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Falkensee Endlich: Neue Kita hat Betrieb aufgenommen
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17:35 15.03.2019
Bürgermeister Heiko Müller in der neuen Kita: Wiebke Schneider leitet das Haus. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Isabelle, Max, Merle und Xaver sind angekommen. Sie gehören zu den Kindern der neuen Falkenseer Kita am Rohrbecker Weg. Mit monatelanger Verspätung konnte die Einrichtung in dieser Woche eröffnen.

Es ist angerichtet. Quelle: Marlies Schnaibel

Eigentlich war die Eröffnung bereits für den Frühsommer des vergangenen Jahres geplant gewesen, aber die ausführende Firma hatte dann doch terminliche Probleme.Dabei war der Start wirklich hoffnungsfroh gewesen: Nach dem symbolträchtigen 1. Spatenstich im September 2017 konnte schon im Januar 2018 Richtfest gefeiert werden.

Die gewählte Technik der Modulbauweise ließ auf einen schnellen Weiterbau hoffen. „Wir haben mit dem Modulbau am Vicco-von-Bülow-Gymnasium durchaus gute Erfahrungen gemacht“, sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD), aber hier geriet der Bau ins Stocken. Nun ist das Haus endlich fertig, bis auf gewisse Nacharbeiten.

Innen und außen viel Holz. Quelle: Marlies Schnaibel

Das Gebäude wurde in Holzständerbauweise errichtet, auch von außen ist viel Holz zu sehen. Es bietet Platz für 115 Kinder, dabei 40 im Bereich für Kinder unter drei Jahre.

Mit dieser Kapazität ist es die drittgrößte Kindertagesstätte in Falkensee. Vor allem die Krippenplätze sind in Falkensee gefragt, bei den Kindern über drei Jahren steht die Stadt ganz gut da, sagte Bürgermeister Heiko Müller.

Die ersten Kinder sind in dieser Woche angekommen. Die Kleinsten gewöhnen sich Stunde für Stunde an das neue Umfeld. Dienstag dann die erste Trennungsstunde – ohne Mutter. „Wir wachsen Stück für Stück“, sagte Wiebke Schneider.

Die 29-jährige Sozialfachwirtin aus Berlin ist die Leiterin der neuen Kita. „Wir führen einen Eingewöhnungskalender, wann kommt welches Kind“, erklärt sie, alles wird mit dem Schulamt der Stadt abgestimmt, auch wann welche Kollegin zu dem Team kommt. Die ersten fünf Erzieherinnen sind im Haus.

Seit fast einem Jahr hat Wiebke Schneider bereits den Bau begleitet. „Das war sehr gut, da konnte ich bei den Ausschreibungen für die Ausstattung mitreden“, sagte sie. Und die hat sich dem Konzept des Hauses angepasst.

Die Regelkita hat einen inklusiven Ansatz. Fahrstuhl, Sichtstreifen und Hörakustikdecken sind eingebaut, in der Ausstattung wird darauf gesetzt, alle Sinne der Kinder anzusprechen. Die inklusiven Elemente sind aber auch eine Option für Personal und Eltern.

Eine Farb-AG hatte sich im Vorfeld der Eröffnung viele Gedanken gemacht, wie die Schwerpunkte der einzelnen Gruppenräume farblich unterstützt werden können ohne sie bunt zu überladen.

Mathe, Sprachen, Musik, Kommunikation und Schriftkultur, Natur und Bewegung, Darstellen und Gestalten – hier werden viele Bereiche angesprochen. Jede Menge Klettergeräte und Rutschen sind eingebaut. Das klassische Schaukelpferd steht da ebenso wie ein Kuschelhöhlenschrank.

Teddy fühlt sich wohl. Quelle: Marlies Schnaibel

Daneben gibt es die Ruhezonen, etwa im Snoezelraum mit seinen Kuschelkissen und dem Wasserspiel. So richtig austoben können sich die Kinder auf dem Freigelände oder eben auch drinnen.

Da hat die neue Kita ein spezielles Angebot zu machen, über das sich die Leiterin besonders freut: ein Matschraum, in dem die Kinder mit Farbe, Wasser und Zaubersand nach Herzenslust rummatschen und rummalen können.

Insgesamt wurde darauf geachtet, die Räume nicht vollzustellen, sondern viel Platz für die Kinder zu lassen.Die Kita am Rohrbecker Weg war ursprünglich als Ersatzbau für die Kita in der Böcklinstraße gedacht, weil deren Mietvertrag in einer alten Villa auslief. Während der Planungs- und Bauphase änderte sich die Situation, das Haus in der Böcklinstraße kann weiter betrieben werden.

„Trotzdem werden wir weiter mit dem Thema Kita und vor allem Hort befasst sein“, erklärte der Bürgermeister. Derzeit bewirbt sich die Stadt um den Kauf einer Landesliegenschaft, um dort eine neue Kita zu bauen. Es geht um die alte Polizeiwache in der Kochstraße.

Die Kita am Rohrbecker Weg hat die Kommune 2,9 Millionen Euro gekostet, hinzu kamen 260 000 Euro Fördermittel vom Land. Jetzt müssen noch die Kinderkrankheiten auf der Anlage geheilt werden. Die Klingel funktioniert noch nicht richtig, der Fahrstuhl sorgt noch für Ärger.

Von Marlies Schnaibel

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