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Falkensee 30. Lauf der Sympathie ist Auftakt des Havelland-Cups
Lokales Havelland Falkensee 30. Lauf der Sympathie ist Auftakt des Havelland-Cups
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18:32 08.03.2019
Dichtes Gedränge beim Start des Lauf es der Sympathie. Quelle: Holger Kohl
Falkensee

Das Zittern dauerte am 25. März 1990 bis zuletzt: Klappt es am Grenzübergang oder nicht? Dürfen die Läufer ohne Grenzkontrolle aus der DDR in die BRD laufen? Kurz nach 10 Uhr dann die Antwort: Alle Läufer konnten ohne Grenzkontrollen passieren, liefen den 1. Lauf der Sympathie zwischen Falkensee und Spandau.

Symbolträchtiger Volkslauf

An die Anfänge wird heute gern erinnert, weil er so symbolträchtig war und weil er der Anfang für eine starke Tradition geworden ist. Am 17. März wird nun bereits zum 30. Mal zum Lauf der Sympathie von Falkensee nach Spandau eingeladen. Waren es anfangs einige hundert Läufer, gehen inzwischen zwei- bis dreitausend Sportfreunde auf die Strecke.

Organisatorische Hürden

Nicht das Einzige, das sich geändert hat. Vor 30 Jahren mussten die Organisatoren noch vor dem Lauf eine Namensliste bei den Grenzbehörden hinterlegen. Das gab es nur beim ersten Lauf. Aber bis heute haben sich andere organisatorische Hürden aufgetan. „Datenschutz, Sicherheit, Brandschutz – das sind drei Schlagworte, die es immer schwerer machen, eine Veranstaltung zu organisieren“, sagt Birgit Faber vom TSV Falkensee. Manchmal waren die Organisatoren kurz davor, den Lauf abzusagen.

VfV Pädagogik und TSV aktiv

Der TSV betreibt seit 2005 von Falkenseer Seite die Vorbereitung des Laufes, vorher war es die VfV Pädagogik Falkensee. Beim ersten Lauf kurz nach dem Mauerfall ging der Impuls noch vom DTSB-Kreisvorstand und dessen Vorsitzenden Waldemar Schorr aus. Auf Spandauer Seite liefen von Anfang an die Fäden beim Verein für Volkssport Spandau 1992 zusammen.

Oberorganisator Klaus Scholz vor dem Spandauer Rathaus. Dort befindet sich am Sonntag das Ziel des Lauf der Sympathie. Quelle: Philip Häfner

 

Seit vielen Jahren ist Klaus Scholz hier der Oberorganisator. Er dankt vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern, die dazu beitragen, dass der Lauf zu so einer sympathischen Veranstaltung wird. Allein auf Falkenseer Seite stehen 80 Helfer des TSV an der Strecke.

Anfeuern erwünscht

Und Klaus Scholz hat auch eine Bitte an die Falkenseer und Spandauer: „Bitte unterstützen Sie die vielen Freunde des Laufsports im gesamten Bereich lautstark.“ Wer nicht mitlaufen kann, der kann anfeuern.

Gewandeltes Profil

Die Veranstaltung ist mehr als ein Leistungsvergleich von Läufern. „Das Profil hat sich mit der Zeit etwas gewandelt“, sagt Birgit Faber, „der Lauf entspricht der neuen Ausrichtung des Sportes hin zu mehr Breitensport, zu mehr Bewegung, Spaß, Geselligkeit und Gesunderhaltung.“ Zwar sind auch Läuferprofis am Start, aber für die meisten gilt: Loslaufen und ankommen.

Der Startschuss zum Lauf der Sympathie fällt in Falkensee. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Trommelgruppen Samba-Kids und Samba Beazz sorgen für Stimmung. Am Startpunkt wird von einer Bühne Stimmung gemacht, um die Läufer auf Touren zu bringen.

Neuer Startplatz

Zu den Veränderungen zählt in diesem Jahr auch ein neuer Startpunkt: Los geht es um 11 Uhr auf dem Parkplatz Scharenbergstraße an der neuen Stadthalle. Von dort geht es durch den Zank-Gericke-Weg zur Bahnhofstraße, dann über Seegefelder Straße zum Bahnhof Albrechtshof, über die Hamburger und Spandauer Straße dann nach Spandau bis in die Altstadt.

Strecke neu vermessen

„Die Strecke musste neu vermessen werden, damit sie auch wirklich die zehn Kilometer beträgt“, erklärt Birgit Faber. Das war eine der vielen Dinge, die im Vorfeld des Laufes geklärt werden mussten. Seit September kommen Vertreter der beiden Sportvereine, der Kommunen, von Polizei und BVG zusammen, um alles zu klären. Vom Dixie-Klo bis zur Medaille, die in diesem Jahr eine große 30 enthält, muss alles geklärt werden.

Start an der Stadthalle

Der 30. Lauf der Sympathie startet am Sonntag, dem 17. März, um 11 Uhr an der neuen Stadthalle von Falkensee. Ziel ist das Rathaus Spandau.

Die Laufstrecke des Hauptlaufes ist 10 Kilometer lang, an der Stadtgrenze beginnt der 5-Kilometer-Lauf.

Die Zeitmessung erfolgt über den Real-Time-Champion-Chip.

Den 1. Lauf 1990 hatten Steffen Matthes bei den Männern und Monika Lieske bei den Frauen gewonnen, beide vom ASK Potsdam.

Und auch das hat sich geändert: Zu den beiden Schirmherren, dem Falkenseer Bürgermeister Heiko Müller und dem Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, kommt ein dritter hinzu. Landrat Roger Lewandowski ist Schirmherr des erstmals ausgetragenen Havelland-Cups. Der besteht aus sieben Läufen und nimmt am 17. März mit dem Lauf der Sympathie in Falkensee seinen Anfang.

Von Marlies Schnaibel

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