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Falkensee Falkenseer Schüler demonstrieren für den Klimaschutz
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16:59 15.03.2019
Mit selbst gemalten Plakaten und teilweise urkomischen Sprüchen zum ernsten Thema zogen die Schüler durch die Gartenstadt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

„Sorry, ich kann nicht zur Schule, meine Erde ist krank!“ Mit Plakaten, Megafon, Kreide und Musikanlage bewaffnet, zogen am Freitag rund 350 Falkenseer Schüler durch die Gartenstadt.

Treffpunkt am Busbahnhof

Treffpunkt war um 11 Uhr am Busbahnhof, von dort ging es über die Bahnhofstraße zur Kant-Gesamtschule. Nach einem Stopp vor dem Rathaus ging es wieder zurück zum Bahnhof. Die Aktion war Teil der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“.

Rund 300 Schüler gingen am Freitag in Falkensee auf die Straße, um für einen bewussteren Umgang mit dem Planeten Erde zu demonstrieren.

„Ich war Anfang des Jahres das erste Mal in Berlin dabei und gehe seither jede Woche demonstrieren. Da dachte ich mir: Falkensee kann das auch“, sagte Veranstalter Christian Vogel. Der 17-Jährige besucht die 12. Klasse am Dallgower Marie-Curie-Gymnasium und hat sich mit seiner Teilnahme an den Freitagsdemos bereits einigen Stress eingehandelt, wie er selbst sagte.

Unentschuldigte Fehlzeiten werden in Kauf genommen

„Jeden Freitag werden mir so unentschuldigte Fehlstunden eingetragen. Ich denke jedoch, dass Klimaschutz jeden etwas angeht und wir schnellstmöglich handeln müssen. Schade, dass die Schulen das nicht unterstützen“, so der 17-Jährige.

Auf Fehlstunden könne er jedoch keine Rücksicht nehmen, denn das Demonstrieren in der Freizeit brächte eben nicht jene Aufmerksamkeit, die den Schülern mit der Teilnahme an „Fridays for Future“ sicher ist.

„Ich habe lange mit meinem Sohn über die Bewegung gesprochen und unterstütze sein Engagement. Er ist heute in Begleitung einer Mutter mit drei Freunden nach Berlin gefahren, um an der Demo teilzunehmen“, sagte Christine Plörer vom Beirat für Teilhabe von Menschen mit Behinderung, die selber die Falkenseer Aktion unterstützte.

„Warum soll ich denn heute in die Schule gehen, wenn die Welt eh bald kaputt ist. Ich möchte, dass die Erde erhalten bleibt und besser wird“, sagte auch der 12-jährige Emil, der emsig umher eilte, sein selbst gemaltes Plakat hoch in die Luft gestreckt: „Klimawandel stoppen!“

Von den Eltern unterstützt

Von ihren Eltern unterstützt und in der Schule entschuldigt, wurden für Freitag Emily und Emma, beide 13 Jahre alt, vom Vicco-von-Bülow-Gymnasium. „Es sind so viele Sachen, die verändert werden müssen. Egal, ob Plastik oder Klimawandel - wir wollen etwas unternehmen“, so die beiden Schülerinnen.

Konsequenzen des Klimawandels deutlich machen, auch auf kommunaler Ebene, dafür setzte sich Lennart Meyer vom Falkenseer Jugendforum ein.

Dinge auf kommunaler Ebene ansprechen

„Viele Dinge müssen wir auch in den Kommunen angehen. Wir brauchen nicht noch mehr Verkehr in Falkensees Mitte“, so Meyer, der sich klar gegen den Bau eines Kreisels im Zentrum und noch mehr Parkplätze aussprach. „Die Anbindung ist gut. Es geht auch ohne Auto“, so der Falkenseer.

Etablieren sich die Freitagsdemos?

Weltweit fanden am Freitag über 2000 Streiks der Bewegung „Fridays for Future“ statt. Bei insgesamt 5420 Falkenseer Schülern, davon 2567 Grund- und 2853 Oberschüler, könnten sich die Freitagsdemos auch in der Gartenstadt etablieren.

Die vielen Autofahrer, die am Freitag das Falkenseer Zentrum durchqueren wollten, warteten teilweise ungeduldig und mit rollenden Augen hinter den Absperrungen. Einige stiegen jedoch aus ihren Fahrzeugen und unterstützen den Zug vom Straßenrand aus.

Von Laura Sander

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