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Falkensee wächst weiter

Haushaltsentwurf Falkensee wächst weiter

So eine Situation wie im vergangenen Jahr wollen die Falkenseer nicht noch mal erleben. Damals hatten sie mühsam ihren Haushalt fürs Folgejahr zusammengezimmert - und dann erhöhte der Landkreis die Kreisumlage um zwei Prozent, allein Falkensee musste 900.000 Euro zusätzlich berappen. Nun ist den Abgeordneten der Haushaltsentwurf für 2017 vorgelegt worden.

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Ewiger Plan: Die Burattino-Kita soll umgebaut werden.
 

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee.  So eine Situation wie im vergangenen Jahr wollen die Falkenseer nicht noch mal erleben. Da hatten sie mühsam ihren Haushalt fürs Folgejahr zusammengezimmert und dann erhöhte der Landkreis die Kreisumlage um zwei Prozent, allein Falkensee musste 900 000 Euro zusätzlich berappen. Nun ist den Falkenseer Abgeordneten der Haushaltsentwurf für 2017 vorgelegt worden.

„Wir erwarten vom Landkreis eine Senkung der Kreisumlage, mindestens um einen Prozentpunkt“, hatte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) die Falkenseer Position beschrieben. Sonst hätten die Kommunen kaum noch einen Spielraum. Somit haben die Falkenseer ihren Plan schon mal auf 43,5 Prozent Kreisumlage aufgebaut. Im vergangenen Jahr waren 44,5 Prozent gefordert.

Auf dieser Grundlage konnte Kämmerer Ralf Haase einen ausgeglichenen Entwurf vorlegen, die Stadt ist schuldenfrei und plant keine weiteren Kredite. Das Wachstum der Stadt spiegelt sich auch in dem Zahlenwerk nieder: mehr Einwohner, mehr Zuwendungen, mehr Steuern. Der Ergebnishaushalt liegt 4,5 Millionen Euro über dem des Vorjahres, das ist eine Steigerung von mehr als fünf Prozent. Somit setzt sich die solide und stetige Entwicklung der letzten Jahre fort. Nun stehen fast 79,5 Millionen Euro im Ergebnishaushalt zur Verfügung.

Bei den geplanten Investitionen stehen einige Brocken im Plan, das meiste Geld fließt in den Kita- und Schulbereich: 2 Millionen Euro sollen für den Neubau der Kita am Rohrbecker Weg zur Verfügung stehen, 1,8 Millionen Euro für den Umbau der Burattino-Kita zum Hort, 1,45 Millionen Euro für die neue Sporthalle des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums. 1 Million Euro soll eingesetzt werden, um den seit Jahren verzögerten Umbau des Rathauses in Angriff zu nehmen. Erste Arbeiten haben begonnen, zwischen Rathaus und Nebengebäude soll ein Verbindungsbau mit Fahrstuhl entstehen. Auch beim Hallenbad soll es nach dem Willen der Stadtverwaltung weitergehen: 1 Million Euro Planungskosten sind aufgelistet. Die Summe stand so bereits vor einem Jahr im Haushaltsentwurf, war aber damals von der Mehrheit der Abgeordneten gestrichen worden. Für den Bereich Geh- und Radwegebau sind nur 148 000 Euro eingeplant, in den Vorjahren waren es jeweils eine halbe Millionen Euro gewesen, allerdings war die Summe nie ausgegeben worden, weil sich Planungen für den entsprechenden Wegebau sehr in die Länge zogen. Nun könnte der seit Langem geplante Geh-Rad-Weg zwischen Rathauskreuzung und Fischerweg endlich kommen, ein dem Vorhaben im Weg stehendes Privatgebäude wurde inzwischen zurückgebaut.1,3 Millionen Euro sind für Instandhaltungsarbeiten vorgesehen, sie fließen unter anderem in die „brandschutztechnische Ertüchtigung“ von öffentlichen Gebäuden.

Die Personalkosten steigen, auch weil 5,5 Stellen neu geschaffen werden – für die Feuerwehr, im Bauamt, im Bürgeramt, in der Kita-Verwaltung und in den Kitas.

Der vorgelegte Haushaltsentwurf wird jetzt in den Fraktionen und Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung beraten, die SVV hat das letzte Wort.

Von Marlies Schnaibel

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