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Falkensee ehrt fünf Verdiente

Bürgerpreis der Stadt im Rathaus verliehen Falkensee ehrt fünf Verdiente

Film, Sport, Geschichtsforschung, Bäckerhandwerk, Kirche - aus unterschiedlicheren Bereichen könnten die neuen Träger des Bürgerpreises Falkensee kaum kommen. Und es ist im wahrsten SInne des Wortes ein "Bürgerpreis" - denn die Nominierungen kommen nicht von einer öffentlichen Einrichtung, sondern aus der Bevölkerung.

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Nicht der Bürgermeister (3.v.r.) hat die Geehrten nominiert, sondern die Bevölkerung. Die diesjährigen Bürgerpreisträger sind: Gerhard Zimmermann, Richard Wagner, Heide Gauert, Dorit Tscherner, und Wolfgang Ziehm (v.l.).

Quelle: Stadtverwaltung

Falkensee. Heide Gauert, Dorit Tscherner, Richard Wagner, Wolfgang Ziehm und Gerhard Zimmermann wurden am Freitagabend im festlich geschmückten Sitzungssaal des Rathauses Falkensee für ihr besonderes ehrenamtliches, soziales und bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Insgesamt 36 Menschen, die sich in der Stadt verdient gemacht haben - manche eher im Stillen, andere in der Öffentlichkeit - , waren nominiert. Das Besondere an dem zum sechsten Mal vergebenen Preis ist, dass nicht Bürgermeister Heiko Müller oder die Verwaltung mögliche Preisträger vorschlägt. Die Nominierungen sind wie jedes Jahr aus der Bevölkerung gekommen, eine Jury hat über die Sieger abgestimmt.

Mit fast 90 Jahren ist Richard Wagner der älteste Preisträger in diesem Jahr ‒ und wohl auch der mit dem berühmtesten Namen. Weniger mit Opern als mit dem Erforschen der Ortsgeschichte hat sich Wagner in Falkensee verdient gemacht. Dabei ist Wagner von Hause aus Architekt, er wohnt aber auch seit den 50er-Jahren in Finkenkrug. Unzählige Stunden hat sich Wagner durch Archive gewühlt und an seinem Schreibtisch verbracht, um Lücken in der Geschichtsschreibung zu schließen. Der Förderverein des Museums Falkensee hat seine Aufsätze und Publikationen herausgebracht, darunter "Finkenkrug in seinem Jahrhundert".

Nicht mit Büchern, sondern mit Filmen hat sich Heide Gauert in Falkensee verewigt. Ganze acht Filme hat die 71-Jährige bereits über ihre Heimatstadt gedreht, darunter "Zeitenwende" und "Eine Stadt zwischen Gestern und Morgen". Zurzeit arbeitet die ehemalige Defa-Filmerin an einer Dokumentation über die Bauarbeiten am neuen Campus. Für den Preis vorgeschlagen wurde sie allerdings von der Freiwilligen Feuerwehr Falkensee. Denn auch dort engagiert sich Gauert als Vorstandsmitglied des Fördervereins.

Ohne Vereine geht es auch für den 72-jährigen Wolfgang Ziehm nicht: Er ist im Kleintierzüchterverein und im Förderverein der Stadt. Die meisten kennen ihn aber als Bäckermeister. Seit 16 Jahren gehört er zu den Mitorganisatoren des Backofenfestes im September. Viele Stunden steht er jedes Jahr im September vor dem alten Backofen und erklärt Neugierigen sein Handwerk. Außerdem hat er auch die Pflege des Ofens übernommen. Was wiederum bedeutet, auch mehrere Stunden im Ofen zu stehen.

Als "Institution der Kirche in Falkensee" wurde Gerhard Zimmermann zur Preisverleihung vorgestellt. Der 73-Jährige ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied der evangelischen Heilig Geist Gemeinde und war über viele Jahre Kirchenältester, in der Not vertrat er den Pfarrer bei Gottesdiensten, und er packte auch immer an, wenn handwerkliche Arbeiten am Gebäude anfielen. Aus gesundheitlichen Gründen wird er im November den Gemeindekirchenrat verlassen. Ein verlässlicher Ansprechpartner wird er bleiben.

Die Jüngste unter den Geehrten ist Dorit Tscherner, Jahrgang 1965. Schon als Mädchen hat sie sich dem Sport verschrieben, als Siebtklässlerin wurde sie jüngste Übungsleiterin der Leichtathletik in der DDR. Heute leitet Tscherner die Abteilung Leichtathletik beim TSV Falkensee. Sie investiert so viel Zeit wie möglich für den Verein: als Sportlerin aber vor allem als Trainerin für den Nachwuchs. Damit sich die jungen Sportler auch fernab des Havellandes messen können, fährt Tscherner sie von A nach B, schreibt zig E-Mails und organisiert.

Die weiteren Nominierten

  • Michaela Belter
  • Sabine Berger
  • Jürgen Bigalke
  • Silke Boll
  • Annette Brüggemann
  • Marion Carus
  • Renate Denz
  • Klaus Duwe
  • Werner Extra
  • Uta-Gerwisa Gerhardt
  • Fabian Hausel
  • Marianne Hess Silva
  • Michael Jäger
  • Ute Jahnke
  • Marietta Kintzel
  • Karin Klemme
  • Ernst Kleucker
  • Erika und Günther Knöppler
  • Verena Köckeritz
  • Reiner Kriesch
  • Kathleen Kunath
  • Lothar Lappöhn
  • Klaus Ludwig
  • Christine Schaade
  • Renate Steinicke
  • Carola und Hans-Joachim
  • Szymanowicz
  • Ilona Tahtali
  • Torsten Wendland
  • Klaus Wruck

Von Juliane Primus

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