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Falkensee Ausstellung: Fontanes Notizen als Wegweiser
Lokales Havelland Falkensee Ausstellung: Fontanes Notizen als Wegweiser
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17:31 18.03.2019
Fotos von einst und heute: Aufgenommen 1970 von Heinz Krüger vor der Ziegelei in Glindow. Quelle: Heinz Krueger/ Museum und Galerie Falkensee
Falkensee

Einen Dreiklang aus Schwarzweiß-Fotografien der 1960er-Jahre, flankiert von zeitgenössischen Aufnahmen und begleitet von Theodor Fontanes Texten: Das bietet die aktuelle Ausstellung „Brandenburger Notizen. Fontane – Krüger – Kienzle“ als Beitrag zum 200. Geburtstag des Dichters. Am Freitag fand die Vernissage im Museum und Galerie Falkensee statt.

Wanderungen durch die Mark

Der Fotograf Lorenz Kienzle und die Literaturwissenschaftlerin Gabriele Radecke auf der Vernissage in Falkensee. Quelle: Judith Meisner

Neuen Wind erhielt das Vorhaben, als der Falkenseer Museumslehrer Bert Krüger erfuhr, dass die bislang unbekannten Notizbücher Fontanes in der Göttinger Universität für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie wurden Lorenz Kienzle zur Verfügung gestellt.

Fotos von einst und heute

Eiche im Brieselang. Das Foto entstand um 1970. Quelle: Heinz Krüger

Zwei Bilder aus Glindow, aufgenommen mit einem Abstand von 48 Jahren: 1970 fotografierte Heinz Krüger das Gespräch zwischen einem Mann und einem Jungen. Aufmerksam schaut der Kleine in Lederhose den Erwachsenen an, der sich zu ihm hinunter beugt. Das zeitgenössische Bild von Lorenz Kienzle zeigt zwei Männer, einer schaut selbstbewusst, der andere schüchtern in die Kamera. Beide Fotos erzählen mit präziser psychologischer Poesie von der Zeit, in der sie entstanden sind.

10.000 Seiten Fontane-Notizen

Auch sonst förderten die seit 2011 bearbeiteten 67 Notizbücher mit insgesamt 10 000 Seiten Erstaunliches zu Tage. So belegt eine Skizze des Lehniner Altars, dass Fontane tatsächlich in Brandenburg an der Havel gewesen sein muss. Der Altar steht seit 1552 im Brandenburger Dom. Die Skizze mit handschriftlichen Ergänzungen, offenbar als Erinnerungsstütze angefertigt, ist zusammen mit anderen Zeichnungen erstmals öffentlich zu sehen.

Auch Profanes notierte der Dichter: Recherchen und Packlisten etwa unter dem Stichwort „Mitnehmen“ beweisen, dass Fontane seine Reisen durch die Mark minuziös plante. Im Gegensatz dazu hatte er im Vorwort zu „Fünf Schlösser“, die nach den „Wanderungen“ erschienen, geschrieben, er sei „am liebsten ohne vorgeschriebene Marschroute, ganz nach Lust und Laune“ unterwegs gewesen.

Die Ausstellung „Brandenburger Notizen. Fontane – Krüger – Kienzle“ läuft noch bis zum 30. Juni im Museum und Galerie Falkensee, Falkenhagener Straße 77.

Von Judith Meisner

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