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Falkensee Acht Bands stellen sich
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18:16 31.08.2018
Ohne Gitarre ging beim Band-Contest Falkensee gar nichts. Quelle: Carsten Scheibe
Falkensee

Uwe Abel war sichtlich aufgeregt. Angespannt und zugleich euphorisiert, lief er am Donnerstagabend durch die Falkenseer Stadthalle, um zu überprüfen, ob die Musiker bereit sind, die Jury auf ihren Plätzen sitzt und die Zuschauer alle den Weg in das Foyer gefunden haben.

Neuer Bandcontest

Der Musikfreund, der seit vier Jahren die Open Stage in der Elsterklause mitorganisiert, zeichnet zusammen mit dem Potsdamer Musiker Tobias Lettow verantwortlich für den ersten Bäänd-Contest in Falkensee: „Die Stadt Falkensee hatte die Idee zu einem neuen Bandcontest, um das Programm rund um das Falkenseer Stadtfest noch etwas zu erweitern. Über Heiko Richter, der ja die Events in der Stadthalle plant, wurde der Gedanke an uns herangetragen. Wir hatten bei diesem ersten Anlauf nur wenig Zeit, um alles zu organisieren. Umso zufriedener sind wir, dass am Ende bei elf Anmeldungen tatsächlich acht lokale Bands auf der Bühne standen, um sich dem kritischen Ohr des Publikums zu stellen.“

Musik auf zwei Bühnen

Die Bands, die auf einen Sieg im Bäänd-Contest hofften, spielten abwechselnd auf der kleinen Bühne im Foyer und auf der großen Bühne in der Veranstaltungshalle. So gab es für die Zuschauer keine lästigen Umbaupausen und sie konnten von 19 Uhr bis kurz nach Mitternacht nonstop Live-Musik genießen. Übrigens zum Nulltarif, denn es wurde kein Eintrittsgeld erhoben. Dass trotzdem nur knapp einhundert Zuschauer erschienen waren, um die lokalen Bands zu unterstützen, war denn auch der einzige Wermutstropfen des Abends. Uwe Abel: „Wir hoffen, dass bei einer Wiederholung im kommenden Jahr mehr Besucher zu uns finden. Aller Anfang ist eben schwer.“

Mädchenkombo aus Ketzin

Den Start macht eine Mädchenkombo namens ETEA. Der Bandname gibt die Anfangsbuchstaben der vier Musikerinnen wieder, die alle von der Musikschule Ketzin kommen und Pop, Jazz und Folk spielten. Eyleen Röse (15), Gitarristin von ETEA: „Uns gibt es seit vier Jahren. Wir finden den Contest eine tolle Sache. Wir können anderen Bands zuhören, neue Musikstile entdecken, aber auch im Wettbewerb sehen, wo wir stehen. Wir waren zufrieden mit unserem Auftritt. Es war ziemlich cool, da oben auf der Bühne. Aber bis zum Ende des Contests können wir nicht bleiben. Wir haben ja Schule am nächsten Tag.“

Gemischtes Publikum

Das Publikum – gemischt. Viele Rocker in schwarzen Shirts mit langen Bärten und Tattoos standen einträchtig neben stolzen ETEA-Müttern und Falkenseer Bürgern. Nach ETEA spielten auch noch F2BA, die Uwe Mikulla Band, Sushi for Bob, Systemstörung, Bootsmann, Heidelberg und Cunning Stuff. Besucher Jörg Springer aus Falkensee: „Ich kann keine Musik machen und ich würde es mich nie trauen, mich hier auf die Bühne zu stellen. Hochachtung vor allen jungen Bands, die sich das hier zutrauen.“

Die Zuschauer konnten nach jedem Gig ihren Beifall zollen – und einen Flyer in einen bereitgestellten Metalleimer werfen. Die Band, die am Ende die meisten Zettel haben sollte, gewann den Publikumspreis. Es gab aber auch eine Fach-Jury, bestehend aus Torsten „Spreewilder“ Starke, Michael Kelly, Thomas Böhme und Tobias Lettow. Sie vergab nach jedem Auftritt bis zu 40 Punkte in Kategorien wie Bühnenpräsenz, Gesang, Rhythmusgefühl oder Gemeinsames Spiel.

20 Minuten durfte jede Band spielen. Maximal eine Zugabe war möglich. Heiko Richter: „Der Donnerstag war ja auch schon zu Schrääg-rüber-Zeiten immer der Abend für die Live-Musik. Deswegen hat sich auch das Doppel-ää in den Namen Bäänd-Contest geschummelt. Alle Kosten für den Abend hat übrigens die Stadt Falkensee getragen.“

Sieger aus Dallgow

Kurz nach Mitternacht stand der Gewinner des ersten Bäänd-Contests fest: Cunning Stuff aus Dallgow-Döberitz hatten die Stadthalle mit hartem Rock überzeugt. Die Band darf nun am Samstag auf dem Stadtfest als Vorband vor dem Haupt-Act spielen.

Von Carsten Scheibe

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