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20:27 31.07.2018
Die Kleiderkammer: Dort bieten Ilona Hilker (r.) und ihre größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter Textiles für Groß und Klein an. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Der Umzug ist geschafft, die Falkenseer Tafel ist an ihrem neuen Standort in der Döberitzer Straße 15 angekommen. Am Dienstag wurden dort erstmals Lebensmittel an Bedürftige ausgeteilt. Im bisherigen Domizil in der Heinkelstraße kamen pro Ausgabetag immer 40 bis 50 Familien.

„Das war schon ein sehr anstrengender Umzug“, sagt Ilona Hilker, Leiterin des Falkenseer Tafel-Standortes. Er konnte nur mit den vielen ehrenamtlichen Helfern gelingen. Noch am Montag waren Firmen zugange, haben die Spül- und die Waschmaschine angeschlossen oder Steckdosen für die Kühleinrichtungen installiert.

Der Fußboden wird noch gemacht

Ein Kraftakt war auch die Umsetzung der Kühlzelle. Zudem muss die Lebensmittelausgabe derzeit noch provisorisch erfolgen, weil im eigentlich dafür vorgesehen Raum erst noch der Fußboden hergestellt wird. „Alle Firmen haben gut mitgezogen“, lobt die Tafel-Leiterin. Der Eigentümer sowie die Hausverwaltung hätten das Vorhaben unterstützt.

Viel Zeit stand letztlich nicht zur Verfügung für die ganzen Arbeiten. Denn zum 31. Juli musste die Tafel das alte Objekt verlassen haben. Grund ist eine Kündigung, die dem Humanistischen Freidenkerbund als Träger im Januar ins Haus flatterte. „Viele Leute haben zwischenzeitlich schon telefonisch nachgefragt. Sie hatten Angst, dass wir zumachen“, erinnert sich Ilona Hilker.

Ausschau gehalten nach Alternative

Nicht nur sie ist froh, dass dies abgewendet werden konnte. Erstmals war im April 2017 von einem Verkauf des bisherigen Domizil die Rede. Daraufhin wurde Ausschau gehalten nach einer Alternative. „Doch es ist nicht einfach, in Falkensee bezahlbare Objekte zu finden“, sagt sie.

Mit dem jetzigen Objekt unweit des alten Domizils ist sie durchaus zufrieden: „Die Lage ist optimal. Wir sind weiterhin im Zentrum, das war uns wichtig, und auch in der Nähe von Bahn und Bus. Wir wünschen uns nun, dass es von den Bürgern angenommen wird“, sagt sie – und hofft zudem auf ein gutes Miteinander mit den Nachbarn.

Lebensmittelausgabe an drei Tagen

Die zur Verfügung stehende Fläche ist in etwa so groß wie bisher. Wie gewohnt wird es an drei Tagen in der Woche eine Lebensmittelausgabe geben. Drei Fahrzeuge fahren ausgewählte Supermärkte an und holen von dort Waren – angefangen von Gemüse über Milchprodukte bis hin zu Brot und Brötchen. Darüber hinaus stehen in der Döberitzer Straße weiterhin die Möbelbörse und die Kleiderkammer offen.

Dort schaute am Dienstag Waltraud Starke wieder vorbei, die in der Vergangenheit hin und wieder bei den Möbeln fündig geworden ist. „Es ist von den Räumen her angenehmer. Es ist größer und nicht so beengt“, meint sie. Auch Alfred Barth gehört zu den Stammkunden. „Ich gucke für die Frau und auch für die Kinder nach Bekleidung. Man muss drauf zukommen, manchmal bekommt man auch ein Schnäppchen“, sagt er.

Froh über die gefundene Lösung

Volker Mueller, Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland, ist ebenfalls froh über die gefundene Lösung, „nachdem wir zwischenzeitlich verzweifelt waren und dachten, wir müssen zumachen“. Auch wenn die Kosten im Vergleich zu anderen Optionen recht günstig sind, so hat das Ganze auch seinen Preis. „Wir zahlen jetzt das Doppelte an Miete und Betriebskosten“, so Mueller.

Schon allein die Umzugskosten betragen 35 000 bis 40 000 Euro. Rund 10 000 Euro davon werden über Spenden aufgefangen, auch der Landkreis gibt einmalig einen gewissen Betrag. Um die laufenden Kosten abzufangen, erhält der Freidenkerbund zudem Unterstützung von der Stadt Falkensee. An die wird eine Lagerfläche untervermietet. „Beim Umzug haben sich unsere Mitarbeiter sehr engagiert“, lobt Mueller.

Verfahren zur Umnutzung läuft

Noch nicht abgeschlossen ist indes das Verfahren zur Umnutzung des neuen Geländes. Den entsprechenden Antrag hatte der Freidenkerbund von sechs Wochen an den Landkreis gestellt. „Der Antrag wird bearbeitet, das Genehmigungsverfahren läuft noch“, so Mueller. Klappt alles wie gewünscht, dann soll es im September einen Tag der offenen Tür geben.

Von Andreas Kaatz

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