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Falkensee Schließung oder Verkauf: Was passiert mit dem Real-Markt?
Lokales Havelland Falkensee Schließung oder Verkauf: Was passiert mit dem Real-Markt?
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00:26 07.04.2019
Noch nicht verkauft: Real-Markt in Falkensee. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Unruhige Zeiten für Real. Falkenseer befürchten, dass ihr SB-Warenhaus geschlossen wird. Medienberichte über den Verkauf der Real-Kette hatten die Befürchtungen befeuert.

Und auch die Vermutungen: Vom Verkauf an die Kaufland-Gruppe ist die Rede, andere vermuten einen Verkauf an Lidl. Auch von Kaufgelüsten aus der Immobilienbranche ist die Rede. Genaues weiß in der öffentlichen Debatte keiner, auch die Mitarbeiter nicht.

Noch keine Entscheidung gefallen

Die Geschäfte des Falkenseer Real-Marktes laufen derweil normal weiter. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte auf MAZ-Nachfrage Unternehmenssprecher Markus Jablonski. Die Real-Märkte gehören zur Metro-Gruppe.

Diese hatte am 13. September des vergangenen Jahres in einer sogenannten Pflichtmitteilung bekannt gegeben, die Real-Märkte verkaufen zu wollen.

Gesamtpaket im Angebot

Der Verkauf soll als Gesamtpaket geschehen, allein in Deutschland gibt es 279 Real-Märkte, davon 16 in Brandenburg und Berlin. Es geht um eine Verkaufsfläche von mehr als 2 Millionen Quadratmetern.

Bieter werden geprüft

„Derzeit werden von der Metro verschiedene Bieter geprüft“, sagte Markus Jablonski, „bis auf weiteres läuft der Verkauf in den Real-Märkten wie gewohnt weiter.“

„Das stimmt nicht sehr optimistisch, insbesondere nicht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Real“, kommentierte Rainald Thannisch das Geschehen auf Facebook. Andere befürchten, dass nach einem Verkauf der Markt möglicherweise geschlossen wird, worüber sich immerhin der Havelpark im benachbarten Dallgow freuen könnte.

Mit dem See-Carré verbandelt

Die Probleme und Veränderungen am Real-Markt deuteten sich bereits vor Jahren an. In den Strudel der Umstrukturierung war auch das Projekt des Falkenseer See-Carrés geraten.

Die Investoren des geplanten Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Trafowerk-Gelände hatten mit dem Nachbarn Real eine gemeinsame Verkehrslösung entworfen. Danach sollten die Fahrzeuge über das Real-Grundstück zum Parkhaus des See-Carrés gelangen.

Einkaufszentrum scheiterte

Für dieses Projekt mit dieser Verkehrsführung lag bereits eine Baugenehmigung vor. Dann gab es jedoch Veränderungen in der Metro-Gruppe, so dass der geplanten Verkehrslösung nicht mehr zugestimmt wurde.

Die Verzögerungen und die Umplanungen hatten das Projekt des Einkaufszentrums nicht überlebt. Für das See-Carré kam das Aus, stattdessen planen die Grundstücksbesitzer jetzt einen Komplex mit mehr als 400 Wohnungen und deutlich verringerter Einkaufsfläche. Und mit einer eigenen, Real-unabhängigen Verkehrslösung.

Der Metro-Konzern will sich künftig auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren. Der margenschwache Einzelhandel passt da nicht ins Konzept.

Von Marlies Schnaibel

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