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Falkensee wird verdichtet

Wohnungsbau ohne Ende Falkensee wird verdichtet

100 bis 120 Wohnungen könnten im Falkenseer Akazienhof von Falkensee neu entstehen. Nur eines von drei Wohnungsbauprojekten, mit denen sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Montagabend befasst haben. Grundsätzlich sprachen sie sich für alle Vorhaben auf, wenn auch mitunter mit Bauchschmerzen.

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In Falkensee entstehen viele neue Wohnungen

Quelle: Konrad Radon

Falkensee. 100 bis 120 Wohnungen könnten im Falkenseer Akazienhof neu entstehen. Es ist eines von drei Wohnungsbauprojekten, mit denen sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Montagabend befasst haben. Grundsätzlich sprachen sie sich für alle Vorhaben aus, wenn auch mitunter mit Bauchschmerzen.

So kann die Wohnungszahl am Akazienhof nur erreicht werden, wenn viergeschossige Häuser errichtet werden. „Muss es immer die maximale Höhe sein, hätten nicht Dreigeschosser und Satteldächer auch gereicht?“, fragte Günter Chodzinski (Grüne) mit Blick auf die niedrige Bebauung auf der Ostseite des Areals. „Wir wollen die Wohnraumverdichtung im Zentrum, wollen Urbanität“, sagte Norbert Kunz (Linke).

Ein Ja zur dichten Bebauung im Zentrum kam auch von Architekt Thomas Lenkitsch, der als berufener Bürger im Ausschuss sitzt. Bürgermeister Heiko Müller (SPD) verwies auf den wirtschaftlichen Aspekt: „Wir dürfen nicht nur die Gutverdienenden sehen, die sich ein Grundstück mit Häuschen leisten können.“

Bauboom hält an

Falkensee wächst wie keine Stadt im Osten Deutschlands : Die Bevölkerungszahl hat sich seit der Wende mehr als verdoppelt, die Fläche der Kommune bleibt jedoch unverändert.

Der Bauboom hält an: 673 Bauanträge sind im vergangenen Jahr in der Falkenseer Verwaltung eingegangen. Der Wert liegt damit auf dem Niveau der Vorjahre. Bei den Anträgen handelte es sich in 222 Fällen um Wohnungsbau, davon waren 123 Einfamilienhäuser, 20 gewerbliche Anträge, etwa zur Umsiedlung von Firmen aus dem Zentrum ins Gewerbegebiet, und fünf öffentliche Einrichtungen, darunter Polizeiwache und Rettungswache.

Zentrum und Falkenhorst sind als Wohnvorrangsgebiete eingeordnet. Falkensee weist viele Einfamilienhäuser auf, bietet aber auch Mehrfamilienhäuser, Geschossbau und Wohnblocks.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass die mehrgeschossigen Häuser im Zentrum gut stehen: Hier existiert Bus- und Bahnanbindung, sind Geschäfte und Kultureinrichtungen zu finden. Ein Argument, warum auch die Forderung von Parkplätzen sehr eng ausfiel: Nur ein Stellplatz pro Wohnung wird dem Investor als Pflicht auferlegt, es dürfte künftig eng werden im Revier. Die Abgeordneten befürworteten die vorgelegte Abwägung für den Bebauungsplan F 4, an dem seit Jahrzehnten gewerkelt wird.

Mit einer Tiefgarage soll das Parkproblem an einem anderen Standort gelöst werden. An der Seegefelder Straße soll das Agon-Möbelkaufhaus abgerissen werden und Wohnhäusern weichen. Ursprünglich war von einem Parkhaus parallel zur Bahn die Rede. Das geht nicht, weil dort eine Trinkwasserdruckleitung verläuft. Nun werden die Pläne verändert, darin muss auch das jüngst vorgelegte Schallschutzgutachten eingearbeitet werden. Der ICE sorgt für einen Lärmpegelbereich 5, das erfordert besonders teure Schallschutzfenster, mit etwa 11000 Euro pro Fenster muss gerechnet werden, hieß es im Ausschuss.

Ob das über die Anlage der Räume und Fenster oder über eine transparente Schallschutzwand gelöst wird, müssen weitere Entwürfe zeigen. Prinzipiell unterstützten die Abgeordneten aber das Vorhaben, hier Wohnungsbau in Mehrgeschossern, erschlossen mit Fahrstühlen, zu ermöglichen.

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„Es gibt wieder eine Tendenz zu mehr verdichteter Bebauung“, sagte Heiko Müller, er plädierte dafür, geeignete Flächen für größere Mietshäuser auch dafür zu nutzen und nicht für Eigenheimbebauung freizugeben. Der Bürgermeister sagte das mit Blick auf den Bereich „Falkenhorster Heide“, der sich durch die Nähe zu den Sechsgeschossern am Falkenhorst für dichtere Bebauung anbietet.

Von Marlies Schnaibel

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