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Falkensee Abitreff nach 60 Jahren
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09:11 23.05.2018
Die ehemaligen Abiturienten besuchten auch die Weide, die sie vor zehn Jahren am Falkenhagener Anger gepflanzt haben. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

An den monatlichen Schülerball im Musiksaal der ehemaligen Oberschule in Falkensee kann sich Rolf Bremer noch genau erinnern. „Den gab es für Schüler ab der zehnten Klasse. Auf der Bühne lief lebendige Musik, manchmal hat auch eine Liveband gespielt“, so der heute 78-Jährige. Eines war aber im Grunde Tabu: „Alkohol gab es nicht, höchstens ein paar Mischgetränke“, erzählte Bremer. Das ein oder andere Mal stand er als Violinist auch selbst auf der Bühne.

Die ehemaligen Schüler haben sich noch einmal zum Klassenfoto aufgestellt. Quelle: Tanja M. Marotzke

Dienstag, 60 Jahre später, stand Rolf Bremer wieder in diesem Musiksaal, wieder spielte er auf seiner Geige. Im Publikum, die Gesichter von damals. Es war das diamantene Abiturtreffen der Abschlussklasse von 1958. Gemeinsam erkundeten die ehemaligen Schüler ihren alten Schulhof, der sich im Laufe der Zeit stark verändert hat. Vom ursprünglichen Schulgelände sind nur das Musiksaalgebäude und der rote Backsteinbau, in dem sich heute die Bibliothek befindet, geblieben. „Dort, wo heute die neue Stadthalle steht, standen früher noch Schulbaracken aus Holz, in denen auch ich mein Abitur gemacht habe“, erzählte Sigrid Wucke.

Gute Erinnerungen an die Schulzeit

Die ehemalige Abiturientin und heutige Stadtverordnete lebte zwischenzeitlich im Rheinland und ist seit knapp 18 Jahren wieder in Falkensee ansässig. An ihre Schulzeit hat sie fast nur positive Erinnerungen. „Ich bin hier zwölf Jahre zur Schule gegangen und konnte mit dem Fahrrad hinfahren, besser ging es doch gar nicht. Das politische System war dabei die Kehrseite“, sagte sie. Hätte sie sich nicht so sehr als Solistin engagiert und gute Noten gehabt, wäre sich Sigrid Wucke heute nicht mehr sicher, was aus ihr geworden wäre.

Rolf und Christa Bremer sind seit der 9. Klasse ein Paar

Ihre Schulzeit genossen haben auch Rolf und Christa Bremer. Das Ehepaar lernte sich schon in der Schule kennen. „Ende der neunten Klasse habe ich mir einen Ruck gegeben und ihr ein Passbild überreicht, seither sind wir zusammen“, erzählte Rolf Bremer. Das Ehepaar lebt noch heute in Falkensee. Trotz aller Veränderungen erkennt Rolf Bremer seinen Schulhof wieder. „Das schöne ist ja, dass die prägnanten Gebäude heute noch stehen und auch genutzt werden“, freut sich der 78-Jährige.

Ulrich Lehmann war 22 Jahre alt, als er als Lehrer nach Falkensee kam

Unter den Gästen des Abituriententreffs war Ulrich Lehmann. Er unterrichtete damals Mathe und kam als ganz junger Lehrer nach Falkensee. „Ich hatte gerade mein Studium abgeschlossen und als 22-jähriger Lehrer meine erste Klasse übernommen“, erinnerte sich der Falkenseer. Alle Schüler habe er jetzt nicht auf den ersten Blick erkannt. Bei anderen wiederum wusste er sofort, wen er da vor sich hat. „Da es meine erste Klasse war, bin ich mit diesen Schülern natürlich noch einmal stärker verbunden als mit anderen“, so der 82-Jährige.

Später fuhren die Abiturienten zur ihrer Weide am Anger

Von den ursprünglich 73 Abiturenten kamen Dienstag noch knapp 20 Personen. Einige sind bereits gestorben, andere konnten das straffe Programm nicht mehr absolvieren. Denn nach dem rasch durchgetakteten Rundgang durch Bibliothek und Stadthalle fuhren die Senioren weiter in ein Hotel bei Rheinsberg. Am nächsten Tag ist eine Dampferfahrt geplant. Bevor sie aufbrachen, kümmerten sie sich aber noch um ihre Weide am Falkenhagener Anger. Diese pflanzten die ehemaligen Schüler bei ihrem Treffen vor zehn Jahren.

Von Danilo Hafer

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