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18:10 17.04.2019
Hildegard und Rudi Dittschlag aus Falkensee sind seit 65 Jahren verheiratet. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Ein Leben ohne Wandergruppe kann sich das Falkenseer Ehepaar Rudi und Hildegard Dittschlag auch nach 65 Ehejahren nicht vorstellen. „Die letzten 35 Jahre im Verein haben uns zusammengebracht, es war ja schon fast eine halbe Ehe“, sagt Rudi Dittschlag. Gemeinsam mit den Mitgliedern und Freunden der Falkenseer Wandergruppe feierte das Ehepaar am Mittwoch seine Eiserne Hochzeit im Gutshaus Neukladow.

Einmal im Jahr ein große Wanderung

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand dabei natürlich auch eine Wanderung auf dem Plan. „Heute gehen wir aber nur eine kleine Runde, damit wir zum Kaffee und Kuchen wir zurück sind“, sagt Hildegard Dittschlag. Über 30 Jahre haben die heute 91-Jährigen die Wandergruppe geleitet, Routen ausgewählt und auch die großen Ausflüge vorbereitet. „Einmal im Jahr sind wir eine ganze Woche weggefahren. Wir haben dann im Vorfeld immer alles organisiert“, so Dittschlag.

Besonders gern erinnert sich das Paar dabei an die Reise zur Rhön. „Mein Mann hatte damals die Möglichkeit mit einem Segelflugzeug zu fliegen, das war schon etwas Besonderes“, erzählt sie. Sie wanderten aber auch durchs Riesengebirge oder die Uckermark. Heute kann Rudi Dittschlag allerdings nicht mehr an den regelmäßigen Wanderungen teilnehmen. „Ich brauche mittlerweile einen Rollator und kann nur schwer Treppen steigen“, verrät er.

Gemeinsam mit ihrer Wandergruppe feierten Hildegard und Rudi Dittschlag ihre Eiserne Hochzeit im Gutshaus Neukladow. Quelle: Danilo Hafer

Zu Hause bleibt der 91-Jährige dennoch nicht. „Ich komme immer mit zu den Treffpunkten, dort gibt es meist Kaffee und Kuchen und ich kann alle wiedersehen“, erzählt Rudi Dittschlag. So beobachtete er auch am Mittwoch seine Wandergruppe aus der Ferne.

200 Wanderungen haben sie geplant

Zum Wandern kam das Ehepaar damals ganz zufällig. „Ein Freund hatte uns gefragt, ob wir nicht mal mitkommen wollen zur Betriebssportgemeinschaft Pädagogik, dort gab es eine junge Wandergurppe“, erinnert sich Hildegard Dittschlag. Die beiden hatten Lust und übernahmen schon wenig später die Leitung.

Seit 1985 haben die Dittschlags über 200 Wanderungen organisiert. Wanderten sie zunächst noch jede Tour selbst ab, bevor sie sie als Route auswählten, stiegen sie später aufs Auto um und erkundeten so mögliche Ausflugsziele. „Am Tag sind wir dann meist 20 Kilometer gewandert“, erzählt sie.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich viel geändert

Seit ihrer Diamantenen Hochzeit vor fünf Jahren hat sich bei Ehepaar Dittschlag einiges geändert. Nicht nur, dass Rudi Dittschlag nicht mehr so gut zu Fuß ist, auch räumlich hat sich das paar verändert. „Wir haben unser Haus verkauft und wohnen jetzt in der Seniorenresidenz“, sagt Hildegard Dittschlag. Das alte Haus habe schlichtweg zu viele Stufen gehabt. In ihrer neuen Wohnung ist nun alles ebenerdig und eine tolle Aussicht gibt es noch dazu.

„Von der Terrasse können wir den Sonnenuntergang beobachten“, erzählt Rudi Dittschlag. Ihr Haus mit Garten stand in Falkenhöh.

65 Jahre Seite an Seite

Die beiden haben in 65 Ehejahren jedoch nicht nur ihre Freizeit miteinander verbracht, sondern auch gemeinsam gearbeitet. Beide hatten Maschinenbau studiert und zuletzt im Plastewerk Staaken gearbeitet. „Allerdings in unterschiedlichen Bereichen, so haben wir uns nicht den ganzen Tag gesehen“, sagt Hildegard Dittschlag. Wie durch einen Zufall lernten sie sich auch kennen, auf einer Fachtagung in Leipzig. Alle Tische waren besetzt, nur bei Rudi Dittschlag war noch ein Platz frei. Das war der Beginn einer langen Ehe.

Die 91-Jährige ist davon überzeugt, dass der gemeinsame Beruf und das Wandern dazu führten, dass sie eine harmonische Ehe erleben durften und auch heute noch verheiratet sind.

Von Danilo Hafer

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