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Falkensee Radweg der Sympathie: Radler ärgern sich über Holperpiste
Lokales Havelland Falkensee Radweg der Sympathie: Radler ärgern sich über Holperpiste
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19:39 15.04.2019
Radfahrer Peter Liebe nutzt fast täglich den Radweg der Sympathie um zur Arbeit nach Spandau zu fahren. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee/Brieselang

„Über das Thema Radverkehr reden alle, aber es wird nichts gemacht“, sagt Peter Liebe. Der Zeestower nutzt fast täglich den Radweg der Sympathie, von Brieselang über Falkensee nach Spandau, um zur Arbeit zu fahren. Und der Vielfahrer ist genervt. „Insbesondere im Bredower Forst ist der Weg einem Radfahrer nicht zumutbar“, erklärt Liebe.

Radweg im Bredower Forst mit vielen Hindernissen

Während auf Falkenseer Gebiet ein Großteil des Weges befestigt und gut ausgebaut ist, handelt es sich im Bredower Forst um einen schlichten Waldweg. Furchen, Geröll und allerlei Reste von Rinden, Wurzeln und Ähnlichem machen es Radfahrern hier tatsächlich schwer. „Wenn es dann noch ordentlich regnet und sie hier mit schmalen Reifen unterwegs sind, haben sie keine Chance“, so Liebe.

Der Radweg der Sympathie führt von Brieselang über Falkensee nach Spandau. Quelle: Marlies Schnaibel

Besonders tückisch: Auf Falkenseer Seite ist der Radweg hinter dem Finkenkruger Bahnhof zunächst wunderbar ausgebaut. Im Wald geht er dann aber in den Waldweg über. „Wenn Sie mit einem Rennrad diesen Weg nutzen, ist ab dem Bahnübergang Schluss.“

Mehrfach hat Peter Liebe die zuständigen Stellen in Falkensee und Brieselang auf den schlechten Zustand des Weges hingewiesen und darum gebeten ihn auszubessern.

Stadt Falkensee hat Weg begutachtet

Falkensees Baudezernent Thomas Zylla hat den Falkenseer Teil inzwischen gemeinsam mit dem Tiefbauamt genauer angeschaut. Dabei seien insbesondere witterungsbedingte Erschwernisse und Spuren der in jüngster Vergangenheit erfolgten Holzernte festgestellt worden.

„Der Zustand im Falkenseer Abschnitt ist jedoch nicht über die Maßen gefährlich“, so Zylla. Radfahrer sollten auf Waldwegen aber entsprechende Vorsicht walten lassen, da dort der Zustand der Verkehrssicherheit seltener kontrolliert werde.

Ab Höhe des ehemaligen Bahnübergangs in Falkensee endet der ausgebaute Bereich des Radwegs. Ab hier folgt Waldweg. Quelle: Danilo Hafer

Westlich des sogenannten Kugelbergs verläuft der Radweg der Sympathie dann durch Brieselanger Gebiet. Die Gemeinde befürworte grundsätzlich den mittelfristigen Ausbau und die Instandhaltung der gesamten Radweginfrastruktur.

Weg aus Brieselanger Sicht „akzeptabel“

„Bei einem Ausbau eines Fahrrad- und Fußweges durch den Bredower Forst haben Prüfungen unsererseits allerdings ergeben, dass der Weg durch den Wald weitgehend akzeptabel erscheint“, erklärt Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU).

Zwar gebe es stellenweise sicherlich kleinere Schäden die behoben werden müssen, grundsätzlich sitze Brieselang aber nicht alleine im Boot. Sondern auch die Stadt Falkensee und die Forst. „Auch eine Unterredung mit den Verantwortlichen des Forstes muss vor dem Hintergrund erfolgen, inwieweit der Bau eines Radweges überhaupt durch den Wald möglich ist. Auch eine Beleuchtung müsste schließlich gewährleistet werden“, so Garn. Die Forst nutzt den Teil des Radwegs im Bredower Forst seit jeher als Holzrückeweg.

Peter Liebe hofft auf baldige Verbesserungen

Peter Liebe hofft, dass der Radweg der Sympathie endlich durchgehend gut befahrbar wird. „Ich möchte ja gar keinen Luxusweg. Ein Schotterweg, der regelmäßig gepflegt wird, würde mir schon reichen“, sagt er.

Der Radweg der Sympathie sei ein idealer Radschnellweg, um aus dem Havelland nach Berlin zu kommen. Damit noch mehr Radfahrer die Möglichkeit nutzen, müsse nun aber auch etwas getan werden.

Von Danilo Hafer

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