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Falkensee Blühende Oasen laden zum Besuch
Lokales Havelland Falkensee Blühende Oasen laden zum Besuch
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00:36 29.04.2018
Bredows Grüne Oase der Stutenmilchfarm lockte schon am Wochenende Besucher an. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Tulpengelb, Stiefmütterchenblau, Magnolienrosa – jetzt wird es bunt. Die Blüten öffnen sich. Und die Gärten tun es auch.

Die landesweite Initiative Offene Gärten und die Urania Potsdam luden am vergangenen Wochenende erstmals für dieses Jahr ein, in Falkensee beginnt die Aktion dann am 6. Mai.

Wettbewerb in Falkensee

Die Sache mit den geöffneten Gärten hat in Falkensee ihren Ursprung im Jahr 2003. Damals gab es einen Wettbewerb zum schönsten natürlichen Garten der Stadt. Der Anfang war mit drei Teilnehmern noch bescheiden, aber die Gartenfreunde machten weiter. In diesem Jahr gibt es zwischen Mai und September 25 Termine, an denen Privatgärten besucht werden können.

Bürger für Bürger

In Falkensee ist das eine reine Bürgerangelegenheit: Privatleute öffnen ihre Gärten, die Bürgerbewegung der Lokalen Agenda organisiert die Reihe. „Wir versuchen, uns von der Urania abzugrenzen, die hauptsächlich Berliner Gärten vertritt und auch einen höheren Anspruch an die Gartengestaltung hat. Wir wollen Mut zum Gärtnern machen und zeigen, dass auch ein nicht ganz perfekter Garten ein Erholungsraum für Mensch und Tier sein kann“, sagt Mechthild Baumann von der Lokalen Agenda. Bei Erika Knöppler laufen die Fäden für die Aktion zusammen. Die Falkenseerin ist im Juni selbst Gastgeberin, sie zeigt ihren Hausgarten in Hanglage mit Trockenmauern, kleinem Biotop und Hochbeeten.

Zum Naschen und Schnuppern

Ob naturnaher Garten, moosiger Rasen mit Gänseblümchen, Nasch- und Schnuppergarten oder Streuobstwiese – jeder Garten hat sein eigenes Gesicht. Die Besitzer freuen sich auf Besucher, egal ob gärtnerische Anfänger oder Halbprofis. Interessante Gespräche haben sich in der Vergangenheit immer ergeben.

Erholung und Artenschutz

Das dürfte auch bei den Gärten so sein, die sich bei der Urania-Aktion beteiligen. „Neben Gartenbereichen zur Zierde und Erholung finden auch Nutzgärten wieder Aufmerksamkeit“, erklärt Renate Bormann von der Urania Potsdam. „Angesichts der dramatischen Verluste in der Insekten – und Vogelwelt gewinnen die Bemühungen um Artenschutz in den privaten Gärten immer mehr Bedeutung.“

Während bei der Falkensee-Reihe der Eintritt frei ist, wird hier eine Plakette für 3 Euro verkauft, die zum Besuch aller Gärten berechtigt. Das sind immerhin 122 Stück. Darunter neun aus dem Havelland. Die ersten zwei – die Grüne Oase in Bredow und der Villengarten von Elke Zakel in Nauen – waren am vergangenen Wochenende zu besuchen.

Gartenträume im Havelland

Landesweit wird eine Aktion „Offene Gärten 2018“ von der Urania Potsdam und der Initiative Offenen Gärten Berlin-Brandenburg organisiert. Hier konzentriert man sich als nächstes auf das Wochenende am 26. und 27. Mai. Dann sind Teilnehmer aus Nauen, Bredow, Brieselang, Wachow, Rathenow, Falkensee und Spandau dabei.

In Falkensee und Umgebung wird die Aktion der Offenen Gärten von der Lokale Agenda organisiert. Bis zum 23. September öffnen Gärten in Falkensee, in Groß Behnitz, Staaken, Dallgow-Döberitz und Schönwalde.

Nächste Termine sind am 6. Mai der Garten von Rolf Fiedler und Erhard Bläsing im Wolfsgarten 19 von Falkensee und der Garten von Birgit Pankonin im Schmiederweg 7d neben der Kirche von Groß Behnitz. Geöffnet sind die Gärten von 11 bis 17 Uhr.

Einige Gäste hatten sich ins Grüne getraut. Besucherströme werden Ende Mai erwartet, wenn in maigrünen Gärten mit leuchtenden Blüten von Azaleen, Rhododendren, Allium, Akeleien und vielem mehr zu rechnen ist. Es darf auch damit gerechnet werden, dass so mancher die Pracht im Bild festhalten will. Bei Elona und Hans Ebel in Brieselang gibt es deshalb an den Tagen noch Tipps zur Gestaltung und Technik von Pflanzenfotografie, vor allem der Makrofotografie von Blüten.

Termine unter www.urania-potsdam.de, die Falkenseer Termine sind noch nicht auf der Seite der Lokalen Agenda aktualisiert.

Von Marlies Schnaibel

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