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Falkensee Proben für den Ernstfall
Lokales Havelland Falkensee Proben für den Ernstfall
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18:43 28.10.2018
Auch im Rettungsdienst macht Übung den Meister. Quelle: Vivien Tharun
Falkensee

„Jemand ist bei Ihnen. Sie hatten einen Unfall.“ Wie unter Schock stehende Personen angesprochen werden müssen, ist eine der Übungen, die das Jugendrotkreuz Falkensee jeden Freitag für den Ernstfall probt. Vergangenen Freitag frischten die Jugendlichen ihr Wissen rund um Autounfälle auf. Ein Dummy lag stellvertretend für einen verletzten Fußgänger am Boden, Ramona Staedler, die Leiterin des Rotkreuz-Ortsverbands Falkensee, spielte den unter Schock stehenden Autofahrer.

Die acht Jugendlichen und restlichen drei erwachsenen Helfer teilten sich in zwei Gruppen auf: Die eine Gruppe kümmerte sich um das Unfallopfer, die andere um den Fahrer. „Überprüf’ die Vitalzeichen“, wies die gelernte Krankenschwester Heike Swillus die 16-jährige Katharina Jantsch an. Die beugte sich über den Dummy und horchte nach Atem, überprüfte den Herzschlag.

Die Aktiven: Erwachsene und Jugendliche des DRK Falkensee sind zusammengekommen, um die Erste Hilfe bei einem Autounfall zu üben. Dieses Mal ist auch ganz junger Rettungsnachwuchs dabei. Quelle: Vivien Tharun

Die Jugendliche leitet schon jetzt den Schulsanitätsdienst an ihrer Schule und möchte später Medizin studieren, um Ärztin zu werden: „Das rote Kreuz gibt Jugendlichen die Möglichkeit, früh mit medizinischen Themen in Kontakt zu kommen“, sagte Jantsch. Wissen lasse sich vertiefen und jeder lernt, mit Patienten umzugehen. Seit anderthalb Jahren ist sie schon beim Jugend-DRK und sagte, es sei toll, wie ohne Druck Theorie und Praxis vermittelt würden.

Sanitäterausbildung neben der Schule

Dieser Meinung ist auch Kevin Naumann. Der 16-Jährige ist seit einem halben Jahr Sprecher der Falkenseer DRK-Jugend und seit zwei Jahre aktives Mitglied: „Ich wollte unbedingt Notfallsanitäter werden“, sagte Naumann. Seine Mutter habe ihm dann empfohlen, mal beim damals frisch gegründeten DRK-Ortsverband vorbeizuschauen. „Ich ging hin und wusste sofort ‚Ja, das ist es!‘“. Vor allem bereite ihm die Arbeit mit Kindern Freude. Seine Ausbildung zum Jugendleiter habe er recht zügig nach seinem Beitritt angefangen und abgeschlossen. Alles neben der Schule.

Regelmäßig Übungen

Wer sich beim Ortsverband Falkensee des Deutschen Roten Kreuzes engagieren möchte, kann entweder telefonisch Kontakt aufnehmen oder gleich zu einem der Übungstage kommen.

Jugendliche treffen sich jeden Freitag um 17 Uhr im Hof der Feuerwache Falkensee, Schönwalder Straße 14.

Erwachsene kommen jeden zweiten Freitag um 18.30 Uhr ebenfalls an der Feuerwache zusammen. Jeder, egal welcher Herkunft oder Religion, ist willkommen.

Weitere Informationen bei Ramona Staedler unter Tel.: 01573/ 88 24 007

Diejenigen, die schon ihre Ersthelfer- oder Sanitäterausbildung (beispielsweise über das Deutsche Rote Kreuz) abgeschlossen haben, dürfen entsprechend ihrem Alter helfen, Veranstaltungen zu sichern. „Ich war beim Stadtfest in Teltow im Einsatz“, sagte Naumann. „Bei Einsätzen lernt man immer etwas dazu“, sagt er. In Teltow habe er das erste Mal einen Sturz behandelt.

Auch auf den Jugendschutz wird geachtet

Doch bei all den Einsätzen achte das DRK immer auf den Jugendschutz: „Wer unter 16 Jahre alt ist, darf nicht länger als bis 22 Uhr auf einem Einsatz sein“, sagt Ramona Staedler. Zugleich wird bei Unfällen und Veranstaltungen streng darauf geachtet, was dem Helfernachwuchs zumutbar sei.

Auch ein Mindestalter sei sinnvoll: „Wer mitmachen möchte, sollte 14 Jahre alt sein“, sagte Heike Swillus. Dann könne der Erste-Hilfe-Kurs gemacht werden. Um Sanitäter zu werden müsse man 16 Jahre alt sein. An sieben Wochenenden zwischen November und Januar, könne diese Ausbildung gemacht werden.

Von Vivien Tharun

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