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Falkensee Gefeierter Treffpunkt im Wohngebiet
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17:12 16.05.2018
Lieber Torte statt vieler Worte: Bürgermeister Heiko Müller schneidet die Geburtstagstorte an. Quelle: Carsten Scheibe
Falkensee

Der Falkenhorst von Falkensee ist geprägt von Wohnungen in Blockbauweise. Hier wohnen viele Familien, aber noch mehr Senioren, die nicht mehr so viel Wohnraum benötigen und die sich mit Hingabe um ihre Balkonpflanzen kümmern.

Wohnungsgenossenschaft baute Café

Gerade für sie war der Bau des Familiencafés in der Finkenkruger Straße ein großer Gewinn. Das Familiencafé wurde vor fünf Jahren von der Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst eG gebaut. Das wurd jetzt mit einem Wohngebietsfest begangen.

Wieder gute Zusammenarbeit

Gemeinsam mit der Gegefa kümmert sich die Genossenschaft um die Finanzierung des Objekts. Ralf Zimmermann, Vorstand der Genossenschaft, erinnert sich: „Wir haben vor genau fünf Jahren einen Vertrag geschlossen, der auf 20 Jahre ausgelegt ist. So ist der Bestand des Familiencafés auch noch für die kommenden 15 Jahre gesichert. Der ASB kümmert sich darum, das Gebäude mit Leben zu füllen. Wir sind froh, dass wir nach personellen Differenzen mit dem ASB nun wieder sehr gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Als nächstes wird die Genossenschaft Familiencafé auf seine Kosten renovieren und eine Akustikdecke einziehen lassen.“

Gefragter Mittagstisch

Das Familiencafé bietet einen gern genutzten Mittagstisch, der für ein kleines Geld ein leckeres Essen verspricht. Auch Kaffee und Kuchen werden gereicht. Katja Hirschberg, organisatorische Leiterin im ASB, sagt dazu: „So ein Angebot hat noch gefehlt im Kiez. Hier sitzt niemand lange alleine, das Miteinander ist sehr wichtig. Gerade die Älteren nehmen im Café am gesellschaftlichen Leben teil.“

Rund 270 000 Euro kostete der Neubau, 70 000 Euro steuerte der Demografie-Fonds des Landkreises bei, in den auch die Stadt Falkensee einzahlt. „Es ist eine Wohnumfeldverbesserung vor allem für ältere Menschen, aber auch für jüngere und Eltern”, hatte zur Eröffnung des Hauses Jan Ole Röh, Referent des Demografie-Projekts, die Förderung für das Familiencafé begründet.

Von Skat bis Sturzprävention

Das Familiencafé bietet viele Veranstaltungen an. Ob das nun der Seniorentanz mit Freddy, die Skatabende, die Handarbeitstreffen der Damen, der Trödel-Donnerstag, die Sturzprophylaxe oder das Erzählcafé ist – es wird viel geboten.

Manche Stammgäste kommen sogar täglich vorbei. Udo Bartelsmeier (63): „Ich begleite meine Schwiegermutter immer zum Bingo. Ich finde es nur schade, dass da immer so wenig Leute kommen. Das findet einmal im Monat statt, es macht viel Spaß und die Leute sind immer nett.“

Treffpunkt im Wohngebiet

Passend zum 5. Geburtstag des Familiencafés fanden sich am Dienstag bei einem voll besetzten Haus alle verantwortlichen Akteure ein. Neben Ralf Zimmermann von der Wohnungsgenossenschaft waren dies Ralf Haase von der Gegefa sowie Ulf Hoffmeyer-Zlotnik und Liane Stawemann-Walter vom ASB. Bürgermeister Heiko Müller war ebenfalls einladen, um gemeinsam mit den anderen den Geburtstagskuchen anzuschneiden: „Wir brauchen so einen Treffpunkt wie das Familiencafé im Wohngebiet, wo die Menschen zusammenfinden. Wir haben Partner gesucht, die das möglich machen - und sind sehr froh über die Umsetzung.“

Bei der Geburtstagsfeier war bei zunächst schönstem Sonnenwetter kein einziger Platz mehr frei. Viele Familien und Senioren nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern bei Kuchen und einem von den ehrenamtlichen Helfern zusammengestellten Salatbüffet.

Katja Hirschberg: „Bislang hatten wir noch nie Probleme mit Vandalismus. Dafür vermieten wir das Familiencafé regelmäßig für private Feiern und nehmen so ein bisschen Extrageld ein.“

Von Carsten Scheibe

Jaqueline Kämling betreibt seit 1993 ein Juweliergeschäft mit angeschlossener Goldschmiede-Werkstatt in der Falkenseer Bahnhofstraße. Den Betrieb hat sie einst von ihrem Vater übernommen. Einfacher sei das Geschäft seither nicht geworden. Auch sie kämpft mit der Konkurrenz aus dem Internet.

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