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Falkensee Er machte einen Neustart
Lokales Havelland Falkensee Er machte einen Neustart
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08:32 08.12.2018
Sasha erlebte viele schöne Momente auf dem Gelände in der Ruppiner Straße. Quelle: Laura Sander
Falkensee

Wenn Streit immer wieder eskaliert und sich das Verhältnis zusehends verschlechtert, ist das für Kinder und ihre Eltern eine schwierige Situation. Ein weiteres Zusammenleben scheint unmöglich, doch alleine wohnen, können die meist noch minderjährigen Jugendlichen nicht. Im betreuten Jugendwohnen bereiten ASB-Mitarbeiter junge Erwachsene, die kurz vor der Volljährigkeit stehen, auf ein selbstständiges Leben vor.

Herzlich aufgenommen

An seinen ersten Tag beim ASB kann sich Sasha noch ganz genau erinnern. 2017 bezog der damals 17-Jährige sein Zimmer in einer stationären Wohngruppe in der Ruppiner Straße und traf mit einem mulmigen Bauchgefühl erstmals auf seine Mitbewohner. „Ich hatte Angst vor diesem neuen Lebensabschnitt, dann wurde ich so herzlich aufgenommen und die Angst war weg. Für mich war es ein Neustart“, erinnert sich Sasha, der als Jüngstes von vier Kindern im Havelland aufwuchs. „Meine Geschwister waren bereits ausgezogen und ich als Nesthäkchen noch Zuhause. Das hat einfach nicht funktioniert“, so der heute 18-Jährige, der vom einen auf den anderen Tag mit gleich acht Jugendlichen zusammenlebte.

Mitten im Fachabi von Zuhause weg

Nachdem das Verhältnis zu seiner Mutter 2017 zerbrach, entschied sich der junge Mann zu diesem Schritt und wandte sich ans Jugendamt. „Wir waren gerade umgezogen, ich stand kurz vor dem Abschluss meines Fachabis, als die Situation immer schlimmer wurde. Wir stritten viel“, sagt Sasha. „Ich wollte einfach von Zuhause weg, kam einige Wochen bei meinem Freund unter. Eine eigene Wohnung konnte ich mir nicht leisten.“

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Liebe Leser, Sie können auch 2018 wieder dafür sorgen, dass die Aktion ein Erfolg wird und die Kinder eine schöne Überraschung erhalten.

Wenn Sie spenden wollen, nutzen Sie bitte das Konto bei der Mittel-brandenburgischen Sparkasse, IBAN: DE 14 1605 0000 1000 5224 20.

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Alle Spenden fließen in voller Höhe komplett in die Anschaffung neuer Spielgeräte.

Falls Sie eine Spendenquittung benötigen, vermerken Sie das bitte beim Überweisen.

Nachdem er einige Monate in der Wohngruppe gelebt und sich eingebracht hatte, zog er mit drei Jugendlichen in eine vom ASB angemietete Wohnung in Falkensee. „In der Trainingswohngruppe erledigten wir selber die Einkäufe, übernahmen das Kochen und Putzen. Am Tag hatten wir einen Ansprechpartner vor Ort, über Nacht waren wir alleine“, so der 18-Jährige, der sich an gemütliche Filmabende, gemeinsames Kochen und ein harmonisches Miteinander erinnert.

Die erste eigene Wohnung

Nach drei Monaten im betreuten Jugendwohnen, wo er seinen Alltag bereits größtenteils alleine regelte, zog Sasha in seine eigene kleine Wohnung in Berlin-Schöneberg. Im Sommer fing er eine Ausbildung zum Erzieher an. „Ich habe Praktika in der Kita, im Hort und beim ASB-Fahrdienst absolviert. Da ich selber so positive Erfahrungen gemacht habe, möchte ich nun etwas zurückgeben“, so der 18-Jährige, der sich gut vorstellen kann künftig mit Jugendlichen in der stationären Unterbringung zu arbeiten. „Ich hatte zu allen Erziehern einen guten Bezug und habe in vielen wohl lebenslange Ansprechpartner gefunden. Das ist ein gutes Gefühl.“ Nach seiner Ausbildung möchte Sasha Soziale Arbeit oder Psychologie studieren. „Ich bin ein freundlicher und aufgeschlossener Mensch und suche die Herausforderung.“

Schöne Momente in der Ruppiner Straße

Und obwohl er heute in Berlin lebt, kehrt er gerne nach Falkensee zurück. Vor allem auf dem Gelände in der Ruppiner Straße habe er sich sehr wohl gefühlt. „Weihnachten hier zu feiern, war für mich sehr besonders und ein unvergessliches Erlebnis“, erinnert sich der 18-Jährige, der leidenschaftlich gerne tanzt, backt und bastelt. Mit seinen Eltern steht Sasha derzeit nicht in Kontakt, was jedoch nicht immer so bleiben müsse, wie er betont.

Von Laura Sander

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