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Falkensee Kein Masterplan für ungenutztes Areal
Lokales Havelland Falkensee Kein Masterplan für ungenutztes Areal
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17:52 08.11.2018
Für das Areal an der Spandauer Straße wird es wohl erst einmal keinen Masterplan geben. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Schnell eine Zigarette rauchen, dachte sich manch ein Stadtverordneter Mittwochabend. Doch auch in der Fünf-Minuten-Pause rissen die hitzigen Debatten über die Entwicklung eines Masterplans für die Freifläche an der Spandauer Straße in Falkensee nicht ab. Der Masterplan steht bereits im Stadtentwicklungskonzept auf der Prioritätenliste und soll sowohl Themen der Infrastruktur als auch die Bewahrung des Naherholungsgebietes am Falkenhagener See beinhalten.

Bewerbungsfrist endet Ende November

Deshalb legte die Verwaltung den Stadtverordneten nun einen entsprechenden Antrag zur Erarbeitung solch eines Planes vor. Über ein spezielles Programm des Bundesministeriums des Innern könnte dieses Vorhaben sogar zu zwei Dritteln gefördert werden. Die Bewerbungsfrist endet Ende November.

Zwei Minuten grünes Licht

Ganze zwei Minuten stand dem Masterplan auch nichts mehr im Weg. Die Stadtverordneten hatten, wenn auch denkbar knapp mit einer Stimme Unterschied, grünes Licht gegeben. Hätte Günter Chodzinski (Grüne), der etwas zu spät den Saal betrat, nicht im Gehen sein Handzeichen gegeben. Nach einem Protest wurde die Abstimmung wiederholt. Mit 13 Mal ja, 13 mal nein und einer Enthaltung wurde der Antrag abgelehnt und damit die Entscheidung gegen einen gesamtheitlichen Plan für das Areal getroffen.

Lange Liste mit Vorhaben

Zuvor hatte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) die Bedeutung eines solchen Papiers dargelegt.„Ein Masterplan für das Gebiet ist notwendig, um es in seiner Gesamtheit betrachten zu können und kein Stückwerk entstehen zu lassen. An diesem Standort haben wir die Chance, ein großes zusammenhängendes Gebiet zu entwickeln und nicht nur einen Lückenschluss vorzunehmen. Hans-Peter Pohl (CDU) erwiderte: „Warum ein so großes Projekt in Angriff nehmen, wenn es eine lange Liste mit Vorhaben gibt, die noch zu klären sind.“

Bis zu 2000 Wohneinheiten können auf dem Areal an der Spandauer Straße entstehen, das in der Vergangenheit lediglich als Stellplatz für verschiedene Zirkus-Attraktionen diente oder zu einem beliebten Spot unter Drachenfliegern geworden ist.

Zündstoff

„Ein solches Projekt hat ganz schön viel Zündstoff. Ein neuer Stadtteil soll entstehen, das müssen wir mit den Bürgern diskutieren“, gab auch Daniela Zießnitz (CDU) zu bedenken. Dass die bloße Entwicklung eines Masterplans keinesfalls etwas mit einer konkreten Planung zu tun habe, stellte Heiko Müller klar: „Um über die Bebauung und Nutzung des Areals zu diskutieren, brauchen wir eine Grundlage. Ein solches Projekt wird nicht in den nächsten drei bis vier Jahren realisiert, sondern muss langfristig gedacht werden“, so Müller. Ginge es in die konkrete Planung, würden natürlich auch die Bürger beteiligt.

Masterplan als Chance sehen

„Aktuell wird in Falkensee so viel gebaut, dass die Bevölkerungszahlen jetzt schon sprunghaft ansteigen. Im Stadtentwicklungskonzept haben wir uns für ein langsames Wachstum ausgesprochen“, sagte Hans-Peter Pohl. Ursula Nonnemacher von der Grünen hielt dagegen: „An dieser Stelle sollen Wohnungen gebaut werden, und wir sollten den Masterplan als Chance betrachten. Natürlich nur, wenn es kein Automatismus ist, dass wir zwangsläufig das bauen, was im Plan vorgeschlagen wird.“

Große Sorgen um Falkensee macht sich Thomas Fuhl (CDU): „Wenn ich durch den Kreisel in der Spandauer Straße fahre, fühle ich mich wie in einer Berliner Vorstadt.“ Und seine Parteikollegin Daniela Zießnitz ergänzte: „Ich bin nicht gewillt, in Falkensee Wohnungen für Berliner zu bauen.“ Linken-Abgeordneter Norbert Kunz fragte sich hingegen: „Wir brauchen den Plan irgendwann sowieso, was hindert uns daran jetzt damit zu beginnen?“

Von Laura Sander

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