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Falkensee bewegt sich

Online-Forum: Bürger an Verkehrsentwicklung beteiligt Falkensee bewegt sich

In den vergangenen Jahren ist Falkensee explosionsartig gewachsen und die Herausforderung, die Verkehrsbedingungen anzupassen, gewaltig. In einem Online-Forum sind ab dem 15. Oktober nun alle Falkenseer gefragt. Wo staut es sich? Welche Kreuzung ist besonders gefährlich? Welcher Bordstein ist für Rollstuhlfahrer unüberwindbar?

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Kathrin Pollow (Fachbereich Stadtplanung), Bürgermeister Heiko Müller, Verkehrsingenieur Michael Schreiber und Matthias Trénel von der Zebralog GmbH.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. In den vergangenen Jahren ist Falkensee explosionsartig gewachsen und die Herausforderung, die Verkehrsbedingungen anzupassen, gewaltig. Um die vorgesehenen Gelder noch gezielter einsetzen zu können, sind nun alle Falkenseer gefragt.

Neben den vielen Bürgerhinweisen, die der Verwaltung bereits vorliegen und durchgeführten Verkehrszählungen soll nun ein weiterer Baustein für das Verkehrsentwicklungskonzept 2016 ins Rollen gebracht werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei klar auf der Bürgerbeteiligung. Wo staut es sich? Welche Kreuzung ist besonders gefährlich für Fahrradfahrer? Welcher Bordstein ist für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen unüberwindbar? Und wo läuft es rund? Wer weiß diese Fragen besser zu beantworten, als diejenigen, die täglich auf den Straßen Falkensees unterwegs sind?

Die Stadt hat daher neben Verkehrsingenieur Michael Schreiber von der LK Argus aus Berlin einen Fachmann in Sachen Bürgerbefragungen hinzugezogen. Matthias Trénel ist Geschäftsführer bei der Zebralog GmbH & Co KG in Berlin. Die Agentur hat bereits Bürgerbeteiligungsverfahren für Ludwigshafen, Erlagen und Berlin durchgeführt. „Wir hoffen, dass wir auch in Falkensee möglichst viele Menschen erreichen können, die auf unserer Plattform konstruktiv kritisieren, aber auch loben“, so Trénel.

Auf der Internetseite www.falkensee-bewegt-sich.de wird es ab dem 15. Oktober einen Monat lang möglich sein, Hinweise zu geben und mit anderen Falkenseern zu diskutieren. Mit einer Ortsmarke werden Nadelöhre, Stauschwerpunkte oder für Fußgänger schlecht zu überquerende Straßenzüge konkret gekennzeichnet und mit einer kurzen Erklärung für alle sichtbar ins Forum gestellt. Eine kurze Registrierung per E-Mail-Adressse reicht aus. Zusätzlich kann ein Newsletter abonniert werden, der die Nutzer über weitere Schritte des Verfahrens auf dem Laufenden hält. „Es gibt nicht auf jeden Hinweis eine personalisierte Antwort. Mit dem Newsletter bekommen alle Nutzer das gleiche Feedback“, so Trénel, der mit einer Beteiligung mehrerer hundert Menschen rechnet. „Meistens ist es so, dass von zehn Personen, die die Seite besuchen, eine dann auch tatsächlich mitmacht.“

Auftaktveranstaltung am 15. Oktober

Für alle Interessierten findet am 15. Oktober um 19 Uhr eine Auftaktveranstaltung zum Start des Online-Forums in der Kant-Schule statt.

Hier haben auch diejenigen die Chance mitzuwirken, die keine Möglichkeit haben sich online zu beteiligen.

Experten werden vor Ort sein, mit den Gästen in Gruppen Bedenken und Anregungen zusammentragen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Kritik und Lob aus der Vor-Ort-Veranstaltung werden ebenfalls in die Online-Auswertung einbezogen.

Zunächst ist das von Administratoren überwachte Online-Forum nur eine Bestandsaufnahme, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Anschließend geht es in die heiße Phase. Verkehrsfachmann Michael Schreiber wählt aus allen Bürgerhinweisen die 50 relevantesten Themen aus und beginnt mit der Auswertung und Überprüfung. Eine Diskussion über konkrete Maßnahmen soll im nächsten Jahr stattfinden – wieder online und unter Einbeziehung aller Falkenseer. „Natürlich haben wir schon jetzt viele Erkenntnisse gewonnen und auch Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Die Online-Beteiligung soll es aber wirklich jedem Falkenseer möglich machen über seine alltäglichen Erfahrungen zu berichten und die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten“, so Bürgermeister Heiko Müller. Das Online-Forum und dessen Betreuung sowie eine Auftaktveranstaltung am 15. Oktober hat sich die Stadt rund 70000 Euro kosten lassen.

Von Laura Sander

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