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Falkensee Adventszeit kann kommen: Der Baum steht!
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17:12 29.11.2018
Der Weihnachtsbaum in Falkensee steht. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

9.02 Uhr: Der Baum schwebt. Frank Grimoni ist zufrieden. Der Potsdamer ist mit seinem 36-Tonnen-Autokran am Donnerstagfrüh nach Falkensee gekommen, um beim Aufstellen der Weihnachtstanne zu helfen. Die Potsdamer Firma Thömen unterstützt die Aktion seit Jahren, und auch für Frank Grimoni war es nicht der erste Tannenbaum, den er am Haken hat.

Am Donnerstag ging er auf Reisen von der Rotkehlchenstraße zum Gutspark. Heute wird er offiziell beleuchtet: der Weihnachtsbaum von Falkensee.

Von Routine kann trotzdem nicht die Rede sein. „Jeder Baum ist anders und nach diesem trockenen Sommer weiß man nicht, wie brüchig der Baum ist“, erzählt er. Diesmal geht es in die Rotkehlchenstraße von Falkensee. Familie Woche stellt den Baum, eine schmucke Colorado-Tanne, zur Verfügung. „Wir haben den Baum gepflanzt, als wir 1995 nach Falkensee gezogen sind“, erinnert sich Reiner Woche.

Damals war der Baum noch klein, jetzt ragt er zwölf Meter in die Höhe und ist zu groß geworden für das Grundstück. Deshalb hatte sich die Familie schon vor zwei Jahren entschieden, die Tanne als Falkenseer Weihnachtsbaum anzubieten. Ein bisschen Grün hat Reiner Woche sich noch abgezweigt für einen Adventsstrauß. Dann verfolgt er das Geschehen vor seinem Haus.

Oben wird gezogen, unten wird gesägt

Die Feuerwehr Falkensee ist mit drei Fahrzeugen angerückt. Michael Stolz ist der Mann mit der Kettensäge. Die setzt er normalerweise ein, um Sturmschäden zu beseitigen. Nun also dieser Spezialauftrag. Seine Kameraden hängen eine Kette um den Stamm und auf den Haken, den steuert derweil Autokranführer Frank Grimoni.

„Das ist eigentlich der heikelste Moment“, erklärt er. „Ich ziehe oben, der Feuerwehrmann sägt unten. Zieh ich zu stark, schnellt der Baum in die Höhe, zieh ich zu wenig, klemmt die Säge.“ Aber offensichtlich treffen an diesem Tag zwei Männer aufeinander, die wie ein eingespieltes Team arbeiten. Ohne Komplikationen ist Woches Tanne vom Stamm gelöst und schwebt über dem Boden.

Mit polizeilicher Begleitung durch Falkensee

Vorsichtig mit großer Technik – so geht es weiter. Der Baum schwebt langsam auf den bereitstehenden Transporter der Berliner Firma LMB. Hier wird er vorsichtig in die Horizontale gebracht, Äste werden festgebunden. Dann geht es auch schon los.

Mit polizeilicher Begleitung fährt der Konvoi über die Straße der Einheit, unter der Bahn hindurch und durch die Seegefelder Straße zum Platz an der alten Stadthalle. Hier kommt der Baum wohlbehalten an.

Hier sind es wieder die Feuerwehrleute, die den Baum zurechtsägen, damit er in die vorbereitete Buchse passt. Am Nachmittag wird geschmückt.

Firmen leisten Arbeit als Sponsoring für die Stadt

„Alles gut gegangen“, freut sich Werner Extra von der IGF, der Interessengemeinschaft Falkensee. Die IGF organisiert die Aktion seit zehn Jahren. Auch, wenn da vieles eingespielt ist, bleibt organisatorisch viel zu machen. Verkehrsabsicherung und Absperrungen müssen geregelt werden.

In diesem Fall musste zum Beispiel mit Havelbus abgesprochen werden, wann durch die Rotkehlchenstraße der Bus fährt und wann die Straße für die Fällaktion gesperrt werden kann. Und natürlich müssen alle Partner wieder ins Boot geholt werden.

„Das sind Geschäftsfreunde, die Firmen leisten das als Sponsoring für die Falkenseer“, sagt Werner Extra. So die Autokranfirma aus Potsdam, die Berliner Transportfirma LMB, die Firma VKLT West, die Falkenseer Firma Reichelt stellt den Schmuck, die Elektrofirma Brecht sorgt für die Beleuchtung. Ein ganzes Weihnachtsbaum-Netzwerk hat Werner Extra da geknüpft.

Wunschkugeln für benachteiligte Kinder

Christine Göbler freut sich, dass sie in der Sache so ein funktionierendes Miteinander geerbt hat. Seit dem Frühjahr ist sie die 1. Vorsitzende der IGF: „Das Weihnachtsbaum-Aufstellen und die Wunschkugelaktion sind ein Höhepunkt in der Arbeit des Vereins.“

Und so hofft sie, dass am Freitag viele Falkenseer kommen, wenn ab 16 Uhr zu der Wunschkugelernte eingeladen wird. Mit den Wunschkugeln werden Wünsche von sozial benachteiligten Kindern erfüllt. Stollen, Glühwein, Gegrilltes und Musik sorgen für gemütliche Atmosphäre, Thomas Fuhl will wieder in die Rolle des Weihnachtsmanns schlüpfen und um 17 Uhr wird die Beleuchtung gewissermaßen offiziell eingeschaltet.

Von MAZ

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