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Falkensee Große Songs in der Elsterklause
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17:04 11.02.2019
Haben Spaß: Michael Benz (li.) und Achim Reckermann mit der Wirtin der Elsterklause Vera Hampicke. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Cold Colour mögen Traditionen. Am 16. Februar spielt die fünfköpfige Band in der Falkenseer Elsterklause.

„Seit 2003 treten wir immer zum Jahresbeginn in Falkensee auf; bis 2017 im ,Schrääg‘ und jetzt eben in der Elsterklause“, sagt Michael Benz, 62-jähriger Schlagzeuger der Band. Und warum ausgerechnet im Februar? Das habe sich einfach ergeben, passe aber gut. „Die Leute sitzen alle drin und sind einfach aufmerksamer“, ergänzt Benz.

Musiker aus Falkensee und Berlin

Seit 1991 wird gemeinsam Musik gemacht, seit 1997 spielen die Falkenseer und Berliner Musiker in unveränderter Besetzung. „Diese Stabilität gibt uns die Möglichkeit, Dinge weiter zu entwickeln und Neues auszuprobieren“, so Achim Reckermann, Sänger und Gitarrist von Cold Colour und neben Benz der zweite Falkenseer in der Band.

Von Rock bis Folk-Pop

Während früher klassischer Rock vorherrschte, haben Cold Colour inzwischen Irish-Folk und modernen Folk-Pop bis hin zu Songs des Electric Light Orchestra in ihr Repertoire aufgenommen.

Zu verdanken haben sie das auch Dagmar Stiehler, die mit Viola und Keyboard zusätzliche Klangfarben in den Sound einbringt. Rund 30 eigene Songs runden das Programm ab. „Die Welt ist voller toller Songs, die es wert sind gespielt und gehört zu werden“, sagt Benz. Und so wird die Set-List vor jedem Auftritt neu zusammengestellt.

Verzicht au Edel-Klassiker

Auf Edel-Klassiker wie „Smoke on the water“ oder „Satisfaction“ verzichten Cold Colour ganz bewusst. „Es gibt Songs, denen kannst du keine neuen Facetten mehr abgewinnen – das macht dann weder der Band, noch dem Publikum Spaß“, so Reckermann.

Die Band ist inzwischen eine Institution. Es spricht sich schnell herum wenn sie in der Region spielt, und ihr Publikum ist zuverlässig vor Ort. „Das hat sich in all den Jahren entwickelt“, so Reckermann.

Der gebürtige Düsseldorfer kann sich noch gut an die alten Zeiten erinnern, als die Clubs in der Nachwendezeit in Berlin wie Pilze aus dem Boden schossen und oft ebenso schnell wieder dicht machten. Einige, in denen Cold Colour auftraten, existieren noch heute, wie das Kunst- und Kulturhaus „ACUD“ in Mitte oder das legendäre „Wild At Heart“ in Kreuzberg. Inzwischen spielen dort überwiegend internationale Acts. „Da kriegst du heute so leicht keinen Gig mehr“, sagt Benz.

Von Engel und Teufel

Die Zeiten sind eben härter geworden, aber Cold Colour auch ruhiger. Man spielt inzwischen sogar in Kirchen. Das Konzert im vergangenen Jahr in der Sühne-Christi-Kirche in Charlottenburg war ein absoluter Höhepunkt für die Band. „Wir haben alle Songs rausgekramt, die irgendwas mit Engel, Teufel oder Gott zu tun haben“, sagt Reckermann und lacht. Und schon weil noch genügend Songs übrig geblieben sind, werden sie auch in diesem Jahr wieder in der Kirche spielen.

Neben Benz, Reckermann und Stiehler gehören noch die Berliner Falko Wiedemann und Christoph Soergel zur Band. Alle fünf haben „seriöse“ Jobs, denen sie unter der Woche nachgehen. Auf der Bühne ist die Band nur noch alle zwei bis drei Wochen zu sehen– meistens am Wochenende. Oft sind das dann sogenannte „Hut-Konzerte“, das heißt der Eintritt ist frei und die Gäste geben, was sie möchten.

Bühne für Künstler

Für Vera Hampicke, die Wirtin der Elsterklause, und Cold Colour eine klassische Win-Win- Situation. „Die Band hat die Bühne und der Wirt den Umsatz“, sagt Benz. Hampicke - schon seit sieben Jahren Inhaberin der Elsterklause - ist stolz darauf, Künstlern eine Bühne bieten zu können. Es gibt nicht viele Auftrittsmöglichkeiten in der Stadt. Unter dem Motto „Open-Stage“ können sich an jedem ersten Donnerstag im Monat auch Amateur-Musiker in der Elsterklause ausprobieren.

Elsterklause mit viel Musik

Cold Colours spielen am 16. Februar in der Elsterklause, die liegt in der Elsterstraße 37 von Falkensee.

Regelmäßig wird in der Elsterklause zur Open Stage eingeladen. Hier treten einmal im Monat, jeweils am 1. Donnerstag des Monats ab 19 Uhr, Bands und Musiker auf. Vom Laien über den ambitionierten Amateur bis zum Profi ist alles dabei. So haben Musiker die Möglichkeit, live vor Publikum zu proben und zu spielen.

Die nächsten Termine für diese Art von Livemusik sind der 7. März mit Man's Health Club und Rock aus Teltow, der 4. April mit Matte Blues Band und Grazy Hawks und der 2. Mai mit Rainer Braun und neuer Band.

„Da kann jeder spielen, bis er von der Bühne gebuht wird“, so die gebürtige Falkenseerin Vera Hampicke. Vom Solo-Trompeter bis zum klassischen Singer-Songwriter stand schon alles auf der Bühne der Elsterklause. Und die Abende sind immer gut besucht. Ein volles Haus erwartet Vera Hampicke auch für den 16. Februar. Dann heißt es Elsterbühne frei für Cold Colour.

Von Tanja M. Marotzke

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