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Falkensee Christopher Street Day: Désirée Nick übernimmt Schirmherrschaft
Lokales Havelland Falkensee Christopher Street Day: Désirée Nick übernimmt Schirmherrschaft
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12:42 26.02.2019
Die Welt ist vielfältig: So bunt wie bisher in Berlin soll es am 28. Juni auch beim ersten Christopher Street Day in Falkensee werden. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Falkensee

Die Planungen für den ersten Christopher Street Day in Falkensee nehmen konkrete Formen an. So übernimmt die in der Gartenstadt lebende Autorin und Schauspielerin Désirée Nick die offizielle Schirmherrschaft für den CSD am 28. Juni.

„Die Welt ist bunt und 30 Jahre nach der Wende ist es höchste Zeit, der Vielfalt in Falkensee eine Stimme zu geben“, sagte Nick am Dienstag der MAZ.

Genaue Rolle muss noch definiert werden

Wie genau ihre Rolle bei der Veranstaltung aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Das müsse zeitnah mit den Organisatoren besprochen werden.

Die Schauspielerin Desiree Nick. Quelle: dpa

Die können ihr Glück indes kaum fassen. „Wir haben davon nichts gewusst. Aber die Community ist groß und irgendjemand hat da wohl seine Kontakte spielen lassen“, freut sich Ilona Bubeck. Die 67-Jährige ist Teil des Organisationsteams, das derzeit aus rund zwölf Leuten besteht.

Idee entstand im Regenbogencafé

„Wir treffen uns alle regelmäßig im Regenbogencafé. Dort ist auch die Idee entstanden, einen eigenen CSD in Falkensee zu feiern“, so Bubeck zur MAZ.

Das Datum wurde von den Machern bewusst gewählt. „Der 28. Juni ist der Tag der Stonewall-Aufstände in New York, als sich Lesben und Schwule zum ersten Mal gegen Polizeirazzien in der Szene gewehrt haben. Das ist nun genau 50 Jahre her“, so Bubeck. Dies war für den harten Kern des Regenbogencafés Anlass, auch in Falkensee Flagge zeigen zu wollen.

Seit zwei Jahren wird die LGBT-Flagge gehisst

Obwohl genau das bereits buchstäblich getan wird, denn seit zwei Jahren wird vor dem Falkenseer Rathaus die Regenbogenfahne gehisst. Nun tritt die LGBTQ-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle sowie queere Menschen) in Falkensee noch stärker in die Öffentlichkeit.

In Erinnerung an die Stonewall-Aufstände wollen die Organisatoren des Falkenseer CSD vor allem zeigen, dass die Freiheit, in der queere Menschen heute in den meisten Regionen leben können, nicht selbstverständlich ist, sondern erst hart erkämpft werden musste.

Für Offenheit, Respekt und Toleranz

„Für eine Gesellschaft, in der Respekt, Toleranz, Freiheit und Demokratie herrschen, muss man auch etwas tun. Das ist heute, gerade mit Blick auf den abzuwehrenden Rechtsruck, nicht weniger wichtig als vor 50 Jahren“, sagt Bubeck.

Dabei sei Falkensee im Grunde schon eine tolerantere und offenere Stadt als andere Gemeinden in Brandenburg, findet Bubeck.

Dennoch: „Im Gegensatz zu Berlin, dem queeren Zentrum Europas, leben viele Lesben und Schwule in Falkensee und dem Havelland weit weniger offen.“ Deshalb fehlen gerade jungen Menschen, die spüren, dass sie schwul, lesbisch oder trans sind, oft noch Vorbilder und Ansprechpartner.

Jungen Menschen fehlt oft der Ansprechpartner

„Genau dies führt dazu, dass es jungen Menschen, gerade wenn sie noch zur Schule gehen, schwer fällt, sich zu outen.“ Ein eigener CSD könne vielleicht ein Stück dazu beitragen, Ängste zu nehmen. Zudem sei eine derartige Veranstaltung sicher nicht negativ für das Image der Stadt.

„Dort, wo sich die Community ansiedelt, sind Jahre später immer die Hotspots. Hoffen wir auf das Beste für Falkensee!“, sagt Désirée Nick. Schließlich wisse die weltweite LGBTQ-Community schon Jahre im Voraus, wo es am schönsten sei.

Los geht am 28. Juni um 17 Uhr mit dem Hissen der Flagge vor dem Falkenseer Rathaus. Anschließend soll es eine Kundgebung und eine Party geben.

Von Danilo Hafer

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