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Falkensee will Geschäfte mit Kirgisistan

Havelland Falkensee will Geschäfte mit Kirgisistan

Asel Temiralieva-Meyer aus Falkensee im Havelland ebnete den Weg Kirgisistans auf die Grüne Woche 2017. Sie gehörte jüngst zu einer deutschen Delegation, die in das zentralasiatische Land reiste dort und zwischen kirgisischen und deutschen Firmen vermittelte. Nun sollen neue Partnerschaften entstehen.

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Sie engagiert sich in Falkensee und Kirgisistan.
 

Quelle: Judith Meisner

Falkensee/Bischkek.  „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich mit der Delegation von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt nach Kirgisistan reisen durfte“, sagte Asel Temiralieva-Meyer aus Falkensee dieser Tage nach ihrer Rückkehr. Sie hatte in ihrer Heimat geholfen, den Auftritt Kirgisistans auf der Grünen Woche im kommenden Jahr vorzubereiten.

Die Ökonomin lässt seit 2003 im zentralasiatischen Land Pantoffeln und andere Produkte aus Filz herstellen und importiert sie nach Deutschland. Vor einem Jahr wurde sie Repräsentantin für Zentralasien und Kirgisistan bei der Messe Berlin GmbH. „Filz ist meine große Leidenschaft“, sagt die 52-Jährige. Dabei hat sie Betriebswirtschaft studiert und Anfang der 90er-Jahre in St. Petersburg promoviert. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Es folgten Jahre in Berlin und seit 2004 wohnt die Familie in Falkensee.

Asel Temiralieva-Meyer und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt in Kirgisistan

Asel Temiralieva-Meyer und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt in Kirgisistan.

Quelle: privat

In der Hauptstadt Bischkek stellte Asel Temiralieva-Meyer nun mehrere landwirtschaftliche Betriebe und deren Produkte vor, die sich für den Export nach Deutschland eignen. Sie fungierte als Vermittlerin zwischen ihrem Heimatland und der deutschen Delegation. Eine Kooperation mit dem Ziel, Kirgisistan und seine Erzeugnisse auf der Grünen Woche zu präsentieren, wurde beschlossen.

Seit zwei Jahren hatte das Land nicht mehr an der größten Agrarmesse der Welt in Berlin teilgenommen. „Dafür gibt es zwei Gründe, die Bauern sind nicht so gut in Verbänden organisiert wie in Deutschland. Der zweite Grund: die hohen Kosten für einen Messeauftritt“, sagte Asel Temiralieva-Meyer.

2017 wird Kirgisistan wieder auf der Grünen Woche präsent sein. Ein 50 Quadratmeter großer Stand wurde von der Delegation und ihren asiatischen Partnern beschlossen. Dort wird es Quinoa aus Asien geben: „Das trendige Lebensmittel, eine Pflanze für Gemüse oder Salat, stammt zwar aus Südamerika, aber in unserem Hochgebirge findet es eine ganz ähnliche Umgebung wie in den Anden. Es wird für den Export angebaut“, sagte die 52-Jährige. Auch Reis, Walnüsse aus traditionellen Plantagen, Tomatenkonzentrat und Trockenfrüchte werden auf der Grünen Woche präsentiert. Eine der Spezialitäten ist Fleisch vom Yak. Die Tiere leben auf 2000 Metern Höhe und grasen auf Weiden, Industriefutter bekommen sie nicht. Asel Temiralieva-Meyer setzt auf den Trend der bewussten Ernährung. Das edle Yakfleisch, geschmacklich zwischen Rind und Wild angesiedelt, ist eine Alternative zu den Billigangeboten, die immer mehr Menschen satt haben.

Damit hofft sie, den Export nach Deutschland anzukurbeln. Auch an Einfuhren nach Kirgisistan hat sie gedacht: Merinofleisch-Schafe erfüllen gleich einen doppelten Nutzen, denn in dem Land wird viel Lamm gegessen. Außerdem eignet sich die Wolle für die vielen traditionellen Produkte aus Filz, die von Frauen in Kooperativen hergestellt werden.

Von Judith Meisner

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