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Falkensee Handgemachtes aus Falkensee
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15:37 13.04.2018
Falkenseer Startup: Lucas Engel und Hanns Segelcke (Mitte) mit hübscher Begleitmannschaft. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Jetzt wollen sie aus der Hobby-Nische raus: Die beiden Falkenseer Hanns Segelcke und Lucas Engel stellten Freitag ihre limitierte Kollektion des Labels Twekk vor. Büro- und Produktionsräume haben sie in einer alten Handwerkerscheune in der Seegelfelder Straße von Falkensee angemietet.

Angefangen hatte alles vor fünf Jahren, da waren die beiden noch Schüler am Lise-Meitner-Gymnasium. Sie waren nie coole Kids, nie Trendsetter, nie Außenseiter, sagen sie von sich. Und sie wollten nicht einfach nur so rumhängen. Sie waren kreative, kritische Köpfe. Der eine machte Musik, der andere war grafisch unterwegs. So fanden sie zusammen und aus ihren beiden Künstler-Namen Twisp und Flek wurde Twekk. Schöne, trekkinggerechte Kleidung wollten sie entwerfen. Mit einem T-Shirt fing alles an. Die römische Jahreszahl MMXIII und ein zackiger Kranz bildeten das klar formulierte Logo.

Schüler hatten die Idee

Fünf Jahre später ist Twekk immer noch da, ist gewachsen und hat sich verändert. Die beiden 23-jährigen Falkenseer studieren in Berlin – der eine Stadt- und Regionalplanung an der TU, der andere Philologie, Philosophie und Ethik an der FU. Mode oder Betriebswirtschaft studiert keiner, das Label hat die beiden jungen Männer als Hobby verbunden. Als ziemlich intensives Hobby neben Studium und Jobs.

Kreativ ausleben

„Hier können wir uns kreativ ausleben“, sagt Lucas Engel. Bisher sahen sie das Ganze als interessantes Hobby, aus dem Verkauf der einen Kollektion wurde die neue ermöglicht. „Jetzt wollen wir in Richtung Wirtschaftlichkeit gehen“, sagt er. Das Ganze soll eine andere Dimension erhalten, aber doch in ganz abgesteckten Grenzen. Denn eine limitierte Auflage gehört von Anfang an zum Geschäftsmodell der beiden. Etwa 30 bis 50 Exemplare pro Kleidungsstück stellen sie her. „Ein Twekk-Teil soll etwas Besonderes sein, etwas, das Leute ins Gespräch bringt und verbindet“, sagt Hanns Segelcke. Und auch das ist ihnen wichtig: Die T-Shirts sind aus ökologisch angebauter Baumwolle und fair gehandelt. „Wer bei uns ein Kleidungsstück kauft, fällt eine bewusste Entscheidung.“

Klare Formensprache

Die Kleidung soll jedoch nicht nur Bekenntnis sein, sie soll auch ästhetisch überzeugen. Mit klarer Formensprache und farblich konzentriert kommen die Schriftzüge daher, Schwarz ist und bleibt die Grundfarbe. Andere drängen sich vorsichtig in die Kollektion. Und gefragt ist der Waschbär, den sich die beiden Falkenseer als Wappentier ausgesucht haben. „Sympathisch, cool, clever, findet sich gut zurecht – das passt, fanden wir“, erzählt Lucas Engel.

Falkensee Startup :Hanns Segelcke (re.) und Lucas Engel an der Druckmaschine. Quelle: Tanja M. Marotzke

Er entwickelt am PC die Entwürfe, im konstruktiven Streit wird daran gefeilt, ehe die Entwürfe in den Druck gehen. Dafür stehen in einem Raum ein sechsfächriges Siebdruckkarussell und ein Trockengerät bereit. Stück für Stück werden hier von den beiden T-Shirts, Sweater, Hoodies und Taschen bedruckt. Mit Logos und Sprüchen. Wie dem:  „Alles schon gesehen – Danke für die Einfalt.“ Ein Onlineshop wird aufgebaut.

Im Vorfeld für ihre neue Kollektion haben die beiden Materialen geprüft, gewaschen, getragen – bevor sie die Produkte an den Kunden lassen. Und ihre Kundschaft ist vielfältig: von der 13-jährigen Schülerin bis zum 45-jährigen Anwalt.

Jugendförderpreis des Havellandes

Auch nach fünf Jahren gehen Hanns Segelcke und Lucas Engel mit frischen Ideen an ihr Freizeit-Label. Vor zwei Jahren erhielten sie den Jugendförderpreis des Landkreises Havelland. Die Prämie, die da dran hing, wurde gleich investiert. Sie beschafften sich im vergangenen Jahr ihr eigenes Office in Falkensee. Hier haben sie ihre mittlerweile zehnte Kollektion erstellt – es ist die erste, die komplett handmade by Twekk ist. Mit „Ihr seid uns wichtig. Seid Euch auch selbst wichtig“, geben die beiden ihr Statement für bewusste Kunden ab.

Der Kontakt zu den Labelschöpfern ist bald über „twekkgang“ möglich. Aber an der Internetseite wird noch gebastelt.

Von Marlies Schnaibel

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