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Falkensee Das Havelland kommt in WM-Laune
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16:24 15.06.2018
Der Falkenseer Fotograf Holger Kohl ist Fußballfan. Er hat einen WM-Planer hergestellt und in der Stadt verteilt. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee/Nauen

„Sonntagabend bin ich auf dem Campusplatz“, sagt Holger Kohl. Das große Falkenseer Public Viewing an der Stadthalle lässt sich der begeisterte Fußballspieler und Fußballgucker nicht entgehen. 25 Jahre hat er selbst bei FF gekickt.

Fußball gucken im Stadtbad Nauen: Carsten Zieris (l.) und Stephan Preuß mit einer der beiden Fahnen, die neben die Leinwand kommen. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Fußballliebe hat den Falkenseer Fotografen, der eine Werbeagentur betreibt, auch dazu gebracht, einen WM-Planer in Westentaschenformat zu entwerfen und an vielen Stellen der Stadt zu verteilen. Kostenlos, zum Mitnehmen, damit jeder immer auf dem Laufenden ist, wann wo wer spielt.

Rabattsystem nach Toren

Und ein bisschen Aufmerksamkeit will er auch selbst damit erhaschen, er hat sich ein WM-Rabatt-System ausgedacht: Pro Tor der deutschen Mannschaft nach der Endrunde gibt es ein Prozent Rabatt.

>>Themenspecial: So läuft die WM in der Region

„Außer Elfmeterschießen“, sagt er lachend, das ist zwar interessant und aufregend für die Zuschauer, könnte aber seine wirtschaftlichen Überlegungen über den Haufen werfen. Aber er erwartet weniger das große Geschäft als vielmehr die große Freude am Fußball.

Passendes Outfit

Fußball, das lockt auch jene vor den Fernseher oder auf Public-Viewing-Bänke, die sonst nichts mit dem runden Leder zu tun haben. Christiane Wieter ist so eine. „Wenn WM ist, dann schaue ich auch“, sagt sie, auch wenn sie keine Ahnung von Fußball hat. In Falkensee arbeitet sie in einem Nagelstudio in der Bahnhofstraße, das sie gerade zu „Chrissi’s Outfit“ erweitert hat.

Hier gibt es allerlei Kleidung und mehr für Frauen. Ihr Schaufenster hat sie als eines der wenigen in der Stadt fußballgerecht dekoriert: Mit Fußballlampen und T-Shirts, auf denen flotte Sprüche stehen. Die richtige Kleidung für die nächsten Wochen.

Fußballfieber noch nicht ausgebrochen

Dabei ist das ganz große Fußballfieber im Havelland noch nicht ausgebrochen. Hier mal ein geschmückter Balkon, da mal eine Deutschlandfahne am Gartenzaun. Hin und wieder flattern auch schon Fähnchen an Autos, die Sportlerklause hat einen großen Sonnenschutz in Schwarz-Rot-Gold aufgehängt.

Aber sonst? Selbst auf dem Campusplatz ist am Freitag noch wenig davon zu sehen, dass hier Sonntag das Fußballherz von Falkensee schlagen soll. So wünschen es sich die Organisatoren. Sonntag ab 15.30 Uhr geht es auf dem Campusplatz los, erst mal vor allem mit Bier und Gegrilltem. „Wir bauen an der Stadthalle eine LED-Wand auf“, sagt Heiko Richter.

„Wir haben absolut keine Ahnung, wie viele Leute kommen. 20? 200? Oder 2000? Wir kieken mal und schauen dann, ob wir vergrößern.“ Erfahrungsgemäß steigert sich die Besucherzahl von Spiel zu Spiel, genauer von Deutschlandspiel zu Deutschlandspiel.

Vereinsviewing in Falkensee

Das dürfte auch an anderen öffentlichen Fußballschauplätzen so sein. Der SV Falkensee-Finkenkrug lädt zum Vereinsviewing und hat dafür sein Festzelt bei der Fleischerei Gädecke aufgebaut. Auch hier wird zu den drei Deutschlandspielen der Vorrunde eingeladen.

Festzelt im Stadtbad

Im Stadtbad Nauen steht das 40 Meter lange Festzelt zum Fußballgucken immer dann bereit, wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt. Auf einer acht Qua-dratmeter großen Leinwand kann man die Partien verfolgen, das erste Mal am Sonntag ab 17 Uhr.

„Bei der letzten Fußball-WM vor vier Jahren hatte sich das Zelt zum großen Anziehungspunkt entwickelt“, sagt Badebetriebsleiter Stephan Preuß. „Da kamen die Fans – ab Groß oder Klein, Jung oder Alt. In Trikots, mit Fahnen und Mützen. Das war schön anzusehen. Alles blieb friedlich und es war ganz familiär.“

Preuß hofft, dass auch bei dieser WM wieder eine Menge los ist, viele Fans kommen. Der Eintritt sei jedenfalls kostenlos. Über einen Beamer wird das Spiel in HD auf die Leinwand projiziert. Platz gebe es genug. Vorerst steht die Abtrennwand bei 25 Metern, sodass 170 Sitzplätze reinpassen und 30 Stehplätze dazu.

„Sollte der Ansturm so groß sein, dass das nicht ausreicht, dann können wir vergrößern“, sagt Stephan Preuß. Auch in Nauen stieg der Zuspruch immer dann, je mehr es in Richtung Finale ging.

Gutscheine für Freibier

Damit die Spannung noch ein wenig größer wird, können die Gäste einen Ergebnistipp abgeben. Wer richtig liegt, gewinnt etwas. Bei der letzten WM gab es Gutscheine für Freibier – einzulösen beim nächsten Spiel. „Unter den Fans sind erfahrungsgemäß viele, die auch zum Baden hierher kommen. Das Einzugsgebiet ist sehr groß“, sagt Carsten Zieris, Geschäftsführer der DLG.

Von Marlies Schnaibel und Andreas Kaatz

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