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Falkensee Gemeinsames Singen mit einem Weltstar
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18:18 10.02.2019
Kerstin Blodig und Ian Melrose bilden das Duo Kelpie. Quelle: Hans-Peter Theurich
Falkensee

Ein Weltstar der Folkmusik hatte eingeladen, und die Fans kamen Freitagabend ins Bürgerhaus Finkenkrug. Kerstin Blodig leitete einen Workshop für traditionelle keltische Lieder. Samstag krönte die Gruppe ihre Leidenschaft für alte Gesänge mit einem munteren Gratiskonzert.

Kerstin Blodig liebt Volksmusik: „In meinen Kursen können alle mitmachen, denen gemeinsames Singen Freude bereitet. Notenkenntnisse setze ich nicht voraus.“ Die gebürtige Berlinerin hofft, dass die Teilnehmer ihrer Workshops motiviert werden, mit Gleichgesinnten ihre Lieblingslieder zu bearbeiten und aufzuführen.

15 Sangesfreunde beim Workshop

Unter den Neugierigen am Freitag war Dörte Heidecker aus Neubrandenburg. Sie leitet dort zwei Chöre und wollte bei Kerstin Blodig lernen, wie man Folklore, egal ob aus Syrien oder Afrika, neu arrangieren kann. Zu den 15 Sangesfreudigen zählte auch Gordia Geng aus Berlin-Lichterfelde. „Ich habe die Gruppe Kelpie mal in bei einem Konzert erlebt und bin seitdem von Folkmusik begeistert", sagte die junge Frau.

Kelpie, das sind Kerstin Blodig und Ian Melrose. Das Duo trat letzten Herbst im Bürgerhaus in Falkensee auf. Wer verträumte Folklore mag, dem seien die zauberhaften Klänge von der Blodig-CD „Out of the woods“ empfohlen. Aufgenommen live in einem niedersächsischen Wald mit sechs Instrumentalisten und Sängern, zu denen auch Ian Melrose gehört.

Als 13-Jährige Gitarre gespielt

Im Bürgerhaus am Freitag schlenkerten zwölf Damen und drei Herren mit den Armen und Beinen. Lockermachen lautete die Devise. Ein- und ausatmen. Hohe und tiefe Töne dem Bauchraum entlocken. Kerstin Blodig legt großen Wert auf diese gemeinsamen Vorbereitungen: „Ohne Stimmtraining fangen wir gar nicht erst an.“ Von ihrer deutschen Mutter und dem Vater aus Norwegen hat sie die Liebe zur Musik geerbt. „Beide haben Klavier gespielt, ich als Kind auch, bis ich als Dreizehnjährige mit der Gitarre angefangen und später meine Leidenschaft für Folkmusik entdeckt habe“, erzählt sie, bevor der Workshop beginnt.

Kerstin Blodig griff zu ihrem Instrument. „Auf einer meiner vielen Tourneen durch die USA und Kanada hat mir die Firma Gibson diese Gitarre geschenkt.“ Die Musikerin zählt nun zu den offiziellen Repräsentanten von Gibson Guitars. Aus dem Stegreif improvisierte sie auf den sechs Saiten das Thema von „Ein Männlein steht im Walde“ – faszinierend.

Drei Songs erarbeitet

Ines Gordon, die Vorsitzende des Bürgervereins und ihr Mann Tom mischten im Workshop fröhlich mit. Nach den Lockerungsübungen stand gemeinsames Einsingen von Wörtern wie „wunderbar“ oder „herrlich“ mit unterschiedlichen Betonungen auf dem Programm. Dann wurde es spannend: „Byker Hill“, der erste Song. Kerstin Blodig mit ihrem luftigen Alt, der bis zum Sopran schimmert, gab die Melodie vor. Nach wenigen Minuten entstand das kleine Wunder: gemeinsame Musik, die man weiter tragen kann.

Kerstin Blodig zog ein überaus positives Resümee des Workshops: „Drei Songs habe ich mit der Gruppe erarbeitet. Alles tolle Leute. Wir haben einander glücklich gemacht und bei dem kleinen Konzert am Samstag gefühlt, wie sehr gemeinsames Singen die Menschen verbinden kann.“

Wer Kerstin Blodig im Bürgerhaus erleben will, kann das am 25. Mai beim gemeinsamen Auftritt mit dem skandinavischen Trio „Huldrelokkk“ tun.

Von Hans-Peter Theurich

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