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Havelland Falkensee präsentiert sich als kunstvolle Stadt
Lokales Havelland Falkensee präsentiert sich als kunstvolle Stadt
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00:16 02.05.2017
Porzellan, Farbglas, Keramik – aus den Scherben fertigt Claudia Kunert ihre Mosaikkunst. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Für Claudia Kunert war der Tag des offenen Ateliers ein Segen. „Wir sind vor einem Jahr nach Falkensee gezogen und da bin ich an dem Atelierwochenende rumgezogen. Man lernt sonst schwer Leute kennen, wenn die Kinder aus dem Haus sind“, erzählt sie. Sie war begeistert von der kreativen Vielfalt in der Stadt. Und in diesem Jahr bringt sich die gebürtige Berlinerin selbst mit ein. Unter dem Logo „Scherbenzauber“ ist sie mit ihren Mosaiken dabei.

Claudia Kunert ist eine von vielen, die sich am Wochenende vom 6. und 7. Mai mit ihrer Kunst und mit ihrem Kunsthandwerk vorstellen. Mehr als 550 sind es im ganzen Land Brandenburg, 54 im Havelland. Mit 19 offenen Ateliers ist allein die Stadt Falkensee vertreten und damit das kreative Schwergewicht im Havelland.

Die Falkenseer Teilnehmer trafen sich zum Austausch im Museum der Stadt. Quelle: Marlies Schnaibel

In Falkensee hatte die heute landesweite Aktion einst ihren Anfang. 1993 fanden sich hier Künstler zusammen, um gemeinsam etwas zu machen. Textilgestalterin Monika Bieniek zählte damals zu den Initiatoren der Aktion, die seitdem stetig gewachsen ist. Von der ursprünglichen Idee – je ein Sonntag Anfang Mai und einer am Beginn der Adventszeit – ist der Frühjahrstermin geblieben.

Nun ausgedehnt auf zwei Tage Anfang Mai, stellen die Künstler sich, ihre Kunst und ihre Arbeitsbedingungen vor, laden zu Gesprächen ein, unterbreiten hier und da Angebote, sich selbst auszuprobieren, halten auch mal ein Stück Kuchen bereit und wollen auch etwas verkaufen.

Diese Einrichtungen machen mit

Brieselang: Winfriede Schmitt, Aquarellmalerei, Am Nest 3.

Neu Rohrbeck: Uwe Maggraf, Holzobjekte, Rohrbecker Damm 1A

Ketzin: Annette Wienen, Keramik, Paretz Hofer Str. 37. Anette Hollmann, Malerei, Porträt, Skulptur, Paretz Hofer Str. 36. Wolfgang Krause, Heimatlandschaften, Havelweg 2.

Schönwalde-Glien: Christiane Schulze, Keramik, Falkenseer Straße 89. Christine Link, Malerei und Keramik, Brandenburgische Straße 135, Gast: Barbara Nowy. Margrit Schober und Gaby Pinter, Keramik, Malerei und Skulpturen, Ulmenallee 8. Ingo Kuzia, Fotografie, Am Südhang 35.

Falkensee: Anja Budach, Acrylmalerei, Eulenstr. 21; Asel Temiralieva-Meyer, Filzkunst, Bredowstr. 147; Dorothea Link, Malerei und Radierungen, Falkenkorso 108; Kunst- und Fotogruppe VHS, Poststr. 15, nur 6. Mai; Galerie Schneeweiß, Porzellan bemalen und Ausstellung „Weibsbilder“, Poststr. 35; Grit Kohlmann, Malerei und Grafik, Dürerstraße 19. Hannelore Schulz, Malerei und Keramik, Nachtigallstr. 35, Gast: Bernd Meyer – Holz; Heide Kerwien, Kunst-Hof mit Malerei, Bildhauerei und Keramik, Pestalozzistr. 163, Gast: Anke Fischbeck. Heidemarie Hölters, Bildhauerei, Skulpturengarten, Salzburger Str. 9. Claudia Kunert, Mosaik, Spechtstraße 5a. Museum Falkensee, Grafikausstellung, Falkenhagener Straße 77. Petra Sauer, Malerei, Aquarell, Acryl, Wansdorfer Straße 11. Sabine Waldner, Perlateria mit Unikatschmuck, Handgefertigte Glasperlen, Seepromenade 52, handwerkliche Arbeiten von Flüchtlingen. Sabine Ostermann, Malerei und Grafik, Bahnhofstr. 49 a, Paul Bell Holzrestaurationen. Stephanie Meixner, Malerei und Collagen, Fontaneallee 22. Tanja Kramer-Katt, Fotografie Detail/Landschaft, Elbeallee 35. Petroula Papalexandrou und Monika Lorek mit Malerei und Mixed Media, Hirschsprung 22. Künstlergruppe (Karin Viesel, Wolfgang Sterrer, Thomas van der Linde, Katarina Monien und Judith Meisner) im ASB-Seminarhaus, Ruppiner Straße 15. Anna Filimonova, Malerei, Zaunkönigstraße 15.

Haage: Julia Streifler:

Perwenitz: Kulturmühle mit Gruppenausstellung, Perwenitzer Dorfstraße 1. Matthias Kupfernagel, Fotografie, Düttchens Höh 6. Mona Könen, Malerei, Fotografie und Objektbau, Düttchens Höh 5.

Priort: Michael A. Lachmund und Gäste; Malerei und Skulptur, Am Obstgarten 7.

Wustermark: Inken Völker und Gäste, Skulpturen, Bilder, Brandenburger Straße 31.

Lietzow: Frantek P. Riedel, Ausstellung „Stahl bewegt“, Hamburger Chaussee 12.

Die Sache mit dem Wochenende hat auch ihre Tücken, wie sich auf einer Gesprächsrunde der Falkenseer Teilnehmer im Museum der Stadt zeigte. „Ich bin nur am Sonntag dabei“, sagt die Malerin Anja Budach, „weil ich den anderen Tag nutzen will und mich selbst umschauen möchte.“ Ähnlich sehen das Monika Lorek und Petroula Papalexandrou aus Waldheim. Auch sie zeigen ihre Arbeiten nur am Sonntag, um am Sonnabend selbst bei anderen vorbeischauen zu können. Die Arbeiten in der Volkshochschule sind nur am Sonnabend zu besichtigen.

In der Volkshochschule stellt sich der Fotokurs vor. Quelle: VHS

Andere Künstler wählen den Weg, nicht in jedem Jahr teilzunehmen. So öffnet diesmal der Objektkünstler Heinz Bert Dreckmann sein Atelier nicht, sondern beteiligt sich an einer Gruppenausstellung in der Kulturmühle Perwenitz. Da bleibt genügend Zeit, sich umzuschauen und Gespräche zu führen.

Gerade diese Gespräche mit Besuchern machen den Reiz der Aktion für die Künstler aus. „Das bereitet große Freude, man bekommt Kritik, aber auch Streicheleinheiten“, beschreibt Malerin Petra Sauer ihre Eindrücke. Und die Aktion pflegt offensichtlich auch die Nachbarschaft, zu ihr kommen von nebenan Mutter mit Sohn und geben ein kleines Konzert mit Flöte und Geige.

Es gibt überhaupt viel zu sehen und zu erleben an diesem Wochenende. So bei der Künstlergruppe, die sich im ASB-Kulturhaus vorstellt. Da geht es durchaus international zu, wenn der Österreicher Wolfgang Sterrer auf die Norwegerin Katarina Monien trifft. Beide lassen sich da gern über die Schulter schauen: Sterrer bei seiner experimentellen Malerei, Katarina Monien bei ihren keramischen Arbeiten. Thomas van der Linde zeigt hier Druckgrafiken und wird einige Techniken vorführen. „Die Leute sind neugierig darauf, wie ein Werk entsteht“, hat auch Bildhauerin Heidemarie Hölters immer wieder beobachtet, sie zeigt Modell und Werk in ihrem Skulpturengarten und die Arbeitsschritte, die dazwischen liegen.

Die Falkenseer gehören zu denen, die in diesem Jahr die Landesbroschüre mit einem eigenen Flyer ergänzen. Auch das kunstreiche Schönwalde setzt auf einen separaten Flyer, um auf die Künstler der Kommune aufmerksam zu machen.

Im Vorfeld des Aktionswochenendes trafen sich die Falkenseer nicht nur im Museum, um über offene Ateliers zu reden. Die Vorstellung von Anja Budach, in Falkensee eine gemeinsame Herbstausstellung der Künstler und vielleicht auch Kunsthandwerker zu veranstalten, kam bei den Kreativen gut an. Bürgermeister Heiko Müller hielt die Idee durchaus für denk- und machbar. Vielleicht in der neuen Stadthalle, darüber sei immerhin schon mal diskutiert worden.

Von Marlies Schnaibel

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