Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Falkensee Die Stadt plant Tausende neue Parkplätze
Lokales Havelland Falkensee Die Stadt plant Tausende neue Parkplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:48 11.10.2018
Das Fahrrad-Chaos am Bahnhof Falkensee soll dank Hunderter neuer Stellplätze bald der Vergangenheit angehören. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Falls alles genauso umgesetzt wird, können sich die Falkenseer unter anderem auf zwei neue Parkhäuser, neue Park + Ride-Flächen und jede Menge neue Fahrradstellplätze freuen – und über Gesamtkosten in Höhe von 18 Millionen Euro. Das Berliner Büro „Stadtraum“ hat seinen Schlussbericht zum „Parkraumkonzept für das Stadtzentrum Falkensee“ im Foyer der Stadthalle vorgestellt. Rund 50 Bürger kamen und diskutierten mit.

Ein Parkhaus auf den Gelände des Güterbahnhofs

Ein Konzept ist zwar noch keine konkrete Planung. Jede einzelne Maßnahme muss ja noch durch die Ausschüsse und am Ende auch finanziell unterlegt sein. Und doch ist nicht unwahrscheinlich, dass viele der vorgestellten Lösungsansätze am Ende auch realisiert werden.

Hintergrund

Stufe 1: Nördlich des Bahnhofs werden die Fahrradbügel durch Doppelstockparker ersetzt. Am Haltepunkt Seegefeld sollen 90 neue Parkplätze entstehen. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wird ein Parkhaus gebaut. Gesamtkosten rund neun Millionen Euro.

Stufe 2: Auch südlich des Bahnhofs werden die Fahrradbügel durch Doppelstockparker ersetzt, so dass es am Bahnhof rund 1450 Fahrradstellplätze gibt. Erweiterung des Parkplatzes in Segefeld um 230 Plätze. Gesamtkosten 1,2 Millionen Euro.

Stufe 3: In Seegefeld könnten weitere 440 Parkplätze entstehen, in Finkenkrug 100. Ecke Potsdamer Straße/Finkenkruger Straße könnte ein Parkhaus mit 380 Plätzen gebaut werden. Gesamtkosten rund 7,5 Millionen Euro.

Eine große Rolle in den Planungen spielt das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Auf der brachliegenden Fläche im östlichen Bereich der Innenstadt könnten mehr als 600 neue Parkplätze entstehen. Auf ebener Fläche könnten dort etwa 490 neue Parkplätze gebaut werden, die über Akazienstraße und Poststraße erschlossen werden sollen. Allerdings ist das Gelände des Güterbahnhof ziemlich langgestreckt. Das heißt, wer im hinteren, östlichen Bereich der neuen Parkfläche sein Auto abstellt, braucht von dort bis zu neun Minuten in die Falkenseer Innenstadt.

Fahrräder werden übereinander abgestellt

Die Planer empfehlen deshalb den Bau eines Parkhauses ganz im Westen des ehemaligen Güterbahnhof. Je nach Größe könnten dort etwa 640 Autos unterkommen. Und der Weg in die Innenstadt würde sich von neun auf fünf Minuten verkürzen. Allerdings liegen auch die Kosten für ein Parkhaus (10 000 bis 20 000 Euro je Stellplatz) deutlich höher als die für eine ebenerdige Parkfläche (2500 bis 4000 Euro je Stellplatz).

Neue P+R-Flächen für Seegefeld und Finkenkrug

Das Schaffen zusätzlicher Fahrradstellplätze könnte leicht bewerkstelligt werden, ohne neue Flächen ausweisen zu müssen: Die Fahrradbügel auf der Nordseite des Bahnhofs sollen dem Konzept zu Folge durch sogenannte Doppelstockparker ersetzt werden. Auf der gleichen Flächen könnten dann etwa 750 statt aktuell knapp 420 Räder untergebracht werden. Auf der südwestlichen Bahnhofsseite könnten außerdem bis zu 126 Fahrradboxen aufgestellt werden, in denen auch teure E-Bikes sicher verstaut werden können.

Das Einrichten von Park+Ride-Plätzen in der Nähe anderer Pendler-Bahnhöfe ist die dritte große Maßnahme zur Lösung des Parkproblems: Laut dem vorgestellten Konzept sollen in Seegefeld rund 90 Parkplätze für Pendler entstehen. Später könnte auch in Finkenkrug eine entsprechende Fläche hergerichtet werden.

600 zusätzliche Parkplätze werden benötigt

Nach einer Prognose, die auch den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs berücksichtigt, braucht Falkensee in den kommenden Jahren knapp 600 zusätzliche Parkplätze für Autos und knapp 700 Stellplätze für Fahrräder. Weil niemande mit Sicherheit sagen kann, ob die Prognose tatsächlich so eintritt, wird in dem vorgestellten Parkraumkonzept eine dreistufige Erweiterung der Parkflächen empfohlen.

Stufe 1 umfasst das Aufstocken der bestehenden Fahrradstellflächen, neue Parkplätze für Pendler in Seegefeld und die Öffnung der Güterbahnhofsfläche. Stufe 3 zum Beispiel beinhaltet den Bau eines Parkhauses in der Potsdamer Straße – falls der Bedarf an Parkplätzen durch die in Stufe 1 und 2 umgesetzten Maßnahmen noch nicht gedeckt sein sollte.

Umsetzung wird mehrere Jahre dauern

Der Schlussbericht empfiehlt auch Maßnahmen, durch die zwar keine neuen Stallflächen entstehen, die das Parken aber trotzdem erleichtern können: An einigen Stellen in der Innenstadt ist das Parken für 15 Minuten erlaubt, an anderen für 30 oder 45. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Regelungen! Die – so die Planer sollten dringend auf maximal fünf reduziert werden.

Die Umsetzung aller Maßnahmen wird mehrere Jahre dauern. Die Aufstockung der Fahrradstellplätze könnte möglicherweise aber schon 2019 beginnen.

Von Ralf Stork

Eine 78-jährige Falkenseerin wurde Dienstag Opfer von Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben. Die Täter erbeuteten Bargeld und Schmuck.

10.10.2018

Seit 15 Jahren frisiert Ursula Stewin große und kleine Vierbeiner in Falkensee. Die MAZ hat ihr anlässlich des Welthundetages über die Schulter geschaut.

10.10.2018

Vor einem Monat verkündete der Investor das Aus für das Einkaufscenter See-Carré in Falkensee, nun stellte er seine neuen Pläne vor. Demnach sollen Wohnungen für bis zu 1000 Menschen gebaut werden.

09.10.2018