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Havelland Falkensee redet über Demokratie und Toleranz
Lokales Havelland Falkensee redet über Demokratie und Toleranz
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00:34 10.10.2015
Toleranz schmeckt jedem. Quelle: dpa
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Falkensee

Wie tolerant und demokratisch ist Falkensee? Und was kann unternommen werden, damit die Stadt in diesen Bereichen noch besser abschneidet? Diese und andere Fragen kommen auf der ersten Demokratiekonferenz der Lokalen Partnerschaft für Demokratie zur Sprache, die am 10. Oktober um 10 Uhr in der Aula der Kantschule, Kantstraße 17, stattfindet. Dort sollen auch erste konkrete Projektideen entwickelt werden. Alle Bürger sind eingeladen mitzureden, für Gebärdendolmetscher ist gesorgt. „Die Demokratiekonferenz ist ein guter Anlass, um auf eine einfache und konkrete Art miteinander ins Gespräch zu kommen und etwas für Falkensee zu bewirken“, sagt Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Das Ganze dürfe auch Spaß machen, meint Matthias Hofmann von der Fach- und Koordinierungsstelle der Lokalen Partnerschaft.

Die Lokale Partnerschaft gibt es seit drei Monaten; sie entstand im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Bund fördert das Projekt bis 2019 mit jährlich 55 000 Euro, die Stadt Falkensee gibt 2016 und 2017 noch einmal jeweils 5000 Euro dazu und in den beiden darauffolgenden Jahren sogar jeweils 10 000 Euro.

Gefördert werden Projekte, die sich gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit, Gewalt und Rechtsextremismus sowie für eine Willkommenskultur und ein demokratisches Miteinander einsetzen. Die Hürden sind dabei bewusst niedrig gehalten, „auch eine 16-Jährige soll einen Antrag stellen können“, sagt Matthias Hofmann. Über die Anträge entscheidet ein Begleitausschuss, der sich aus Vertretern von Vereinen, Kirchen und Initiativen und Schulsozialarbeitern zusammensetzt. „Das Bündnis steht auf breiten Füßen“, sagt Falkensees Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Manuela Dörnenburg. Der Begleitauschuss kann auch selbst Projekte entwickeln. In diesem Jahr wurden bislang das Filmprojekt eines Asylbewerbers aus dem Heim in der Kremmener Straße, das Falkenseer Stadtevent sowie ein Shuttlebus zum Kino gegen Rechts in Nauen unterstützt; außerdem übernimmt man das Honorar einer Traumatherapeutin, welche die Mitglieder der Willkommensinitiative darin fortbildet, wie man mit traumatisierten Menschen umgeht.

Die Demokratiekonferenz soll ab 2016 zweimal im Jahr stattfinden. Schon vorher, am 14. November, gibt es eine ähnliche Veranstaltung für Jugendliche. Bürgermeister Heiko Müller hofft auf diesem Weg auf mehr politische und gesellschaftliche Partizipation der jungen Leute, nachdem das Jugendparlament vor einigen Jahren gescheitert war. „Die Wirksamkeit des Jugendparlaments war eher gering, es gab kaum politische Impulse“, sagt Müller. Die Mitglieder hatten damals fast dieselben Rechte und Pflichten wie die Stadtverordneten und wurden mit sämtlichen politischen Themen der Stadt konfrontiert. „Das ist einfach langweilig für Jugendliche“, meint Heiko Müller. Er bevorzugt daher für die Zukunft eine projektbezogene Einbindung der Jugend. „Nach unserer Erfahrung funktioniert so etwas deutlich besser“, so das Stadtoberhaupt.

Von Philip Häfner

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