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Falkensee Bürgerstimmen für und gegen das Hallenbad
Lokales Havelland Falkensee Bürgerstimmen für und gegen das Hallenbad
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19:30 01.06.2018
Schwimmen unter Hallendach soll es künftig auch in Falkensee geben. Quelle: dpa-Zentralbild
Falkensee

Das geplante Hallenbad erhitzt in Falkensee regelmäßig die Gemüter. Nicht nur die Stadtverordneten beschäftigen sich seit Monaten intensiv mit dem Für und Wider des Indoor-Schwimmbades, derzeit läuft außerdem die Bürgerbefragung auf Hochtouren. Alle Falkenseer können sich noch bis zum 12. Juni für oder gegen ein Hallenbad am Seegefelder Bahnhof aussprechen. Insgesamt 44 000 Briefe wurden verschickt.

„Wir haben bereits rund 11 200 Antworten erhalten“, zeigte sich Bürgermeister Heiko Müller (SPD) zufrieden. „Dass einige Falkenseer noch keine Post bekommen haben, liegt daran, dass die Briefe stufenweise verteilt werden. Das teilte uns der Zusteller mit“, so Müller, der auf Anfrage der CDU-Fraktion in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung einen Einblick in die detaillierte Kostenplanung für das Bad gewährte.

Mehr als 16 Millionen Euro

Die Baukosten der in der Bürgerbefragung vorgestellten Variante belaufen sich demnach auf rund 12,42 Millionen Euro für die Schwimmhalle, 2,4 Millionen Euro für Sauna und Bistro sowie 1,4 Millionen Euro für die integrierte Kegelbahn. Die Planungskosten sind mit rund 3 Millionen Euro bereits berücksichtigt.

Hinzu kommt der Kaufpreis des 26 380 Quadratmeter großen Grundstücks, das mit 80 000 Euro als echtes Schnäppchen gesehen werden kann. „Zu beachten ist jedoch, dass das Grundstück, wie auch die umliegenden Flächen, belastet ist und zusätzlich 72 000 Euro für die Altlastenuntersuchung auf uns zukommen“, so Heiko Müller. Zusammen mit den Vermessungskosten (8000 Euro), der Gehölzentfernung (18 000 Euro) und der Errichtung einer temporären Zufahrt (17 000 Euro) müssen allein für das Grundstück zusätzlich 115 000 Euro eingeplant werden.

Für den Bau des Bades fallen außerdem weitere 265 000 Euro an, unter anderem für Rechts- und Beratungskosten (50 000 Euro), Gutachten oder die Bürgerbeteiligung (36 000 Euro).

Zuschussbedarf für Hallenbad hängt von Gästezahlen ab

Bereits in dieser Phase konnte der Stadtchef zudem erste Hochrechnungen zu den möglichen Betriebs- und Instandhaltungskosten des Komplexes machen: „Die Kosten für die Instandhaltung belaufen sich auf jährlich 39 000 Euro. Reinigung und Pflege werden mit 65 000 Euro und die Wartung mit 25 000 Euro im Jahr veranschlagt.“ Den Löwenanteil macht jedoch die Versorgung mit Wasser, Gas, Strom und Chemikalien für 344 000 Euro aus. Die Entsorgung mit 38 000 Euro, Abgaben und Versicherungen für 34 000 Euro sowie die Sicherheitsüberwachung für 5000 Euro jährlich kommen noch hinzu.

Im besten Fall, und der hängt von den Besucherzahlen ab, könnte das Hallenbad 443 000 Euro, der Saunabereich 410 000 Euro, die Kegelbahn 56 000 Euro und die Gastronomie 365 000 Euro im Jahr erwirtschaften. Der Zuschussbedarf für das Bad beliefe sich so auf 459 000 Euro, bleiben die Besucher aus, könnte die Summe jedoch auf rund eine Million Euro ansteigen. Insgesamt 76 Auto- und 115 Fahrradstellplätze sind für das neue Hallenbad geplant.

Bürgermeister: Waldbad bleibt offen

Davon können die Besucher des Falkenseer Waldbades nur träumen. Viele Falkenseer zeigten sich in der Vergangenheit um die Zukunft des beliebten Freibades besorgt. „Es war nie die Rede davon, das Waldbad mit der Neueröffnung des Hallenbades zu schließen. Allerdings wird es eine Herausforderung, zwei Bäder in einer Stadt zu betreiben und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Waldbad irgendwann geschlossen werden muss“, so Müller.

Von Laura Sander

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