenansturms seien einige Falkenseer Hausarztpraxen bereits so voll, dass sie keine neuen Patienten mehr aufnehmen können. „Auch wenn man es nicht möchte, irgendwann muss man Patienten ablehnen, sonst leidet die Qualität.“ Der offizielle Durchschnitt für eine Arztpraxis liegt bei etwa 1000 bis 1200 Patienten im Quartal, die sich anmelden. Wie oft sie dann tatsächlich kommen, wird jedoch nicht mehr berücksichtigt.

Bei seinen Falkenseer Kollegen hat sich Lippitz bereits vorgestellt und ist nun gespannt auf seine Falkenseer Patienten sowie den neuen Alltag in seiner eigenen Praxis.

Von Laura Sander

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