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Falkensee Falkenseer Museum zeigt die vielfältige Welt der Druckgrafik
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09:25 31.01.2019
Grafiken füllen die Galerie-Etage des Museums. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

„Lieben“ sind zweifellos die Arbeiten, die am stärksten in Erinnerung bleiben nach einem Besuch in der neuen Ausstellung des Falkenseer Museums. Das Haus zeigt in seiner Galerie-Etage 80 Blätter unter dem Titel „Druckgrafik No. 6“. Sie kommen von vier Künstlern: von Tina Flau, Solveig Janetzke, Wolfgang Sterrer und Dieter Masuhr.

Von Dieter Masuhr stammen die Lithografien „Lieben“, er schuf sie – offensichtlich von Picasso begeistert – Ende der 1980er-Jahre. 1992 war der im Westerwald aufgewachsene Maler nach Falkensee gezogen, hatte über Jahre als kreativer, engagierter, kämpferischer und streitbarer Mensch die Debatten in der Stadt mitbestimmt. 2015 starb er nach schwerer Krankheit, seine Schwester hat aus dem Nachlass Arbeiten für die Ausstellung herausgesucht.

Von Comic bis Illustration

„Wir freuen uns, in der Ausstellung an Dieter Masuhr erinnern zu können“, sagt Museumsleiterin Gabriele Helbig. So sind neben den innig umschlungenen Liebespaaren auch ganz andere Arbeiten von Masuhr zu sehen: etwa seine Comic-Erzählungen oder seine Illustrationen zu „Die Spur deines Blutes im Schnee“ von Gabriele Garcia Marquez.

Vielfalt der Techniken

Mit kantiger Wucht kommen seine Holzschnitte daher. Dem haben die Ausstellungsmacher die feinen Kaltnadeltiefdrucke von Tina Flau gegenübergestellt. Die Ausstellung ist auch eine über die Vielfalt der grafischen Techniken. Tina Flau hat sich für diese Schau auf die Kaltnadelradierung beschränkt.

Die Potsdamerin hat an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste studiert, die Liste ihrer Stipendien und Auszeichnungen ist lang, dazu gehören etwas der „Druckspechtpreis der 100 Sächsischen Grafiken“ oder der Brandenburgische Kunst-Förderpreis.

Preisgekrönte Miniatur

Einen Preis hat auch der in Falkensee lebende Künstler Wolfgang Sterrer vorzuweisen: In der Ausstellung ist die Arbeit „Verlorene Wörter“ zu sehen, dafür hatte der Grafiker und Maler im vergangenen Jahr den Kunstpreis der Stadt Fürstenwalde bei der 9. Miniatur in der Bildenden Kunst gewonnen. Es ist eine schöne, prägnante Arbeit. Auf rotem Grund lässt Sterrer die Worte fast ineinander übergehen.

Das Chaos fassen

Allein in dem kleinen Blatt zeigt sich das künstlerische Anliegen, das den aus Österreich stammenden Grafikdesigner und Werbeberater umtreibt. Er will Chaos, Durcheinander und Unübersichtlichkeit unserer Welt bildnerisch zu erfassen. „Ich versuche, die großen Themen der Zeit zu verarbeiten: Umweltzerstörung, Intoleranz, Fanatismus sowie allgemeine Unruhe der Welt“, beschreibt er sein Herangehen. In starker Abstraktion und spannungsreicher Farbigkeit hält er den Wirrwarr der Welt in Holzschnitten und Monotypien fest.

Die Welt der Frauen

Computergrafiken als Farbdrucke auf Aquarellpapier zeigt Solveig Janetzke. Die gebürtige Nauenerin wohnt in Falkensee. In der Ausstellung zeigt sie kleine Bilder – mit Witz, Erotik und Biss. Herrlich ihre Frauenbilder: Grete, Mimi, Marie, Frida.

Die Ausstellung im Falkenseer Museum, Falkenhagener Straße 77, läuft bis zum 10. März. Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Von Marlies Schnaibel

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